Nicht-EU-Länder

Ausländer müssen in Schweden hohe Studiengebühren bezahlen

3. Jänner 2012, 10:53

Die Finanzkrise zeigt ihre Auswirkungen in Schweden: Und zwar mit einer Gebührenerhöhung an Unis, die jedoch nur EU-Ausländer betrifft

In Schweden müssen Studenten aus Nicht-EU-Ländern immer tiefer in die Taschen greifen, wenn es um ihre akademische Ausbildung geht. Im vergangenen Jahr blieben lediglich EU-Bürger, Liechtensteiner, Isländer und Schweizer von hohen Gebühren verschont.  Die restlichen Studierenden mussten "pro Jahr je nach Hochschule und Fach zwischen 80.000 und 140.000 Kronen, also etwa 9.000 bis 15.600 Euro bezahlen", berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". "Für Medizin können die Gebühren sogar noch einmal deutlich höher liegen."

Zwei Drittel nehmen ihren Platz nicht an

Die Folgen der schwedischen Bildungspolitik sind gravierend: "Nur ein Drittel der nicht europäischen Studierenden, die in diesem Jahr einen Platz an einer schwedischen Uni bekamen, nahmen diesen auch tatsächlich an", so "die Zeit". Neben den hohen Studiengebühren erschweren auch die Lebenserhaltungskosten das Studentenleben in Schweden. 2010 kam einer von drei Studenten an schwedischen Hochschulen aus dem nicht-europäischen Ausland. 2011 war es nur noch einer von zehn. Das geht aus einer Studie der nationalen schwedischen Agentur für Hochschulbildung hervor, über die das Internetjournal University World News berichtet. (red, derStandard.at, 3.1.2012)

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Javert
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18.1.2012, 12:19
eine dumme, populistische entscheidung

wirtschaftskontakte werden vielfach bereits während eines studiums geknüpft.

ein schwedischer verkäufer wird in dreißig jahren bei einem (durch sein studium) schwedischsprachigen chinesischen einkäufer bessere chancen haben als ein z.b. deutschsprachiger verkäufer

durch diese entscheidung geht dem schwedischen staat langfristig viel geld verloren.

mans zelmerlöw
00
31.1.2012, 13:06

ich hab mit vielen chinesen in schweden studiert und die interesse am schwedisch lernen war bei denen nicht sonderlich ausgeprägt.

Nutze den Tag
02
Umwegrentabilität?

durch ausländische Studenten: Sie werden mit österreichischen Firmen vertraut. Was man kennt kauft man eher als Unbekanntes.
Sollte man bedenken.

AlliGator
13

Warum einen gescheiten Menschen verscheuchen, der vielleicht sogar nach dem Studium im Land bleiben und arbeiten will?

Stattdessen sitzt dann ein Dummkopf auf dem Platz, der das gratis gebotene vielleicht nicht mal zu schätzen weiß. Oder der Platz bleibt leer.

Über die Speisekarten mit Ausländerpreisen kurz nach der Wende in CZ, HU, SK haben wir uns auch zu Recht empört.
Ein Dienstleistungsunternehmen wie eine Universität sollte sich nicht mit auf Diskriminierung basierenden Preisen die besten Kunden vertreiben.

Sand
00
"EU-Bürger, Liechtensteiner, Isländer und Schweizer von hohen Gebühren verschont"

Und die Norweger? Man darf nicht alles glauben, was in der Zeitung steht.

kleiner Schelm
20

Norwegen ist in der EU

kleiner Schelm
01

uuuppss ... ja sowas ...
Da bin ich wohl in dieselbe Falle getappt wie der Standard.

Spucks
00

Norweger gelten in Schweden ja sowieso fast als Inländer ;)

Quintus Beckloeffel
00

Anderersaeits aber auch als beliebte Zielscheibe von Witzen, wie das zwischen benachbarten Staaten halt oft so ist.

Gerhard Grabner
34
WARUM GEHT DAS BEI DEN sCHWEDEN....

...und bei uns nicht?? Bei uns heißt es dann immer, das sei nicht EU-Konform etc.

King of Cowards
03
Lesen lohnt sich:

"In Schweden müssen Studenten aus NICHT-EU-LÄNDERN immer tiefer in die Taschen greifen..."

Neuer Nick neues Glück
01

Man sollte vor dem Posten zumindest mal die Überschrift gelesen haben. Das erspart solche Peinlichkeiten.

Spucks
02

Es ist nicht EU-konform unterschiedliche Gebühren für EU-ANgehörige zu verlangen. Außerhalb der EU kann auch Ö machen, was es will.

V995
00
das sollte man bei uns mit den deutschen machen

die kosten den staat ein vermögen

Neuer Nick neues Glück
00

Dann macht D das für die Studenten aus AT und die Sache gleicht sich großteils wieder aus.

mans zelmerlöw
39

ich hab auch in schweden studiert und verstehe diese regelung absolut. wo ist der gewinn für schweden, wenn jahr für jahr zb tausende chinesische studenten sich gratis ausbilden lassen und dann wieder nach china zurückgehen. in die begehrten programme sind diese studenten meist ohnehin nicht reingekommen und so sind "orchideenprogramme" oft zu 90% chinesisch gewesen und meistens sogar komplett ohne schweden oder europäer!

abgesehen davon herrscht in schweden ein eklatanter wohnungsmangel vor und es gibt kaum passende wohnungen für studenten.

sdfad sdfaf
00

Machen die chinesischen Studenten wirklich das Studium fertig? Ich habe von finnischen Kollegen gehört, dass dort das Problem ist, dass chinesische Studenten die Plätze an der Uni besetzen aber nicht wirklich studieren.
Ich habe allerdings während meiner Studienzeit in Schweden auch kein Übermaß an asiatischen Studenten bemerkt und das in einem nicht überlaufenen Fach, dafür war der Anteil an Studenten aus afrikanischen Ländern erstaunlich hoch.

mans zelmerlöw
00

die meisten machen das studium schon fertig und sie nützen auch das studentenvisum nicht um asyl anzusuchen, wie das bei angehenden studenten aus anderen ländern oft der fall ist.

Fritz Meyer
40
Die Absolventen zu halten...

wurde Schwedens Politik vermutlich genausowenig in den Sinn kommen, wie hier den Politiker, die so gern über die Deutschen Studenten herziehen.

So hat man immerhin einen schönen Grund, sie abzukassieren.

Und Dein "Verständnis" ist schön für Dich und weniger für diejenigen, die diese Gebühren dann entsprechend selber finanzieren müssen.

van.der.stiege
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noch so ein 'brain drain' befuerworter

man kann leider nicht beides wollen. eine wirtschaftliche weiterentwicklung und somit höheren lebensstandard in deren heimländern durch gutausgebildete studenten die ihr erworbenens wissen fuers heimland nutzen oder man nimmt dem heimland die gut ausgebildeten weg und sieht von der ferne aus mit gutem gewissen zu wie das land den bach runtergeht.

ich weiss. ziemlich schwer fuer die linke politische hälfte hier eine lösung zu finden ohne sein gesicht zu verlieren :/

Spucks
10

Wieso gehen Sie davon aus, dass die ausländischen Studenten alle aus Entwicklungsländern oder Schwellenländern kommen?

Spucks
00

Mit der Logik kann man aber auch sagen "Wo ist der Gewinn für Schweden, wenn sich EU-Ausländer gratis in Schweden bilden und dann zurück in ihre Herkunftsländer gehen". Auch gibt es keine Garantie, dass Schweden in Schweden bleiben.
Durch diese Regelung haben die Unis/der Staat nicht viel mehr Geld (weil nur ein kleiner Teil der Plätze mit zahlenden Studenten gefüllt ist), aber die Vielfalt geht verloren, und gerade bei den verschrieenen "Orchideenfächern" ist diese wichtig. Ich studiere Internationale Entwicklung, gerade da wären Studienkollegen aus der ganzen Welt wichtig, besonders aus Entwicklungsländern - von denen haben wir jetzt genau 2 (von insgesamt 47).

mans zelmerlöw
07

solange junge schweden nicht auf die uni können, da sie die anforderungen nicht erfüllen und dank der strengen zugangsbeschränkungen draußen bleiben ist die frage warum dessen eltern chinesischen studenten das studium finanzieren sollen obsolet.

das schweden durch den eu beitritt einen vertrag mit den anderen eu ländern abgeschlossen hat ist auch nichts neues oder?

und bei 90% chinesen immer noch von vielfalt zu träumen ist auch witzig!

King of Cowards
10

Junge Schweden werden wahrscheinlich auch nicht "auf die Uni können" (jetzt mal ernsthaft, Sie haben studiert??), weil vielleicht junge Studenten aus EU-Ländern einige Studienplätze ergattern und die Zugangsbeschränkungen nicht alle Interessenten zulassen. Somit müssen die Eltern der jungen Schweden auch die Plätze der jungen Nicht-Schweden finanzieren.
Ob der junge Student später Schweden verlässt, in EU-Ländern bleibt oder auch die EU verlässt, kann den Eltern wirklich egal sein. Zahlen müssen Sie in beiden Fällen.

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