Die Finanzkrise zeigt ihre Auswirkungen in Schweden: Und zwar mit einer Gebührenerhöhung an Unis, die jedoch nur EU-Ausländer betrifft
In Schweden müssen Studenten aus Nicht-EU-Ländern immer tiefer in die Taschen greifen, wenn es um ihre akademische Ausbildung geht. Im vergangenen Jahr blieben lediglich EU-Bürger, Liechtensteiner, Isländer und Schweizer von hohen Gebühren verschont. Die restlichen Studierenden mussten "pro Jahr je nach Hochschule und Fach zwischen 80.000 und 140.000 Kronen, also etwa 9.000 bis 15.600 Euro bezahlen", berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". "Für Medizin können die Gebühren sogar noch einmal deutlich höher liegen."
Zwei Drittel nehmen ihren Platz nicht an
Die Folgen der schwedischen Bildungspolitik sind gravierend: "Nur ein Drittel der nicht europäischen Studierenden, die in diesem Jahr einen Platz an einer schwedischen Uni bekamen, nahmen diesen auch tatsächlich an", so "die Zeit". Neben den hohen Studiengebühren erschweren auch die Lebenserhaltungskosten das Studentenleben in Schweden. 2010 kam einer von drei Studenten an schwedischen Hochschulen aus dem nicht-europäischen Ausland. 2011 war es nur noch einer von zehn. Das geht aus einer Studie der nationalen schwedischen Agentur für Hochschulbildung hervor, über die das Internetjournal University World News berichtet. (red, derStandard.at, 3.1.2012)