Geburtstag

Früherer ÖAW-Präsident Mang wird 70

2. Jänner 2012, 14:00

Techniker wurde nach nur einer Amtszeit überraschend an der ÖAW-Spitze abgelöst

Wien - Der frühere Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Herbert Mang, feiert am Donnerstag (5. Jänner) seinen 70. Geburtstag. Nur eine Amtszeit konnte sich Mang an der Spitze der Akademie halten, die unter seiner Führung unter massiven Reformdruck geriet - der bis heute anhält.

Berufslaufbahn

Mang wurde am 5. Jänner 1942 in Wien geboren. Nach Abschluss des Diplomstudiums Bauingenieurwesen an der Technischen Universität (TU) Wien im Jahr 1967 begann er ebendort seine wissenschaftliche Berufslaufbahn als Assistent. Nach der Promotion 1970 zog es ihn im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums an die Texas Technological University. Mangs Forschungsinteressen liegen vornehmlich auf dem Gebiet der Numerischen Festkörpermechanik sowie der Numerischen Struktur- und Geomechanik.

Es folgten Arbeiten an der Cornell University in den USA, an der University of Tokyo und am Zhengzhou Research Institute für Mechanical Engineering in China. An letzterem wirkte er als UNIDO-Konsulent für Numerische Mechanik. Nach seiner Habilitation an der TU Wien 1977 erhielt er 1979 eine Anstellung als außerordentlicher Universitätsprofessor, ab 1983 war er ordentlicher Universitätsprofessor für Elastizitäts- und Festigkeitslehre.

ÖAW-Mitglied

An der TU Wien war Mang ab 1985 Vorstand des Instituts für Festigkeitslehre, von 1989 bis 1991 auch Leiter des EDV-Zentrums und von 1991 bis 1994 Dekan der Fakultät für Bauingenieurswesen. 1985 wurde er zum korrespondierenden und 1992 zum wirklichen Mitglied der ÖAW gewählt. An der Akademie übernahm Mang 1995 die Position des Generalsekretärs. 2003 folgte der Techniker auf Werner Welzig als Präsident der Akademie der Wissenschaften. Im gleichen Jahr wurde er vom Ministerrat in den zwölfköpfigen Wissenschaftsrat berufen, der die Regierung in Fragen der Wissenschaftspolitik und Kunst beraten soll. Seit 2010 ist Mang Vorsitzender-Stellvertreter im Wissenschaftsrat.

Unter Mangs Präsidentschaft geriet die ÖAW gehörig unter Reformdruck. So hatte die damalige Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) den Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) gebeten, sich Gedanken über Reformen der ÖAW zu machen. Der RFT wiederum verlangte von der Akademie "zeitgemäße Führungsstrukturen" und machte in Folge Gelder aus Forschungssondermitteln der Regierung von solchen Änderungen abhängig. Mang begann mit der Umsetzung erster Reformen, unterlag bei der turnusmäßigen Wahl 2006 nach nur einer Amtszeit aber überraschend dem Chemiker Peter Schuster, der im fünften Wahlgang zum neuen Akademie-Präsidenten gewählt wurde. (APA/red)


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TU Wien: Herbert Mang

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