Lebenserwartung

Nur 15 Minuten Bewegung täglich für ein längeres Leben

2. Jänner 2012, 14:08
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    foto: ap/heribert proepper

    Bereits eine Viertelstunde Bewegung am Tag tut dem Körper gut.

Bereits ein Mindestmaß an Bewegung senkt das Risiko für Krebs, Gefäßerkrankungen, Herzleiden und Diabetes

Berlin - Die meisten Neujahrsvorsätze haben mit einem gesünderen Lebensstil zu tun. Gut zu wissen: Bereits eine Viertelstunde Bewegung am Tag kann die Lebenserwartung um drei Jahre verlängern. Dies ergab eine große Studie mit mehr als 400.000 Teilnehmern, die in "The Lancet" publiziert wurde.

"Nachdem frühere Untersuchungen bereits einen erheblichen Nutzen für die Gesundheit durch 2,5 Stunden körperliche Aktivität pro Woche belegt haben, sind diese neueren Daten auch für weniger willensstarke Menschen eine gute Nachricht", kommentiert Hans-Christoph Diener, Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Essen, für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) das Ergebnis. "Wer sich aufrafft, wird belohnt - und senkt damit sein Risiko sowohl für einen Schlaganfall, als auch für Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes", ermuntert der Neurologe, die neuen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen.

Für die Untersuchung wurden in den Jahren 1996 bis 2008 in Taiwan mehr als 400.000 Frauen und Männer bei jährlichen Reihenuntersuchungen nach der Dauer und Intensität ihrer körperlichen Aktivität befragt. Anschließend hatte man die Studienteilnehmer anhand dieser Angaben in fünf Gruppen eingeteilt: inaktive Menschen, die sich in ihrer Freizeit überhaupt nicht bewegten und solche mit niedriger, mittlerer, hoher oder sehr hoher Aktivität. Im Durchschnitt acht Jahre lang verfolgten die Wissenschaftler um Chi Pang Wen von den Nationalen Gesundheitsforschungsinstituten in Zhunan den Gesundheitszustand der Studienteilnehmer und verglichen dann, wie viele Menschen in den fünf Gruppen gestorben waren.

Sterblichkeit bereits bei mäßiger Bewegung geringer

Schon für die Gruppe mit geringer Aktivität - die Teilnehmer hatten sich durchschnittlich nur 92 Minuten pro Woche oder 15 Minuten am Tag bewegt - konnten die Ärzte einen erheblichen Nutzen für die Gesundheit nachweisen: Gegenüber den trägen Studienteilnehmern war ihre Sterberate um 14 Prozent geringer und sie hatten - umgerechnet auf ein Alter von 30 Jahren - eine im Durchschnitt um drei Jahre höhere Lebenserwartung. Als die Wissenschaftler die Daten weiterhin nach verschiedenen Todesursachen aufschlüsselten, konnten sie zeigen, dass bereits das Mindestmaß an Bewegung von einer Viertelstunde täglich mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit für Krebs (minus 10 Prozent), Gefäßerkrankungen (minus 19 Prozent), Herzleiden ( minus 25 Prozent), Schlaganfälle (minus 12 Prozent) und Diabetes ( minus 11 Prozent) einherging.

Mehr Bewegung ist besser

Die Statistiken der Forscher bestätigen auch frühere Erkenntnisse, wonach das Krankheitsrisiko immer weiter sinkt, je mehr man sich bewegt: In dieser Studie nahm die Gesamtsterblichkeit mit jeder weiteren Viertelstunde täglicher Aktivität um vier Prozent ab, die Krebssterblichkeit um ein Prozent. "Bemerkenswert ist auch, dass dieser Nutzen sich über alle untersuchten Gruppen erstreckte", hebt Diener hervor: "Männer profitierten von 15 Minuten Bewegung täglich ebenso wie Frauen, Jüngere wie Ältere, und Gesunde ebenso wie Kranke, Übergewichtige, Raucher, Trinker oder Menschen mit einem erhöhten Risiko für Gefäßleiden."

Das Mindestmaß an Bewegung, das sich in dieser Studie als gesundheitsfördernd erwiesen hat, ist nur etwa halb so groß, wie es gegenwärtig etwa von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen wird. In Taiwan könne man damit aber dennoch ein Sechstel aller Todesfälle verzögern, errechneten die Wissenschaftler um Wen - ein Nutzen, der dem eines erfolgreichen Nichtraucher-Programms für die gesamte Bevölkerung entspricht. Auch wenn sich die in dem asiatischen Land gewonnen Erkenntnisse vielleicht nicht in vollem Umfang auf deutsche Verhältnisse übertragen lassen, sind sie doch ein großer Anreiz, den "inneren Schweinehund" zu überwinden. (red)

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Posting 1 bis 25 von 39
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waldenoderlebenindenwäldern
 
02
Ich komm jetzt ins Grübeln

Hab heuer das schwimmen aufgegeben,Nächstes Jahr bleibt mir nur mehr das radfahren.Alles andere hab ich schon längst aufgegeben.Wie soll das verdammte Leben weitergehen wenn man NICHTS mehr zum aufgeben hat?.Ich flipp aus,bald gibts keine Neujahresvorsätze für mich.
Euch allen wünsch ich ein vergnügliches,erfülltes und gesundes 2012!.

Utrillitn
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Geht schon noch

.
Gebns das Aufgeben auf !
Und danach das Aufgeben vom Aufgeben ...

waldenoderlebenindenwäldern
 
00
Danke!

So kanns gehen!.

patrese ricardo
01
Ideal sind 15 min Sex (netto ohne Vor-& Nachspiel) !

Rafflesia
 
00
10.1.2012, 15:57

Wenn Sie das durchhalten, halten Sie auch andere Leistungssportarten durch.

Martin Major
 
02

ich glaube, du hast das wort "stechuhr" missverstanden :)9

Das bin doch ich!
02

Das wirst aber allein machen müssen, denn Frauen stehen auf sowas wohl nur sehr selten! :-)

Dr Don Tango
02

was sollen 15min am rücken liegen bringen?

Das wichtigste in aller Kürze!
01
Der Waehlerwille
 
06
7,5 Minuten bis zum Beisl ums eck ... Bierfrühstück .. 7,5 Minuten heim .. irgendwann Nachmittag.

Das lange Leben des Grossstädters ist gesichert.

Vera Rschung
 
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15 Minuten Bewegung

Welche Art von Bewegung? Ich nehme an, sportliche Bewegung, wobei mir 15 Minuten aber doch eindeutig zu wenig scheint. 15 Minuten Bewegung - da ist die Muskulatur ja kaum aufgewärmt.

rowdy
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Ein untrainierter Kreislauf

kommt bei 15 min Spazierengehen genau in den gesunden Frequenzbereich. 30 Minuten wären ideal, aber 15 reichen für den Anfang.

Manchmal ist das Leben einfach.

Das bin doch ich!
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Aber bestimmt besser als wenn man nicht mal 1 Minute sich bewegt! Manche sitzen ja NUR, erst im Büro, dann beim Essen, später im Auto... und abends schon wieder.

A. Raunzer
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Na ja, da fängt's an zu wirken

Das optimale Pensum liegt wahrscheinlich bei der 7 kcal Grenze: 7 kcal pro kg Körpergewicht und Tag zusätzlich durch Bewegung verbrauchen.

Wieviel das ist? Na schon einiges, so ca. 50 km Laufen pro Woche (oder andere anstrengende Sportarten).

Bei höheren Dosen steigt die Infektanfälligkeit, da geht's dann un Richtung Leistungssport, der ja auch nicht gerade Gesundheitsfördernd ist.

Allerdings dürfte 15 Min Däumchendrehen pro Tag nicht ausreichen, ein bisschen schnaufen sollte man schon....

byron sully
00

das frag ich mich auch. denn 15 minuten bewegung am tag bringt wohl fast jeder mensch zustande - alleine in der eigenen wohnung. also so gesehen wären 15 minuten wirklich eindeutig zu wenig. ich nehme an, es geht wirklich um sportlichere betätigungen.

rowdy
10
Es geht darum

den Kreislauf in den 'gesunden Bereich' zu bringen. Dazu muss die körperliche Betätigung durchgehend erfolgen.

Die Ermittlung des gesunden Bereiches wird z.b. beschrieben auf

http://www.fitness-foren.de/info,Card... ),122.html

Liberaler Atheist
01

Wahrscheinlich ist zügiges Gehen gemeint. Das reicht schon.

Mann40
02

jetzt müssen wir alle nur noch Taiwanesen werden ;-)

quirax
02
also ...

... die 15 Minuten Bewegung pro Tag kommen bei mir schon durch das mehrmalige Beschreiten des Weges vom Bett zum Sofa (Fernsehener) und dann mehrmals alternativ zum Kühlschrank und/oder WC zusammen.

01052004
02
also bei mcdonalds und pizzahut

das auto ganz hinten am parkplatz abstellen, um sich dann die größten fettschelduern und ordentlich viel cola zu gönnen.

na dann...

Mogens Paletti
01
mmmh...

...warum eigentlich auf deutsche Verhältnisse, im Standard meine ich?

http://www.dgn.org/pressemit... leben.html

Got Your Nose!
01

ich frage mich wirklich, wo all diese angewachsenen moose leben, die sich nicht einmal 15 min bewegen sollen. sogar wenn ich den tag in der wohnung verbringe mach ich mehr!

Markus2001
01

Das Dumme an den Artikel ist, dass er nicht klar definiert, was "Bewegung" ist. Ich glaube jedenfalls nicht, dass damit gemeint ist, in der Wohnung einfach nur hin und her zu gehen, zum Kühlschrank und zurück ...

samanthadarko
01

Wohl eher ein Mindestmaß an stressfreiem Leben senkt das Risiko für Krebs, Gefäßerkrankungen, Herzleiden, Schlaganfälle und Diabetes

astemp79
164
Die "Bewegung" von Asiaten

sieht etwas anders aus, als die "Studie" glauben macht:

Damit sind Qigong, TaiChi usw. gemeint - und dabei handelt es sich nicht einfach um Bewegung, sondern um Energiemanagement.
Tatsächlich können diese Bewegungsarten gesund erhalten, ohne dass dies etwas mit körperlichem Training zu tun hat.

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