Nun neun von 50 Tageseltern-Einrichtungen haben sich bisher um einer Zertifizierung bemüht
Wien - Zögerlich ist der Start des Gütesiegels für die Ausbildung von Tageseltern verlaufen, das es seit gut einem halben Jahr gibt: Laut Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat es am Anfang nur zwei Zertifizierungen gegeben, jetzt sind es insgesamt neun, berichtete das Ö1-"Mittagsjournal" am Montag. Wenn man das in Relation zu etwa 50 Einrichtungen österreichweit setze, bekomme das Thema "langsam einen Stellenwert", meint Mitterlehner.
Qualitätskriterien
Das Gütesiegel wird an Organisationen verliehen, die einem Curriculum-Vorschlag des Ministeriums folgen, der u.a. 300 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis vorsieht. Dies sei mit ein Grund, warum es etwa in Wien noch keinen Kurs mit Gütesiegel gebe, erklärte Petra Schöggl von der Volkshilfe. "Die Kinderbetreuung ist ja überall Landessache und in Wien werden nur 60 Unterrichtseinheiten Bildung vorgeschrieben." Um auf die für das Gütesiegel geforderten 300 Unterrichtsstunden aufzurüsten, brauche es noch Zeit und Geld.
Weil mit dem Gütesiegel auch eine höhere Förderung vom Bund verbunden ist, glaubt Mitterlehner aber, dass bald mehr Kursanbieter um Gütesiegel ansuchen werden. Auch steige der öffentliche Druck auf die Ausbildner, weil die Eltern die Qualität einforderten. (APA)