Gewaltsame Proteste gegen Moschee-Abriss

2. Jänner 2012, 11:43

Zusammenstöße und Festnahmen in autonomer Region Ningxia

Peking/Yinchuan/Hongkong - Um den Abriss einer staatlich nicht autorisierten Moschee im Nordwesten Chinas zu verhindern, haben sich mehrere hundert Muslime einen Kampf mit Sicherheitskräften geliefert. Wie das Hongkonger Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie am Montag mitteilte, wurden dabei am Freitag nach örtlichen Quellen zwei Menschen getötet und 50 weitere verletzt. Die kommunistischen Behörden gestatten das Beten nur in genehmigten und kontrollierten Moscheen.

Die Auseinandersetzung ereignete sich in dem von Muslimen bewohnten Dorf Taoshan bei Hexi in der autonomen Region Ningxia der Hui-Nationalität. Die Polizei bestreite, dass es Todesopfer gegeben habe, bestätige jedoch den Vorfall, schrieb die Menschenrechtsorganisation auf ihrer Webseite. Die Moschee sei am Ende abgerissen worden. Laut Medienberichten in Hongkong rückten am Freitag rund 1000 Angehörige der Sicherheitskräfte an, um die als "illegale religiöse Gedenkstätte" deklarierte Moschee abzureißen. Etwa hundert Einwohner hätten Widerstand geleistet. Mindestens 80 Menschen sollen festgenommen worden sein.

Eskalation unüblich

Eine solche Eskalation zwischen Angehörigen der muslimischen Hui-Minderheit und Sicherheitskräften ist relativ selten. Häufiger sind solche Zwischenfälle in der ebenfalls im Nordwesten Chinas gelegenen uigurischen autonomen Region Xinjiang. Am 29. Dezember hatte Chinas Polizei dort laut eigenen Angaben sieben Menschen erschossen. Anders als die Uiguren sprechen die rund zehn Millionen Angehörigen der Hui-Nationalität keine Turksprache, sondern überwiegend Mandarin.

Chinas Führung hat immer wieder ihre Entschlossenheit bekundet, ethnisch-religiöse Konflikte in der Volksrepublik im Keim zu ersticken. Die 56 offiziell anerkannten nationalen Minderheiten - wie die nichtchinesischen Völker genannt werden - machen knapp zehn Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Die größten sind neben den Uiguren und den Mongolen die Hui, die in Ningxia eine eigene Autonome Region haben, die Tibeter und die Zhuang, ein Thai-Volk im Süden. Vor der kommunistischen Machtübernahme 1949 wurden die Hui nicht als eigene Nationalität, sondern nur als religiöse Minderheit anerkannt. Die Taktiken der Pekinger Minderheitenpolitik seit den 1950er Jahren reichen von einem geduldig werbenden Beschwichtigungskurs bis zu Zwangsmaßnahmen, Unterdrückung und brutaler Niederschlagung von Freiheitsbestrebungen. (APA)

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Peking/Yinchuan/Hongkong

ich kann leider nicht erkennen, was die Story mit Hongkong zu tun hat...

Upps, steht eh da. *schäm*

Hongkonger Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie ...

Zum ersten sind die Hui keine Nationalität sondern eine Ethnie

in China. Und wenn für die Mosche keine Baugenehmigung vorliegt wird sie abgerissen. Ist bei uns nicht anders.

Wenn es in Europa so weiter geht wird bsld keine moscheen meht gebaut zumindest mit minerretten.

Ist auch schon fast so traurig wie in kommunistischen China.

Lernen sie doch bitte Sätze schreiben, die man ohne Augenkrebs zu bekommen lesen kann, danke.

Wenn es in der Tuerkei so weiter geht werden auch in den naechsten 100 Jahren keine Kirchen gebaut

Wieso sollte man auch bei der Menge an Kirchen die dort schon existiert, für die wenigen Gläubigen die es da noch hat, zusätzliche Kirchen bauen?

"Ist auch schon fast so traurig wie in kommunistischen China"

.
oder in fast allen islamischen staaten.

sehr cool:

mitten in der nach nach 25 minuten 10 rote "wutstricherl".

da klopf ich mir mal auf die schulter! ;o)

Sie haben definitiv einen Fan .. der zu viel Zeit .. zu viele Accounts .. und zu wenige Hobbies hat.

aber die zahlen werden nie an die krichenneubauten in arabien herankommen.

das allerletzte was europa braucht sind neue sakralbauten...von kirchen und moscheen haben wir hier mehr als uns guttun...

davon

sind in Bosnien schon genug gebaut worden

naja
leider wirds das nicht spielen

wär aber toll wenns so sein würd - mir würd nichts abgehen ^^.

Das wäre nicht traurig, sondern erfreulich.

Gleich alle religiösen Einrichtungen abreißen.
Solange noch Kirchen stehen, dürfen Moscheen auch stehen, vorausgesetzt sie haben eine Genehmigung.
Die Moschee von der hier berichtet wurde, hatte keine.

Was mehr daran liegt, dass die kommunistische Regierung in China eine Heidenangst vor jeder Form von Religion umtreibt...

In Europa werden mehr Moscheen neugebaut .. als Kirchen.

hörn sie lieber auf zu jammern und stelllen sie sich der realität.

ad Minarett. UJrsprünglich hatten Moscheen keine Minarette, genau wie christliche Kirchen, um gen au zu sein .. sahen Moscheen und Kirchen (der Ostkirche) über einige Jahrhunderte genau gleich aus ... was btw kein Zufall ist.

Wie kommen Sie zu dieser eigenartigen Statistik?

wow

gratulation

Sie sind tatsächlich der erste Mensch der "nation" und "ethnie" präzise trennen kann.

includiert ist bei Ihnen gleich dass sie alle unterschiedlichen bedeutungen des begriffes "nation" in allen denkschulen sprachen und Kulturen auf eine einzige fokussieren konnten.

Sie sind mein Held.

ja, bei uns werden bei fehlender baugenehmigung auch leute erschossen

nichts aufregendes halt.

bei fehlender Baugenehmigung (bzw. nicht genehmigten Abweichungen) gibt´s bei uns sogar noch eine öffentliche Subvention

Sind wir hier im Nahost?

Ist China im Nahost?

mein beileid, mosche

bei uns hiess das übrigens "novemberpogrome".

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