Google portiert Spieleemulator MAME für Chrome

2. Jänner 2012, 11:36
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Als Test für den eigenen "Native Client" - Portierung in vier Tagen vorgenommen und dokumentiert

Mit dem "Native Client" will Google EntwicklerInnen die Möglichkeit bieten, performante aber trotzdem Betriebssystem-unabhängige Web-Anwendungen zu entwickeln. Gerade in den letzten Monaten hat man hier signifikante Fortschritte gemacht, so gibt es nicht nur bereits die ersten Web-Umsetzung nativer Spiele, selbst andere Programmierumgebungen wie das freie .Net Mono werden mittlerweile unterstützt.

Fallstudie

Eines der erklärten Ziele von Google ist es dabei die Portierung bestehender, in C, C++ oder C# geschriebener, Programme möglichst einfach zu machen. Wie dies funktionieren kann, dokumentiert Google nun selbst anhand eines Experiments: Innerhalb von vier Tagen hat man den Multiple Arcade Machine Emulator (MAME) für Google Chrome portiert. Damit sollten sich tausende Spieleklassiker direkt im Browser nutzen lassen - zumindest theoretisch.

Einschränkungen

Google versteht die Portierung nämlich mehr als Fallstudie denn als vollständig unterstützte Lösung, entsprechend bietet man MAME auch "nur" im Pack mit dem Spiel "Robby Roto" über den Chrome WebStore an. Auch wenn sich darüber noch weitere Spiele nutzen lassen sollen - so man denn die nötigen Module aus den Weiten des Internets auftreibt - einen umfassenden Support wie auf anderen Plattformen verspricht man nicht.

Details

Wesentlich wichtiger als die eigentliche Umsetzung nimmt man die Dokumentation der für die MAME-Portierung vorgenommenen Schritte. Diese sei relativ herausfordernd gewesen, resümiert man in der Dokumentation, insgesamt mussten rund 1.200 Zeilen Code angepasst werden. (red, derStandard.at, 02.01.12)

  • "Robby Roto" in der MAME-Portierung für Chrome.
    grafik: google

    "Robby Roto" in der MAME-Portierung für Chrome.

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