Trübe Aussichten

Euro-Zone steuert auf Rezession zu

2. Jänner 2012, 10:54

Industrie in der Euro-Zone zahlt der Konjunkturabkühlung und der Schuldenkrise Tribut - Einkaufsmanagerindex unter Wachstumsschwelle

Berlin - Die Industrie in der Euro-Zone zahlt der Konjunkturabkühlung und der Schuldenkrise Tribut. Die Geschäfte schrumpften im Dezember den fünften Monat in Folge, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Markit-Umfrage unter 3.000 Firmen hervorgeht. Der Einkaufsmanagerindex stieg leicht um 0,5 auf 46,9 Punkte, blieb aber deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. "Trotz der leicht abgeschwächten Talfahrt steckt der Industriesektor weiter in der Rezession", sagte Markit-Ökonom Rob Dobson. Die Produktion dürfte im Schlussquartal 2011 um ungefähr 1,5 Prozent gesunken sein. "Dass es im neuen Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit erst einmal so weitergeht, zeigen weitere Details der aktuellen Umfrage", betonte Dobson. Demnach streichen die Betriebe weiter Stellen, bauen ihre Lager ab und kürzen die Einkaufsmenge.

Das maue Neugeschäft könnte vor allem in Deutschland in den nächsten Monaten zu einem Abbau von Kapazitäten führen - "sofern die Nachfrage nach Industrieerzeugnissen 'Made in Germany' nicht wieder anzieht", sagte Dobson.

Zum zweiten Mal hintereinander fuhren in allen von der Umfrage erfassten Ländern die Betriebe ihre Produktion zurück. In Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Irland fiel der Rückgang nur verhalten aus, Italien, Spanien und Griechenland vermeldeten hingegen starke Einbußen.

Deutschlands Finanzminister warnt

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble befürchtet, dass die Herausforderungen für Deutschland angesichts der Schuldenkrise und des globalen Konjunkturabschwungs im neuen Jahr noch größer werden. "2012 wird wahrscheinlich schwieriger als 2011", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung vom Montag.

Die deutsche Wirtschaft sei aber "gut aufgestellt". Es seien "richtige und wichtige Weichenstellungen vorgenommen" worden. Zur Stabilisierung der Eurozone müssten allerdings noch viele Staaten ihre Hausaufgaben erledigen, so Schäuble.

Trotz Euro-Schuldenkrise und eingetrübter Konjunkturaussichten ist 2011 einem Zeitungsbericht zufolge das beste Konsumjahr in Deutschland seit über einem Jahrzehnt gewesen. Die Ausgaben der Verbraucher seien um mindestens 1,2 Prozent gestiegen, berichtete die "Bild"-Zeitung am Montag unter Berufung auf den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Laut dem neuen "Konjunktur Bulletin" des Wirtschaftsverbands sei damit 2011 das "beste Konsumjahr seit mehr als zehn Jahren" gewesen.

Der DIHK rechne auch nicht damit, dass Deutschland wegen des schwierigen konjunkturellen Umfelds vor einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung stehe. Der Verband erwarte sowohl für das vierte Quartal 2011 als auch für das erste Quartal 2012 zumindest eine "schwarze Null", hieß es weiter. (APA/Reuters)

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25 Postings
cyber ferkel
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"2012 wird wahrscheinlich schwieriger als 2011". Wenns nicht viel schwieriger wird, werden wir wohl ganz gut davonkommen.

gaisbock
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Schulden - Made in Germany, sind halt` Qualitätsarbeit

JackBodegar
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Euro-Zone steuert auf Rezession zu

wann bitte...in drei jahren oder wann...
komischerweise klettert der dax heute über 2 % auf über 6000 punkte....dachte immer die börse wäre ein konjunkturbarometer....stimmt wohl nicht....öl kostet soviel wie vor der kriese 2008 über 100 doller pro faß...dachte immer der ölpreis fällt..wenns der wirtschaft schlecht geht...stimmt wohl nicht...ifo index in der brd überraschend gestiegen....dachte immer wenn 7000 manager befragt werden wie die auftragsbücher gefüllt sind ist das gut fürs wachstum...stimmt wohl nicht......die arbeitslosen so niedrig wie seit 20 jahren nicht...dachte immer wenn viele nen job haben gehts der wirtschaft gut....stimmt wohl nicht..gute nacht europa wir sind am ende

CEEIT
01
Die Realwirtschaft geht runter. In D, A, NL, etc. erst verzögert.

Allgemein haben wir eine Geldflut durch die Rettungspakete/Schrime, die aber nicht in der Realwirtschaft, sondern nur bei den Banken und Staaten ankommt. Die Banken kaufen damit neben Anleihen v.a. Aktien und tw. Rohstoffe.
Deren Kurse werden also derzeit von den Paketen bestimmt.
Bei Staaten und Banken weitet sich Geldmenge aus (Inflation) (M1). Im Markt bei Unternehmen und Verbraucher schrumpft sie jedoch (Deflation/Rezession).

Andreas Prucha
00

Najo, die Euro-Zone besteht halt nicht nur aus Deutschland. Dass die Radikalsparerei in den Südländern irgendwann mal auch durchschlägt, ist anzunehmen - die Frage ist nur, wie stark das sein wird.

Gastdozent
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nur keine Panik,es wird nicht schlimmer!

aber es wird auch nicht leichter für die wirtschaft vorallem die finanzwirtschaft-banken ect.
hier ist vorsicht angebracht,vorallem die sog. bad-banks sind noch lange nicht bereinigt.
im global village sind die anzeichen aber gar nicht so ungünstig, sodaß doch hoffnung besteht,das euro-land mit einer milden rezession durchkommt.
die USA ist gerade dabei wieder auf wachstum umzuschalten, es ist ja ein wahljahr, hier gehts aufwärts
in asien vorallem china ist etwas unsicher, aber hier hat die regierung fast unbegrenzte mittel zur verfügung, die auch rasch eingesetzt werden,ohne lange zu verhandeln, wie in der euro-zone!

Anaxagoras
00
Das mag ja sein, aber gilt nicht für Deutschland, Schweden und HOlland.

Für uns gilt es.

Killer Bunny
01

Niederlande fallen in die Rezession

09.12.2011, 14:00 Uhr
Die Wirtschaft in den Niederlanden wird nach Prognosen ihrer Notenbank auch im vierten Quartal weiter schrumpfen - damit fällt die fünftgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in eine Rezession.
Quelle: Handelsblatt

Wie war das mit der Einfalt?

Veniamin Kostitsin-Teterin II
01
"steuert" ?

cantanto
12
Und jeden Tag

ein von den Bilderbergern gesponserter Artikel, zum Schüren der Angst....

Liebe Leute: Das ist alles ein vollkommner Schwachsinn! Nicht in die Angstspirale einsteigen, dann verdampfen diese Zombies in ihrer selbst erschaffenen Hölle!

Dramaqueen
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Wir machen schon mal eine Fastenkur, damit sich der Körper gewöhnt hat

wenn es ernst wird.
Schäuble ist nicht der Einzige - wenn es so ähnlich wird wie in den 30ern, dann steht noch was ins Haus.

Peacefaktor
01
wenn es so wird, wie in den 30 Jahren, dann wird es schlimmer,

da Nahrung heute im großen Rahmen produziert wird, da in der EU. So bauen die Bauern in Österreich zB Paradeiser und Gurken an, aber andere Sachen, die sie früher angebaut haben nicht mehr so, weil das dafür in Italien und Spanien oder Griechenland angebaut wird. Dafür exportieren wir halt die Sachen die wir anbauen. Sind die Lieferwege unterbrochen, kommt auch eine Menge Essen nicht mehr nach Österreich. Damals gab es noch nicht so viele Großkonzerne wie heute, alles war noch im kleineren Rahmen organisiert, heute wird das für Viele schwieriger. Damals gab es viele Kleinbauern, heute vor allem Großkonzerne...
Wer nicht vorbereitet ist wird plündern müssen, und darauf hoffen auf niemandem mit Waffe zu treffen;(

Befreier von Butter und Eier
03

Ich täte ja gerne die Kaufkraft ankurbeln und erhalten, aber ich habe halt nicht mehr Geld zum ausgeben?!

h 90
11

machens halt Schulden!
Mit etwas Glueck kommt eh die grosse Inflation und die wenns das Gurkerl in der Extra sparen sind die Schulden schon wieder zurueckbezahlt.

sirnicha
00
Euro-Zone steuert auf Rezession zu

na und? irgend einmal müssen auch die ökonomen farbe bekennen, dass das allgemeine wachstum endend sein muss... schon die handelsketten könnten keine umsatzzuwächse mehr erwarten, wenn wir nicht fast die hälfte ihres umsatzes durch unsere wegwerfgesellschaft gefördert hätten.

Peter_23
01
Einkaufsmanagerindex unter Wachstumsschwelle

Der Steigerung der Löhne und Gehälter ist in der EU seit mehr als 20 Jahren unter der "Wachstumsschwelle".

Keyser
00

Macht nichts, das Geld ist verteilt, und der Euro angäblich oder auch nicht gerettet. Was solls?

MUNGO1
01
Ein Video mit wirklicher Aussagekraft!

Gefunden im Börse-express von heute;

http://mediathek.cesifo-group.de/player/ma... index.html

Killer Bunny
02

Seit 2 Jahren arbeitet Schäuble und Tante Angie auf diese Rezession hin und jetzt warnt er davor. Hätte er halt einmal ein bisschen Volkswirtschaft büffeln sollen. Aber bei der Personalnot der CDU wird es halt auch nix besseres gegeben haben.

Anaxagoras
11
Sie sind zu beneiden. Soviel Einfalt wie Sie, ist schon eine Rarität.

Killer Bunny
01

Ich schreibe schon seit geraumer Zeit, dass Europa in eine Rezession stürzen wird und Sie?

gensfleischs_erbe
00

Wenn man es lange genug schriebt, hat man irgendwann auch mal recht.

h 90
01

Die Angie hat ja in der DDR gelernt wie man erfolgreich wirtschaftet....
bloed auch das sich die BRD an die DDR angeschlossen hat.

CEEIT
05
An den Schwierigkeiten ist er ja nicht ganz unbeteiligt

mulligan1
00
sie sind mir zuvor gekommen !

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