ISAF erhielt Warnungen vor möglichen Anschlägen

8. Juni 2003, 10:22
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Verletzte Bundeswehrsoldaten auf dem Weg nach Deutschland

Kabul - Der internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) sind vor dem Anschlag auf einen Bus mit deutschen Soldaten in Kabul Warnungen über mögliche Anschläge auf die Truppe vorgelegen. Ein ISAF-Sprecher sagte am Sonntag in Kabul, fast täglich seien Drohungen eingegangen. Es sei aber schwierig, falsche von echten zu unterscheiden. Auch vor dem Anschlag am Samstag sei gewarnt worden.

Die ISAF rechne nun mit weiteren "terroristischen Angriffen". Die Truppe werde ihre Arbeit ungeachtet des Anschlags fortsetzen, sagte der Sprecher weiter. Allerdings werde man auf Bus-Transporte um Kabul herum vorläufig verzichten, um das Risiko zu minimieren. Die deutsche Bundeswehr stellt rund 2500 der 4500 ISAF-Soldaten und führt die ISAF derzeit gemeinsam mit den Niederlanden.

Auf dem Heimweg

Nach dem Selbstmordattentat in Kabul sind die verletzten Deutschen in ihre Heimat ausgeflogen worden. 22 Soldaten seien bereits auf dem Weg nach Usbekistan, von wo aus sie am Nachmittag nach Köln-Wahn geflogen werden sollten, sagte der deutsche Sprecher der Afghanistan-Schutztruppe ISAF, Thomas Löbbering, vor Journalisten in Kabul.

Drei weitere Bundeswehrsoldaten würden noch auf dem Stützpunkt Bagram bei Kabul versorgt. Sie sollten im Laufe des Tages direkt nach Ramstein geflogen werden. (APA/AFP/Reuters)

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    Die Reste des Truppentransporters werden entfernt

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