Japan und Südkorea wollen einbezogen werden

7. Juni 2003, 15:49
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Uneinigkeit darüber welcher Kurs gegenüber Nordkorea einzuschlagen sei

Tokio - Die Regierungschefs von Japan und Südkorea haben am Samstag ihre Einbeziehung in die Gespräche zur Beilegung des nordkoreanischen Atomkonfliktes eingefordert. Beide Staaten seien sich einig, dass der Konflikt "eine ernsthafte Bedrohung für den Frieden nicht nur auf der koreanischen Halbinsel sondern in ganz Nordostasien" darstelle, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi und seines südkoreanischen Kollegen Roh Moo Hyun. Die Erklärung wurde nach einem Treffen der beiden Politiker Samstag Früh in Tokio veröffentlicht.

Beide bekräftigten die Notwendigkeit des Dialogs, der mit trilateralen Gesprächen Nordkoreas, Chinas und der USA im April begannen. Es sei jedoch "unabdingbar", dass Südkorea und Japan bei künftigen Treffen mit einbezogen würden, hieß es in der Erklärung. Uneinig blieben sich beide Regierungen indes, welcher Kurs gegenüber Nordkorea einzuschlagen sei. Während Koizumi gemeinsam mit US-Präsident George W. Bush im vergangenen Monaten "härtere Maßnahmen" anmahnte, setz Roh auf sanftere Töne. "Dialog und Druck müssen Hand in Hand gehen", sagte er auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen. "Aber ich habe gegenüber Koizumi deutlich gemacht, dass wir die Betonung auf Dialog legen." (APA/AP)

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