SCO weist Novell-Ansprüche auf Unix zurück

7. Juni 2003, 16:07
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Vertrag aus dem Jahr 1996 soll Besitzanspruch beweisen

Nachdem Novell im Streit um die Rechte an Unix in der vergangenen Woche gegen SCO Partei bezogen hatten, schlägt jetzt die SCO Group zurück. Novell hatte nach seiner ursprünglichen Darstellung nur die Verwertungsrechte von Unix abgegeben, Patente und Copyrights aber weiterhin behalten. SCO hat nun einen Vertrag mit Novell aus dem Jahr 1996 vorgelegt, der die Rechte des Softwareunternehmens an Unix beweisen soll. Das Unternehmen hat einige Passagen aus dem Dokument auf seiner Webseite veröffentlicht.

Sehr unklar formuliert

Die von SCO präsentierte Vereinbarung ergänzt den Kaufvertrag für Unix mit Novell aus dem Jahr 1995. Allerdings ist die Vereinbarung sehr unklar formuliert und lässt selbst für US-Urheberrechtsspezialisten viele Fragen offen. Für SCO-Vice President Chris Sontag ist der Fall trotzdem klar. "Dieser Zusatz bestätigt unsere Position, dass wir alle Copyrights bezüglich Unix und UnixWare besitzen", so Sontag.

SCO hat seinem ehemaligen Geschäftspartner IBM vorgeworfen, Unix-Code an die Linux-Gemeinschaft weitergegeben zu haben und den Konzern auf eine Mrd. Dollar Schadenersatz verklagt. Diese Aktion löste eine heftige Debatte mit der Linux-Gemeinschaft aus, zumal SCO auch anderen Unternehmen mit Klagen gedroht hatte.(pte)

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