Überfall auf alliierte Truppen nahe Tikrit

7. Juni 2003, 15:29
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Ein US-Soldat tot, vier verletzt - Niederlande kündigen Entsendung von 1.000 Mann in den Südirak an

Bagdad - Bei einem Überfall auf alliierten Truppen nördlich von Tikrit ist am Samstag im Irak ein US-Soldat getötet worden. Das amerikanische Oberkommando Mitte erklärte in einer Stellungnahme, die Truppen seien mit Handfeuerwaffen und Granaten angegriffen worden. Vier Soldaten seien verletzt worden. Tikrit, die Heimatstadt des gestürzten irakischen Staatschefs Saddam Hussein, liegt etwa 190 Kilometer nördlich von Bagdad.

Erst am Freitag war bei einer Explosion im Irak ein US-Soldat getötet worden. Der Pionier der US-Seestreitkräfte starb in der zentralirakischen Stadt El Kut, drei weitere Marinesoldaten wurden bei dem Zwischenfall verletzt. Seit US-Präsident George W. Bush am 1. Mai das Ende der entscheidenden Kampfhandlungen im Irak erklärte, kamen nach offiziellen Angaben 26 dort stationierte US-Soldaten bei Angriffen und Unfällen ums Leben.

1.1000 niederländische Soldaten werden in den Südirak geschickt

Die Niederlande kündigten unterdessen an, 1.100 Soldaten in den Süden des Irak zu entsenden. Die Truppen sollten die multinationale Truppe unter Führung Großbritanniens in der Region verstärken, erklärte die Regierung. Die Soldaten sollten zunächst sechs Monate in der dünn besiedelten Gegend El Muthanna bleiben, ihr Aufenthalt könne jedoch verlängert werden.

Ein Abflugtermin wurde nicht bekannt, Verteidigungsminister Henk Kamp sagte jedoch, die Truppen könnten möglicherweise im August zunächst nach Kuwait verlegt werden. Der Einsatz, der schätzungsweise 65 Millionen Euro kosten soll, muss noch vom Parlament genehmigt werden. (APA/AP)

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