Für "Open Cultures"

6. Juni 2003, 20:43
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Gegen die zunehmende Einschränkung der Zugänge zu Wissen

Wien - Eíne zweitägige Konferenz mit dem Namen OPEN CULTURES, veranstaltet von der Wiener Netzkultur-Institution Public Netbase, diskutierte Aspekte zur Sicherstellung einer demokratischen Informationsgesellschaft wie der uneingeschränkte Zugang zu Wissen, Kultur und Bildung; Patente und andere Formen von Wissensmonopolen.

Dabei wurde deutlich: Die "Open Source"-Bewegung ist inzwischen keine unbedeutende Randerscheinung, sondern erlangt eine zunehmend wichtigere Funktion bei der Forderung nach der Wiederherstellung von Allgemeingütern und Creative Commons.

Künstlerische und wissenschaftliche Praxen, so machten Shuddhabrata Sengupta (IN), Armin Medosch (UK/AT) und Shu Lea Chang (TW/US) deutlich, formieren sich immer stärker gegen die Privatisierung und Dominanz der Verwertungsindustrie. Ihre Idee: "Eine gemeinschaftliche Verwaltung der Kultur- und Wissensressourcen soll die Ausbeutung ersetzen."

"Mit OPEN CULTURES wollten wir dem Nachdenkprozess einen weiteren wichtigen Anstoß geben, dass die öffentlichen Ressourcen der kulturellen Gestaltung auch in der digitalen Umwelt geschützt werden müssen", erklärten die beiden Gastgeber Felix Stalder und Konrad Becker. "Es braucht dringend eine neue Politik der Commons, damit sich Netzwerke in der digitalen Infosphäre zum Vorteil der demokratischen Gesellschaft frei entwickeln können".

Problemfelder gibt es genug.

Bruce Sterling (US), Journalist und Buchautor, unterstrich die Dramatik: "Die organisierte Kriminalisierung und strafrechtliche Verfolgung der freien Verbreitung von Information und Kulturgütern haben selbst bereits Formen von organisierter Kriminalität angenommen."

(red)

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