Super-GAU in St.Pölten

6. Juni 2003, 18:34
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Je nach Wetterlage wären bei einem Reaktorunglück verschiedene Gebiete massiv betroffen

Wäre es am 3. März 1995 im Atomkraftwerk Temelín zum Austritt radioaktiver Substanzen gekommen, wäre aufgrund der Wetterlage der Großraum St. Pölten massiv betroffen gewesen, ließ Greenpeace berechnen. Ein Gebiet mit rund 45 Kilometern Durchmesser wäre durch den Fallout mit Strahlungswerten über 1480 Kilobequerel pro Quadratmeter verseucht - der Absiedlungsgrenzwert.

Laut Harald Horejs von der Landesregierung lässt sich das Problem der "Evakuierung nicht so einfach lösen". Es existieren zwar Pläne, um die Verkehrsflut zu bewältigen. Der Beamte ist aber nicht sicher, "ob die Menschen überhaupt flüchten: Die Flut hat gezeigt, dass man sein Haus erst sehr spät aufgibt, und das Gefahrenbewusstsein bei einem Nuklearunfall ist nicht so groß, weil die Gefahr unsichtbar ist." (moe/DER STANDARD, Printausgabe, 7.6.2003)

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