Die positiven Folgen des Paprika-Pestizidskandals

30. Oktober 2003, 19:11
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Vielleicht ist es nur Zufall - vielleicht ein Umdenken des Handels - im STANDARD-Test waren von vier Supermarkt-Proben diesmal alle giftfrei

Wien - Vielleicht ist es nur ein Zufall, ein "Ausreißer", vielleicht aber ist es ein Hinweis auf ein zaghaftes Umdenken der Handelsunternehmen. Nach den Pestizidskandalen der letzten Jahre - zwei Drittel der Paprika waren mit Pestiziden kontaminiert - zeigt der dieswöchige STANDARD-Test, den Experten der Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien und von Global 2000 durchführten, ein erfreuliches Ergebnis. Von vier Proben, die in diesen Tagen in Supermärkten gezogen wurden, waren diesmal alle giftfrei. In keiner der Analysen konnten Pestizide in den - konventionell angebauten - Paprikas nachgewiesen werden.

Nach der Pestizidwarnung im vergangenen Jahr häuften sich die Warnungen vor belastetem Gemüse. Die Konsumenten blieben ratlos zurück: In welchem Geschäft konkret bedenkliche Ware gefunden wurde, konnte - schon aus rechtlichen Gründen - nie verbreitet werden. Die Einkäufer wurden argwöhnisch gemacht, die letzte Frage - "Was kann ich noch essen?" - blieb unbeantwortet.

Wir zeigen was gut ist

DER STANDARD versucht nun einen anderen Weg zu gehen: Wir zeigen nicht, was schlecht ist, wir zeigen, was guten Gewissens konsumierbar ist. Nicht jedes hier nicht genannte Produkt ist schlecht, es gilt aber: die hier vorgestellte Ware ist einwandfrei!

Obst und Gemüse aus deklarierter Bioproduktion wird nicht getestet, da die Biobranche ohnehin strengen Anbaubedingungen unterliegt. (DER STANDARD Printausgabe 7/8.6.2003)

  • Grüner Paprika ohne Pestizide
    grafik: der standard

    Grüner Paprika ohne Pestizide

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