Umfrage

Österreicher rechnen auch 2012 mit starkem Preisanstieg

1. Jänner 2012, 17:25

Schwierig mag es wohl werden, das neue Jahr - aber eher für die anderen - Verglichen mit den Sorgen, die eine Angela Merkel oder ein Barack Obama haben, erscheinen die eigenen Probleme gering

Wien - Ja, ein bisserl Sorgen macht man sich um den Arbeitsplatz. Auf 42 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer trifft das zu, 13 Prozent machen sich sogar große Sorgen. Aber diese Werte sind seit Jahren unverändert: Wie schon im Dezember 2010 und im Vor-Krisen-Jahr 2007 machen sich 47 eben keine Sorgen. Und wenn man die Frage anders stellt - nämlich ob man erwartet, dass der eigene Arbeitsplatz erhalten bleibt, dann sagen nur drei Prozent, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass sie die Arbeit verlieren, weitere elf Prozent halten das immerhin für wahrscheinlich. Aber 86 Prozent der Berufstätigen halten es für mehr oder weniger sicher, dass der Arbeitsplatz erhalten bleibt.

Mit 61 Prozent ist der Optimismus der Bevölkerung für die nächsten zwei bis drei Monate zwar nicht überragend, der Pessimistenfraktion gehören erklärtermaßen aber nur 31 Prozent an.

Das geht aus der aktuellen Market-Umfrage für den Standard hervor. der Standard ließ erheben, mit welchen Sorgen und Erwartungen die Österreicher ins neue Jahr gehen: An der Spitze der Liste steht wie schon in vergangenen Jahren die Sorge vor einer zunehmenden Kluft zwischen Reichen und Armen - 44 Prozent machen sich derzeit große Sorgen in dieser Hinsicht, zehn Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Weiteren 42 Prozent macht das "etwas Sorgen".

Gleichzeitig wachsen die Zweifel, dass diese Kluft geschlossen werden wird: 59 Prozent halten es für "überhaupt nicht wahrscheinlich", dass die Kluft auch nur kleiner wird. In den Vergleichsumfragen vergangener Jahre war stets rund ein Viertel der Befragten der Meinung, dass es da wahrscheinlich Fortschritte geben werde - jetzt ist dieser Wert auf 16 Prozent gesunken.

Der zweite Sorgenbereich betrifft die soziale Sicherheit - ihre Entwicklung macht 36 Prozent große Sorgen, 51 Prozent etwas Sorgen. Bei den nicht berufstätigen Befragten ist die Sorge noch eine Spur größer als bei Berufstätigen. Praktisch gleich sind die Werte, die Sorgen um das Pensionssystem ausdrücken, das ja Teil des sozialen Sicherungsnetzes ist.

Mit weitem Abstand dahinter kommt die Sorge um die "Integration von ausländischen Mitbürgern" - 26 Prozent sorgt das sehr, 44 Prozent etwas. Alle diese Sorgen werden noch vor jener um die eigene Gesundheit genannt.

der Standard ließ auch erheben, wie die Österreicher ihre eigenen Zukunftserwartungen im Vergleich zu denen von Politikern sehen. Dabei zeigt sich: Der durchschnittliche Österreicher schätzt seine eigene Situation viel, viel günstiger ein als die wichtiger Politiker. Am schwersten wird es demnach vor allem Russlands Premier (und wohl künftiger Präsident) Wladimir Putin haben. Die Grafik zeigt: Allenfalls dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wird zugetraut, dass das Jahr 2012 besser wird - allen anderen wird überwiegend ein hartes Jahr vorhergesagt. (Conrad Seidl/DER STANDARD-Printausgabe, 2. Jänner 2012)

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Petzi Tastenwähler
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Ich frag mich, wie "hilfreich" solche Meinungsumfragen im Endeffekt sind.

"Soll ich die Preise einfach noch mal ein Stückerl raufschnalzen? Immerhin ist ja in der Zeitung gestanden, dass die Leute eh mit Preisanstiegen rechnen. Und die Erwartungen der Leute soll man ja nicht enttäuschen, hab ich mal wo gelesen."

Elisa B
01
Wohnungspreise

das Schlimmst sind die Wohnungspreise, getrieben durch die Bevölkerungsexplosion verursacht aus einem Zusammenspiel von Immobilienwirtschaft und Politik. Die Bevölkerungsexplosion ist kein Zufall sonder Ergebnis der Politik. Die Immowirtschaft ist größter Profiteur und hat hier sicher lobbyiert!

Luziwuzi
00
Wieso haben die Österreicher Angst?

Warum rechnen die Österreicher mit einem starken Preisanstieg im kommenden Jahr?
Wissen Sie eigentlich, wofür Sie dieses Jahr mehr zahlen müssen?
Und vor allem: wie viel?
anyway: going to the limit!
and by the way: Don´t be afraid:
"I am with you each and every day until the end of the age." (Matth. 28)

Walther von der Vogelweide, der 1.
00
Österreicher rechnen auch 2012 mit starkem Preisanstieg

Bin neugierig wieviel Jahre der Teuro braucht um den Schilling einzuholen (meine damit früher ATS 10,-- irgendwann dann EURO 10,-- für gleiche Leistung).

Alpha Centaurus
00
Noch ca. 2 bis 3 Jahre...

Zur Zeit sollten Sie den inflationsbereinigten Faktor 11 verwenden - wenn Sie schon unbedingt umrechnen müssen, auch wenn's keinen Sinn macht...

Aloeveras
02

Preisanstieg, das ist mir völlig egal, ich kann nur das Geld ausgeben welche ich verdiene und mein Verdienst wird immer weniger (höhere Steuern, höhere Abgaben) und so kaufe ich immer weniger, was soll ich machen, die Politik wird immer teurer und die "Kleinen" bekommen immer weniger und so habe auch ich weniger Geld.
Wenn wir politisch die Waage mit Deutschland hätten, na dann hätten wir eben nur so an die 80 von dem politischen Zeug und nicht sinnlos 183!

Petzi Tastenwähler
00

Ja schon, aber was ist, wenn die Fixkosten (Wohnung, Steuern, Gebühren) so viel vom Einkommen auffressen, dass sich irgendwann nimmer jeden Tag was zum Essen ausgeht?

der_gote
00
Klar rechnen die meisten die ihr Gehirn nicht bei der Parteizentrale

zwecks Fremddenken abgegeben haben mit einem Preisanstieg.

Warum sollte es heuer anders sein als die Jahre davor?

Dafür brauche ich aber bitte keine teure Umfrage!

Plugman
00

Naja, bei einem starken einbruch der wirtschaft ist realistischerweise eher von einer deflationären tendenz auszugehen.

Mann40
00

Mein persönlicher Favorit: 1x Falschparken in Wien, statt bisher 21€, nun 36€!

Die Behörden/Politiker hier haben jegliche Bodenhaftung verloren.

Petzi Tastenwähler
00

Wenn es so weiter geht, kann sich bald niemand mehr ein Auto leisten, dann fällt DAS auch weg.

Dann haben die Armen keine Parkstrafen mehr und die Reichen wieder mehr Parkplätze...

Mann40
00

@petzi...

ich fürchte das ist das Ziel der Mächtigen...

Alpha Centaurus
02
Wo liegt das Problem?

Oder zwingt Sie jemand, falsch zu parken?

Slaveverwandler
01

mein Problem liegt darin, das Strafen nicht nach dem Finanzbedarf des Staatshaushalt festgelegt werden sollen.

Alpha Centaurus
00

Wenn Sie nicht falsch parken, wird das wohl kein Problem sein... aber es ist schon gut so, dass die "Deppensteuer" auch steigt - erspart uns Erhöhungen in anderen Bereichen...

Android1337
00

Da gebe ich Ihnen Recht: die Strafen sollten auch bei wenig Finanzbedarf ordentlich erhöht werden.

Android1337
00

Was spricht dagegen, sein Fahrzeug gesetzeskonform abzustellen?

Mann40
00

nichts, dennoch ist die Strafe extrem überhöht

Plugman
00

Finde ich nicht. Schauen sie mal nach schweden.

Mann40
00

ich lebe in Österreich....mit österr. Einkommensverhältnissen...;-)

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
02
WOW!

Nachdem von allen "Experten" einhellig für 2012 die grosse "Krise" herbeigebetet wird, ist es wahrlich keine Sensation, dass auch das Stimmvieh pessimistisch ist. Für diese Erkenntnis hätte es keiner Umfrage bedurft!
PS: Das Abschneiden von HC im Vergleich zu z.B. Fay/Spindl in obiger Grafik spricht Bände...

Alpha Centaurus
00
Vollkommen richtig!

Mich wundert nur, dass es noch keine roten Stricherl gehagelt hat.

Otto Normalverraucher
00

Tja, das Volk traut dem HC wohl mehr zu als seine politischen Gegner! Da diese aber durch ihr Vorgehen geradezu krampfhaft Wahlkampf für ihn betreiben (und das, obwohl gar keine Wahl ansteht!), wird er sich ja bald bewähren können.

Vorstadtmama
 
04
..da braucht man kein Hellseher sein...

Wenn zum Beispiel in Wien die Gebühren in allen Bereichen empfindlich erhöht werden, muß das der Handel in Form von Preissteigerungen an die Kunden weitergeben. Und Wien strahlt als Hauptstadt auf den Rest von Österreich aus...

sonne-licht
 
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2011 versprechungen und umsetzungen

was wurde 2011 wirklich leichter bzw. günstiger in der handhabung?

1) solange du geld hast, wirst nicht zu den verlierern gehören - betrifft die namentlich erwähnten,

"die da" verdienen ja alle ohne etwas zu erwirtschaften bzw. zu produzieren

kunstdünger zählt nicht und steuergeldbezug im vergleich zur arbeitsleistung,
dazu zählt nicht zeitvergeudung gehört höher besteuert und sanktioniert!

wo war die leistung dieser namentlich erwähnten im letzten jahr um es auf bare münze umzuwälzen bzw. zu nehmen?

die namentlich erwähnten wird jeder preisanstieg nicht kratzen, weils ja vom volk nehmen ohne leistungsvergebührung!

wenn plauschen soviel zahlt in österreich, wäre jede stammtischrunde reich versorgt an finanzieller segnung

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