Schweres Erdbeben erschütterte Japan

1. Jänner 2012, 09:15

Keine Tsunami-Warnung - Gebäude in Tokio schwankten - Öffentliches Leben weitgehend normal

Tokio - Das neue Jahr hat in Japan mit einem schweren Erdbeben begonnen. Das Beben der Stärke 7,0 brachte am Sonntag Gebäude in der Hauptstadt Tokio ins Wanken, jedoch hatten die Erdstöße ersten Angaben zufolge keine schwere Folgen. Das öffentliche Leben ging weitgehend uneingeschränkt weiter, und Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

Das Beben ereignete sich um 14.28 Uhr (Ortszeit, 06.28 Uhr MEZ), wie die japanische Erdbebenwarte mitteilte. Eine Tsunami-Warnung wurde demnach nicht ausgegeben. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge nahe der Insel Torishima, etwa 560 Kilometer südlich von Tokio, in einer Tiefe von 370 Kilometern. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Tiefe mit 348 Kilometern an.

Fußballfinale nicht unterbrochen

In Tokio, wo zum Erdbebenschutz strenge Bauvorschriften gelten, schwankten zahlreiche Gebäude. Der Bahn- und Flugverkehr ging aber uneingeschränkt weiter. Auch das Finale des Kaiserpokals, eines wichtigen Fußballturniers in Japan, im Nationalstadion der Hauptstadt wurde nicht unterbrochen. In Disneyland Tokio stoppten einige Fahrgeschäfte automatisch, wurden aber kurz darauf wieder eingeschaltet, wie ein Sprecher mitteilte. "Einige Leute, die spazieren gingen, schienen das Erdbeben gar nicht bemerkt zu haben", fügte er hinzu.

Viele Japaner hatten zuvor das neue Jahr mit Besuchen von Shinto-Schreinen und buddhistischen Tempeln eingeläutet. Kaiser Akihito schwor seine Landsleute in seiner Neujahrsansprache auf harte Zeiten ein. "Unser Land geht durch schwere Zeiten wegen des Erdbebens und anderer Faktoren", sagte er mit Blick auf das verheerende Erdbeben vom März vergangenen Jahres. "Aber ich hoffe, dass die Herzen der Menschen stets mit denen sind, die gelitten haben und dass sich alle gemeinsam für eine bessere Zukunft einsetzen."

Japan wird regelmäßig von schweren Erdbeben heimgesucht. Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 einen riesigen Tsunami ausgelöst, der weite Teile des Nordostens des Landes verwüstete. Fast 20.000 Menschen starben oder gelten als vermisst. Durch die Naturkatastrophe wurde zudem mit der Beschädigung des Atomkraftwerks Fukushima eines der schwersten Atomunglücke der Geschichte ausgelöst. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 61
1 2
Wenn Fukushima die schlimmste Atomkatastrophe der Geschichte war

dann ist sie ja der beste Beweis dafür, dass selbst bei höchst unwahrscheinlichen Ereignissen wie Jahrtausenderdbeben und Jahrhunderttsunami das Risiko der Atomkraft ein sehr überschaubares ist.

bitte lesen sie sich den text genau durch, "eines der schwersten" allerdings erschreckt mich hierbei eher dass sie offenbar nicht wissen was 1986 in tschernobyl passiert ist

weiters muss ich betonen, dass fukushima nicht einfach nur eine kleine beschädigung war große mengen radioaktivität sind und treten immer noch aus dem kraftwerk aus

die entfernung des brennstoffes ist erst im jahre 2021 geplant, eine volle kernschmelze hätte mit dem großraum tokio südlich von fukushima millionen menschen das leben kosten können ganz zu schweige von den untragbaren folgen für die umwelt

letztlich ist fukushima nun der nächste ort auf diesem planeten den wir jahrhunderte wenn nicht länger nicht bewohnen können

mit den augen eines kindes

was heißt eigentlich "öffentliches leben"?

Na, alles, was im normalen Leben so gemacht wird: arbeiten,schlafen, spazierengehen,einkaufen gehen,autofahren,etc.

"Schlafen" im "öffentlichen Leben" wären dann wohl Obdachlose die auf dem Gehstein pennen :)

Das Epizentrum lag [...] in einer Tiefe von 370 Kilometern.

das epizentrum ist ein punkt auf der erdoberfläche, genau über dem hypozentrum. also war das hypozentrum in einer tiefe von...

Nur der Ordnung halber

"Der Standard" mit "die APA" ersetzen, dann passts!

Das Epizentrum lag den Angaben zufolge nahe der Insel Torishima, etwa 560 Kilometer südlich von Tokio, in einer Tiefe von 370 Kilometern.

Und wieder einmal kennt der Standard nicht den unterschied zwischen Epizentrum und Hypozentrum.

Nur der Ordnung halber

Durch die Naturkatastrophe wurde zudem mit der Beschädigung des Atomkraftwerks Fukushima eines der schwersten Atomunglücke der Geschichte ausgelöst.

Und welcher Schaden wurde eigentlich ganz konkret von "einer der schwersten Atomunglücke der Geschichte" verursacht?

Tschuldigung, aber das war definitiv KEIN schweres Beben nach japanischem Maßstab.

Die Erdbebenstärke nach Richter ist nur sehr bedingt aussagekräftig über die Auswirkung, weil sie nur die Stärke des Bebens berücksichtigt und nicht seine Richtung.

Wenn Sie etwas über die Wirkung wissen wollen, nehmen Sie die japanische Skala.
Heute war Erdbebenstärke 4 (von 7), also nur ein Pimperl-Erdbeben. Natürlich keine Schäden. Man wundert sich, dass sowas bei euch in die Zeitung kommt.

Als es vor viereinhalb Jahren ein wirklich schweres gab (6+), wo ganze Landstriche verwüstet wurden und fast das weltgrößte Atomkraftwerk hopps gegangen wäre, hat man in Europa nicht berichtet, weil es nur 34 Tote gab...

Inzwischen (über)sensibilisiert...

Der Natur ist es schnurrzegal ob es für die Menschen der 1.1.2012 ist oder sonst irgendein anderer Tag. Genauso egal ist es ihr was wir hier mit unserer Klimapolitik misswirtschften, die Erde wird darauf zu reagieren wissen. Schönes Neues Jahr!

rufen sie mal den herrn wagner an. mit dem könnten sie sich stundenlang austauschen.

http://derstandard.at/1263706425780/

Ein Apfel - Birnen - Vergleich

was haben Erdbeben mit dem Klima zu tun?

Grüne Argumentationsmethoden. ;-)

Sie wissen ja

Gott wird die Menschen für ihre Klimasünden strafen - so steht es in der grünen Bibel. Da die Klimakatastrophe abgesagt wurde, muss jetzt von ganz oben eingegriffen werden...

wo cornwell draufsteht ist topfen drin. unglaublich, diese konsequenz.

Wenn Sie sich ein wenig über den Tellerrand Ihrer Einfaltssuppe beugen können Sie es vielleicht erkennen ob und was Erdbeben mit dem Klimawandel zu tun haben könnten.

So ein Topfen...
Der Klimawandel ist ein Problem, und er ist an vielen negativen Begleiterscheinungen und Naturkatastrophen mit schuldig.

Aber ein vergleichsweises Pimperlerdbeben in einer der tektonisch aktivsten Zonen der Welt auf den Klimawandel zu schieben ist nicht nur dumm, sondern kontraproduktiv - bei sowas ist der Vorwurf des sinnlosen Alarmismus nämlich völlig berechtigt und schwächt die Position derer, die vor den tatsächlichen Gefahren des Klimawandels warnen.

Sie sollten aber schon wissen, dass es in einer Warmzeit mehr Erdbeben gibt. Wenn die Erwärmung dann auch noch recht schnell von statten geht, können die Auswirkungen unangenehm sein. 4 der stärksten 10 Erdbeben innerhalb von 100 Jahren sind in den letzten 7 Jahren geschehen. Die Zahl der Erdbeben ab Mag. 5.9 haben sich seit 2004 auch verdoppelt. Beweisen kann man natürlich nix, aber komisch sollte es einem schon vorkommen.

Gehns sie wissen doch so gut wie wir alle das einzig und allein HAARP daran Schuld ist, und natürlich die Chemtrails

Ach? Ich dachte das war Gladio?

nämlich nix du suppentellerpflaume !!!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 61
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.