Leichenteile in zerstörtem Haus gefunden - Mann äußerte Tage zuvor Selbstmordabsichten
Wien - In dem durch eine Gasexplosion völlig zerstörten
Reihenhaus in der Wulzendorfstraße in Wien-Donaustadt sind am
Neujahrstag Leichtenteile gefunden worden, berichtete Johannes
Zinschitz von der Wiener Feuerwehrdirektion der APA. Wie bereits von
der Polizei vermutet, dürfte es sich dabei um den 44-jährigen
Reihenhausbesitzer Peter K. handeln. Eine Identifizierung der Leiche
soll Klarheit schaffen. Durch die Explosion und dem anschließenden
Brand wurde das Haus dem Erdboden gleichgemacht.
Die Feuerwehr hat die gesamte Silvesternacht die Glutnester nach
der Gasexplosion bekämpft. Die Brände der beiden benachbarten Häuser,
die laut Zinschitz nicht mehr bewohnbar sind, waren gelöscht. Am
Neujahrstag galt es, letzte brennende Stellen des völlig zerstörten
Hauses zu löschen. Stück für Stück wurde im Beisein der Tatortgruppe
der Schutthaufen, das einmal ein Reihenhaus war, abgebaut. Dabei
wurden auch die Leichenteile von Peter K. gefunden.
Die Feuerwehr wird nach Angaben von Zinschitz noch einige Zeit
eine Brandwache abhalten. Kleinere Rauchschwaden waren am Sonntag
noch zu sehen. Was die Explosion im Endeffekt ausgelöst hat - ob
durch den 44-Jährigen absichtlich herbeigeführt oder nicht - war noch
Gegenstand von Ermittlungen. Der Mann dürfte zuvor die die Gaszufuhr
geöffnet haben.
Das Haus, das sich in einer Reihe mit drei weiteren befand, war am
Silvestertag gegen 17.00 Uhr durch eine Explosion und einem
anschließenden Brand völlig zerstört worden. Die Polizei ging davon
aus, dass der 44-Jährige durch Aufdrehen des Gashahnes Selbstmord
begangen hat. Laut Anrainern äußerte der Mann einige Tage vor dem
Unglück Suizidabsichten.
Durch die Wucht der Explosion wurden die beiden benachbarten
Häuser arg in Mitleidenschaft gezogen, sie galten als
einsturzgefährdet. Glücklicherweise wurde keiner der Nachbarn
verletzt. Ein Haus stand zum Zeitpunkt der Explosion leer, aus dem
zweiten flüchteten eine Mutter mit ihrer Tochter unverletzt. Für die
Bewohner der Nachbarhäuser mussten Ersatzquartiere gefunden werden. (APA)