Wulff: "Keine irgendwie geartete Interessenkollision"

31. Dezember 2011, 14:53

Deutscher Bundespräsident weiter unter Druck - BW-Bank ist Hausbank des Sportwagenproduzenten

Hamburg - Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff gerät wegen des Kredits der baden-württembergischen BW-Bank für seinen privaten Hausbau weiter in Erklärungsnot. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Samstag im Voraus berichtete, ist die Tochter der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) die Hausbank des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche.

Die Nobelmarke wurde im März 2009 durch den Einstieg des niedersächsischen Autobauers Volkswagen vor der drohenden Insolvenz gerettet. Wulff wies gegenüber dem "Spiegel" einen Zusammenhang mit dem Anfang 2010 gewährten, ungewöhnlich günstigen Kredit zurück: Es bestehe "keine irgendwie geartete Interessenkollision".

Wulff saß dem Bericht zufolge damals als niedersächsischer Ministerpräsident im Präsidium des VW-Aufsichtsrats. Er entwickelte dem Bericht zufolge mit VW-Patriarch Ferdinand Piëch und Konzernchef Martin Winterkorn eine "Grundlagenvereinbarung" für den Einstieg bei Porsche.

Durch diesen konnten auch die Geldgeber des Sportwagenbauers, die BW-Bank und die LBBW, aufatmen, wie es in dem Magazin heißt. Wulff erklärte gegenüber dem "Spiegel", er könne Vorgänge aus dem VW-Aufsichtsrat nicht kommentieren, weil sie "fortgeltender Verschwiegenheitsverpflichtungen" unterlägen.

Wulff hatte zur Finanzierung seines Hausbaus bei Hannover rund eine halbe Million Euro von der Frau des befreundeten Unternehmers Egon Geerkens geliehen, später löste er den Kredit durch ein besonders zinsgünstiges Darlehen der BW-Bank ab.

Inzwischen wandelte er dieses nach eigenen Angaben in einen langfristigen Kredit zu normalen Konditionen um. Die Kritik an Wulffs Privatkredit und Urlauben in den Häusern befreundeter Unternehmer hält an, obwohl sich der Bundespräsident vor Weihnachten für sein Vorgehen in der Affäre entschuldigte. (APA/AFP)

Kralj Matjaz
00
31.12.2011, 16:39
der Präsident von Muttis Gnaden....

bekommt jährlich 199.000 auf Lebenszeit..in Zeiten wie diesen..und bemüht sich noch um eine Bevorzugung.....einfach sauber....

NONE
01
31.12.2011, 15:58

"Die BW-Bank teilte am Freitag mit, Wulff habe den Vertrag am 21. Dezember unterschrieben zurückgeschickt. Das hätte man bei seinem Auftritt am 22. Dezember natürlich gerne erfahren."

Tja. Da haben die Recht.

Wulff hat mehr als nur eine schiefe Optik hier.

Er schweigt sukzessive hierzu. Erst nach Druck lässt er etwas raus.

Salami-Taktik.

Eine Korruptionsstrategie.

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