NATO-Soldat unter den Opfern
Kabul - Bei mehreren Bombenanschlägen im Süden Afghanistans sind mindestens acht Menschen getötet worden, darunter ein NATO-Soldat. In der Provinz Uruzgan seien am Freitag vier Männer getötet und ein weiterer schwer verletzt worden, als sie mit ihrem Fahrzeug über eine Landmine gefahren seien, sagte der Polizeichef der Provinz, Gulab Khan. Die Mine sei von Taliban gelegt worden. Der Schwerverletzte sei in einem lebensbedrohlichen Zustand.
Bei einem weiteren Zwischenfall in Südafghanistan starb nach Angaben der NATO ein Soldat der internationalen Afghanistan-Truppe ISAF bei der Explosion eines Sprengsatzes. Die Staatsangehörigkeit des Soldaten wurde wie üblich nicht bekanntgegeben. In der Provinz Kandahar wurden nach Polizeiangaben in der Nacht auf Freitag ein örtlicher Polizeikommandant und zwei seiner Leibwächter getötet, als sie mit ihrem Fahrzeug über einen Sprengsatz fuhren. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.
Das Deponieren von Sprengsätzen an Straßen ist eine der Taktiken der Taliban in ihrem Kampf gegen die vom Westen gestützte afghanische Regierung. Die Gewalt in Afghanistan ist nach Angaben der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr um 40 Prozent gestiegen. NATO-Luftangriffe waren die Hauptursache für zivile Opfer. (APA/AFP)