Beschlagnahmtes Material soll zurückgegeben werden
Washington - Ägypten hat nach Angaben aus
Washington zugesichert, Durchsuchungen der Büros von US- und anderen
prodemokratischen Gruppen zu unterlassen. Die US-Botschafterin in
Kairo, Anne Patterson, habe eine entsprechende Zusage von ägyptischen
Regierungsvertretern erhalten, sagte ein US-Regierungsvertreter am
Freitag in Washington. Die Zusage stamme auch von Vertretern des
Obersten Militärrates. Demnach wollen die ägyptischen Behörden auch
das beschlagnahmte Material zurückgeben.
In Kairo waren am Donnerstag die Räume von 17 ägyptischen und
ausländischen Nichtregierungsorganisationen durchsucht worden,
darunter auch das Büro der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung sowie
zweier US-Organisationen. Grund waren den Behörden zufolge
Ermittlungen wegen des Verdachts illegaler "Finanzierung aus dem
Ausland" und wegen fehlender Genehmigungen.
Diese Razzien haben den regierenden Militärrat in Kairo unter
massiven Druck gebracht. Die EU bezeichnete das Vorgehen als
"besonders besorgniserregend". Die deutsche Regierung protestierte
beim ägyptischen Botschafter scharf gegen die Durchsuchung des Büros
der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Kairo. Dem ins deutsche
Außenministerium einbestellten Diplomaten sei klar gemacht worden,
dass dieses Vorgehen aus deutscher Sicht inakzeptabel sei, hieß es am
Freitag. (APA)