Franz Welser-Möst dirigiert "Die Fledermaus" in der Wiener Staatsoper
Es ist schon lange so, also eine echte Tradition: Die Wiener Staatsoper
lädt in den letzten Stunden des Jahres zur Aufführung eines
operettenhaften Meisterwerkes - und sie hat Die Fledermaus auch
auffrischen lassen: Regisseur Otto Schenk konnte dazu überredet werden,
seine Inszenierung des Strauß-Werkes neu einzustudieren. Und am
Dirigentenpult steht erstmals bei diesem Opus der Generalmusikdirektor
des Hauses - also Franz Welser-Möst.
Auch die Besetzung kann sich sehen lassen: Ihre Staatsoperndebüts geben
Michaela Kaune (als Rosalinde) und Schauspieler Peter Simonischek (als
Frosch). Tenor Kurt Streit wiederum gibt sein Rollendebüt im Haus am
Ring (als Gabriel von Eisenstein) - auch sind unter anderem Daniela
Fally (als Adele) und Markus Eiche (als Dr. Falke) zu hören.
Wer keine Karten für dieses heitere Rachetheater bekommt oder ohnedies
lieber draußen den letzten Tag des Jahres operettenunterstützt begießen
möchte (oder den ersten des neuen), der kann Die Fledermaus am 31.
Dezember (sowie am 1. Jänner 2012) auch im Rahmen des Wiener
Silvesterpfades live auf den Herbert-von-Karajan-Platz erleben.
Auch von zu Hause ist das Beispiel der goldenen Operettenära allerdings
erlebbar: Der zweite Fledermaus-Akt wird am 31. 12. (ab 20.15) auf Arte
live ausgestrahlt. Und Ö1 und der BR senden die gesamte Vorstellung am
31. Dezember ab 19.00 Uhr live im Hörfunk. (tos/ DER STANDARD, Printausgabe, 31.12.2011/1.1.2012)
31. 12., 1., 4., 6. Jänner, Wiener Staatsoper, 19.00