Tausende fordern Verfahren für Saleh

30. Dezember 2011, 19:27

Nach Tod von 13 Demonstranten vor einer Woche

Sanaa - Nach dem Tod von mindestens 13 Demonstranten bei Protesten gegen den scheidenden jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh vor einer Woche sind am Freitag erneut tausende Menschen gegen den Staatschef auf die Straße gegangen. Sie forderten in der Hauptstadt Sanaa, Saleh und die Verantwortlichen für die tödlichen Schüsse vom vergangenen Samstag zur Rechenschaft zu ziehen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zeitgleich zur Demonstration im Norden Sanaas gingen im Süden der Stadt Anhänger Salehs auf die Straße.

Zehntausende Menschen hatten am vergangenen Samstag gegen die angekündigte Straffreiheit für Saleh demonstriert, der Ende Februar von seinem Amt zurücktreten soll. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor und eröffneten das Feuer auf sie.

Seit Januar hatte es Proteste gegen den seit drei Jahrzehnten herrschenden Saleh gegeben, bei gewalttätigen Auseinandersetzungen starben hunderte Menschen. Ein vom Golfkooperationsrat ausgehandeltes Abkommen sieht vor, das Saleh und seiner Familie im Gegenzug für den Machtverzicht Straffreiheit erhalten, Saleh bleibt bis zur Präsidentenwahl am 21. Februar als Ehrenpräsident formell im Amt. Er hatte vor einer Woche angekündigt, bald in die USA zu reisen. Das US-Außenministerium hatte erklärt, es prüfe noch Salehs Visumantrag. (APA)

Arthur Harald Lambauer
 
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30.12.2011, 19:59
Dass insbesondere angesichts des Rom-Statuts eine Absolution nur vom SC erteilt werden kann, habe ich ebenso wie, dass er dies nicht (ausdrücklich) getan hat, bereits gesagt.

Schon gar nicht aber könnte solche Absolution pro futuro wirken!

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