Töchterle

"Mich amüsiert das Phänomen Wutbürger"

Interview | 30. Dezember 2011, 18:30
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    foto: standard/urban

    "Dass die Welt ungerecht ist, haben wir immer schon gewusst", sagt Karlheinz Töchterle. Dass man viel Leid durch einfache Maßnahmen beenden könnte, aber auch. "Wenn ich so rede, gerate ich selber schon wieder in Wut, aber ich bin zu alt, um in Wut zu geraten."

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle über das, was noch immer "tief grün" ist in ihm - trotz Ministeramts im ÖVP-Team -, die leichte Inkompatibilität mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied, falsche Selbstkasteiung der Politik und Aha-Erlebnisse der "Wutbürger"

Standard: Sie haben jetzt die ersten acht Monate als Politiker hinter sich gebracht, als Parteifreier in der Regierung. Ein Vorteil? Oder verstehen Sie sich eh schon als ÖVPler? Bildungspolitisch fügen Sie sich ja nahtlos und friktionsfrei ein.

Töchterle: Ich stehe der ÖVP natürlich sehr nahe, und das war auch schon vorher so, sonst hätte ich nicht in ihr Team gehen können. So richtig als ÖVPler sehe ich mich nicht. Einfach, weil ich nicht in dieser Partei aufgewachsen bin.

Standard: Und was wurde aus dem Grünen in Ihnen? Vergangenheit?

Töchterle: Nein, der Grüne ist natürlich da. Der Grüne in mir war immer ein ökologischer Grüner. Es gibt bei mir viele Punkte, wo ich eher konservativ bin. In der Familienpolitik oder Bildungspolitik - da war ich nie progressiv. Ökologisch bleibe ich natürlich. Nur inzwischen wissen alle, was Sache ist. Man muss heute niemanden mehr überzeugen. Es geht darum, die ökologisch richtigen Dinge zu tun. Da bin ich weiter tief grün.

Standard: Sie waren in der Bildungspolitik immer auf ÖVP-Linie - täuscht der Eindruck, dass Sie mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SP) nicht so wahnsinnig kompatibel sind?

Töchterle: Ich bemühe mich natürlich um ein sachliches und korrektes Verhältnis zu ihr, und das funktioniert auch. Aber es stimmt: Es gibt Dinge, wo ich bei ihr nicht genau weiß, ist das ihre Meinung oder sagt sie das, weil die SPÖ das so will. Da kommen wir dann auch nicht so wirklich gut zusammen. Das ist so. Im Alltagsgetriebe ist es nicht so harmonisch, wie es vielleicht sein könnte oder sollte, oder vielleicht auch nicht sein kann. Das ist so in einer Koalition: Man will etwas weiterbringen, und zugleich will sich jeder selber profilieren. Und es gibt in der Tat auch sehr unterschiedliche Positionen.

Standard: Was war denn eigentlich Ihre Drohkulisse, mit der Sie Finanzministerin Maria Fekter (VP) die Hochschulmilliarde, genau genommen 750 Millionen Euro "frisches" Geld, abgerungen haben?

Töchterle: Ich habe überhaupt keine Drohung in meinem Arsenal gehabt. Das Einzige, was ich gesagt habe, war, wenn wir den Unis nicht mehr Mittel geben, dann signalisieren wir, dass uns dieses für die Zukunft Österreichs anerkanntermaßen vielleicht wichtigste Feld nicht wichtig genug ist und wir da nicht investieren wollen. Wenn zum Beispiel die Unis beginnen müssen, Leute zu entlassen, Studienrichtungen einzusparen oder Forschungsprojekte einzustellen, dann wäre das insgesamt ein fatales Signal und ein noch fataleres für die ÖVP.

Standard: Warum für die ÖVP?

Töchterle: Ich glaube, die ÖVP ist der naheliegendste und natürliche Partner der Wissenschaft und der Forschung und muss diese Rolle auch wahrnehmen. In der SPÖ, die auch einmal eine Wissenschaftspartei war, ist das aus meiner Sicht nicht mehr vorhanden. Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, der SPÖ sind die Unis nicht wichtig, sonst müssten sie doch manche Dinge anders sehen. Und bei den Grünen, der FPÖ und dem BZÖ sehe ich das auch nicht wirklich. Die ÖVP ist der Anwalt der Wissenschaft und Forschung. Darum passt es sehr gut zu ihr, dass sie sich klar zu den Universitäten bekennt.

Standard: Faktisch können die Unis nur auf 100 Millionen zusätzlich pro Jahr ab 2013 im Globalbudget zugreifen. Sie selbst haben als Rektor die Forderung mitvertreten, dass 300 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr der Betrag sind, den die Unis mindestens brauchen, um den Status quo zu erhalten.

Töchterle: Es sind rund 250 Millionen mehr pro Jahr, die 150 Millionen aus dem Strukturfonds bleiben den Unis ja auch großteils, mit einem etwas anderen Zugriff.

Standard: Was hätten Sie denn als Rektor dazu gesagt?

Töchterle: Ich weiß ja, wie die 300 Millionen gerechnet wurden. Wenn man die reine Inflationsabgeltung rechnet, mit drei Prozent, kommt man für drei Jahre auf etwa 480 Millionen Euro. Zu sagen, ich brauche 300 Millionen im Jahr zur Aufrechterhaltung des Betriebs, stimmt schlicht nicht. Das sind 150 Millionen. Die Hälfte. Bei dieser Rechnung der Rektoren, bei der ich dabei war, wurde gesagt: Wir haben ständig steigende Studierendenzahlen, das muss man einpreisen, und dann wollen wir auch immer ein bisschen expandieren. Das sind schon großzügig gerechnete Summen.

Standard: Wird es am Ende des Hochschulplans mit Studienplatzfinanzierung rund 330.000 ausfinanzierte Studienplätze geben? So viele studieren derzeit - an den Unis sind es 292.245, an den Fachhochschulen 37.564.

Töchterle: Das hängt von zwei Schrauben ab: Wie geht die Finanzierung der Unis weiter, und welche Betreuungsrelationen legen wir zugrunde.

Standard: Haben Sie eine Zielgröße? Wie viele Plätze, in welchen Fächern auch immer, sollen finanziert sein?

Töchterle: Was wir sicher nicht wollen, ist, die Studienplätze zu reduzieren. Ziel muss sein, Studienplätze auszuweiten, wobei ich den Fokus stärker auf die Fachhochschulen legen will. Da bauen wir in den nächsten drei Jahren um zehn Prozent aus. An den Unis gilt es eher, aus den Studienplätzen echte Studienplätze zu machen, also aktive Studierende zu erhalten. Wir haben etwa 100.000 inaktive Studierende.

Standard: Wie kann man diese Inaktiven aktivieren?

Töchterle: Indem man die inaktiven Studierenden, die nicht nur scheinbar studieren, ein bisschen anstößt. Natürlich erhöhen auch Studienbeiträge das Tempo. Das ist nicht sehr akademisch, aber effizient. Ich will ja auch nicht, dass jeder mit Scheuklappen so schnell wie möglich durch die Uni rennt, aber eine gewisse Zielgerichtetheit braucht es. Zugangsregeln bringen auch mehr Verbindlichkeit. Wenn ich mich bemühen muss, irgendwo hineinzukommen, bin ich viel motivierter. Weitere Mittel sind bessere Betreuung, bessere Qualität, auch bessere Curricula. Da muss man sicher auch noch was tun.

Standard: Da muss man was tun, dachte 2011 vielerorts in der Welt auch "der Wutbürger". Ist er Ihnen als Politiker auch begegnet?

Töchterle: Persönlich kaum.

Standard: Verstehen Sie das Phänomen "Wutbürger"?

Töchterle: Mich amüsiert das Phänomen Wutbürger. Teilweise begegne ich ihm mit Unverständnis, teilweise mit Verständnis. Das Amüsement resultiert daher, dass ich bei manchen ein etwas schlichtes Aha-Erlebnis konstatiere. Dass die Welt ungerecht ist, haben wir immer schon gewusst. Es verhungern Hunderttausende, und wir schmeißen die Lebensmittel weg. Oder, so tragisch es ist, wenn durch einen ärztlichen Kunstfehler jemand stirbt, sind die Zeitungen wochenlang voll. Was tun wir im Autoverkehr? Da halten wir es aus, dass jedes Jahr Tausende auf Europas Straßen sterben. Das wäre sofort sanierbar. Die Autos langsamer machen, da sterben viel weniger Menschen. Mit einfachen Maßnahmen könnte man also unglaubliches Leid beenden. Da gäbe es viele Beispiele. Wenn ich so rede, gerate ich selber schon wieder in Wut, aber ich bin zu alt, um in Wut zu geraten.

Standard: Wo am "Wutbürger" entzündet sich Ihr Unverständnis?

Töchterle: Gerade in Österreich, wo so über die Politik geschimpft wird, geht es uns sehr gut. Österreich hat die letzte Krise exzellent übertaucht. Wir haben im Vergleich sehr gute Daten. Niedrige Arbeitslosigkeit, fast immer Wachstum über dem EU-Durchschnitt - und dann haben wir noch die Wutbürger. Auf die Politik wird nur geschimpft. Und die Politik kasteit sich dann auch noch selber, indem sie sich zum Beispiel schon zum vierten Mal eine Nullrunde verordnet. Ich verzichte gern auf die Erhöhung, ich verdiene sehr gut. Aber man zeigt doch damit, wir fühlen uns nicht wertvoll. Aber ich glaube, die österreichische Politik leistet diese wertvolle Arbeit. Bei all den Unzukömmlichkeiten, die es gibt, und den gegenseitigen Blockaden etc. Aber da kommt schon wieder die Naivität herein ... (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, Printausgabe, 31.12.2011/1.1.2012)

KARLHEINZ TÖCHTERLE (62) ist seit April 2011 Wissenschaftsminister. Davor war er Rektor der Uni Innsbruck, sein Fach ist klassische Philologie. Von 1992 bis 2007 saß er für die "Telfer Gemeinschaftsliste Parteiunabhängige, Sozialdemokraten und Grüne" im Gemeinderat von Telfes.

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PERLENQWIEN
 
00
16.1.2012, 10:23
Das habe ich mir schon immer gewünscht:

von einem (Intellektuellen???) Wissenschaftsminister als Wutbürger belächelt zu werden. Die Welt war immer schon ungerecht, da macht`s eh nix, wenn das noch a bisserl ärger wird, was? Die sollen alle achtgeben, dass sie nicht von occupy niedergerannt werden, eines Tages.

sledgehammer44
03
Philologie

kann man als studienrichtung streichen. scheinbar gibts dort auch nichts zu lernen, was man als grosskotz nicht auch so könnte.

smea_gol
05

wer hoch fliegt, wird tief stürzen.

und wer sich nach 8 monaten im amt so gebärdet, gehört rasch vom himmel geholt.

col.moriol
 
07
Ihn amüsiert die Wut jener, die ihre degenerierten PolitikerInnen aushalten müssen.

Ich finde das nicht zum Lachen.

woody999
05
alle die keine minister und politiker wollen, die sich über sie, diebürgerInnen, amüsieren

sollten dem herrn schreiben:

infoservice(at)bmwf.gv.at

hat wer eine persönliche adresse?

atomkraft neindanke
04
zwei K(l)assen gesellschaft!

ich bin Wutbürgerin und not amused!

die herrschende Klasse hat sich über Günstlinge ein Wirtschaftsimperium aufgebaut, das indirekt durch Rückflüsse (Parteienfinanzierung) dafür sorgt, dass die richtigen Marionetten an der Macht bleiben, jeder Bürger, jede Bürgerin, der_die protestiert, wird angeriffen, lächerlich gemacht, diffamiert, fehlinformiert, bedroht, polizeilich verfolgt, mundtot und auch juristisch fertig gemacht!
die Tierschützerinnen zb haben bis heute keine Entschädigung für ihre Anwaltskosten erhalten, obwohl ihre Anklage unrechtmäßig war!
es wurde monatelang U-Haft gegen engagierte Bürgerinnen verhängt, während in Ö Verbrecher frei rumlaufen und von den RepräsentantInnen des "Volkes" geschützt werden!

Moondancer
04
Arroganz...

Töchterle zeigt die Arroganz eines Menschen, für den jeder, der keinen akademischen Titel hat, sowieso nur ein "amüsantes" Herdentier ist..fehl am Platz. Und die österreichische Politik soll erst einmal die Desaster kurieren, die sie verursacht hat, bevor sie wieder als "wertvoll" bezeichnet wird und Gehaltserhöhungen verdient, Mr. Töchterle. Wir haben gute Daten? Dann schauen Sie mal nach unten, wie es der Basis der Bevölkerung geht und der Mittelschicht..oder schicken Sie uns Kuchen essen, wenn es kein Brot gibt?

Der Chronist
03

Versager wie dieser verlassen das Feld erst, wenn sie verbrannte Erde zurücklassen - es soll niemand die Möglichkeiten vorfinden, es besser zu machen.

Es ist zu hoffen, dass die Richtigen zur Verantwortung gezogen werden, wenn es einmal kracht. Versager wie dieser müssen dann geradestehn für ihre Untaten und in untergeordneter Position für den Wiederaufbau schuften.

Robert Cvrkal
 
03
Falsches Verhalten oder Fehlentscheidungen der Machthaber bedürfen einer Korrekturmöglichkeit der Bürger

Mit allen Mitteln wird versucht engagierte Bürger in ein falsches Eck zu rücken bzw. Erfolge der Wirtschaft und der Arbeitnehmer als Erfolg der Regierung darzustellen. Bis heute hat unsere Regierung weder eine Verwaltungs-, Spitals- oder Pensionsreform umgesetzt noch durch ein erfolgreiches Krisenmanagement überzeugen können, womit die Frage berechtigt ist, was sie zur Krisenbewältigung beigetragen hat?

Vor allem durch ein Drüberfahren über die Interessen der Bevölkerung sind die Machthaber aufgefallen (zuletzt Postenbesetzung beim ORF), weshalb immer mehr Bürger einen Korrekturmechanismus wünschen um die Politik auf den Boden der Realität zurückzuholen und die steigende Arroganz der Machthaber entgegenzuwirken.

wizenstain
04
Mich amüsiert das Phänomen Wutbürger. Teilweise begegne ich ihm mit Unverständnis, teilweise mit Verständnis

in seiner position, kann sich die änderbare wut ja auch nur maximal gegen sich selbst richten

-soso-
31

der herr minister hat es richtig erkannt: die wutbürger sollen nicht wütend, sondern dankbar sein dafür, dass sie arbeiten dürfen.

darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass gerade jene die jetzt wütend sind, jahrzehntelang über ihre verhältnisse gelebt haben und deshalb nun bei ihnen der sparstift angesetzt werden muss.

die wutbürger sollten sich darüber im klaren sein, dass es ihnen gut geht, verglichen mit den hunderttausenden, die verhungern.

der sogenannte wutbüerger sollte keine ansprüche stellen, sondern sich schnellstens wieder darauf besinnen, wo sein platz in der gesellschaft ist

woody999
01
zynismus ende vergessen?

Alpendollar
04
So a Blödsinn wo Habens denn des abgeschrieben?

Wütend kann man schon sein auf diese Politik die seit Jahren nichts anderes zusammenbringt als Steuern zu erhöhen und Sozialausgaben zu kürzen. Dafür brauche ich keine Politiker. Das schaffen 5 Beamte auch.
Die Wahlergebnisse der letzten 2 Jahrzehnte sprechen selbiges.

Der Chronist
01

ich denke, dass es sarkastisch gemeint war. der ton ist einfach zu gemein, um nur bösartig zu sein. bösartigkeit ist billiger als sarkasmus.

BFR_strikes_back
03
Gerade Sie, Herr Prof. Altphilologe...

...sollten das Wort "Minister" auf seinen Ursprung und seine Bedeutung kennen.

lily233
 
03
töchterles differenzierung

in aktive und inaktive studierende greift zu kurz. was ist mit den (immer zahlreicher werdenden!) studierenden, die nebenher arbeiten müssen, um sich ihren lebensunterhalt zu verdienen?

Der Chronist
03

Die sind nach den Massstäben dieses feinen Herrn ohnehin nur die Eliminierung wert - wer fürs Studium arbeiten muss, bringt nach den Massstäben des Herrn Töchterle, der sich ja erdreistet, seine damalige bezahlte Anwesenheit im Sekretariat als Arbeit zu schimpfen, nicht das richtige Elternhaus mit, um akademisch zu sein. Auf die Felder, Pöbel!

Interessierte1
02
...mich amüsieren die Wutbürger...

die sich über EINEN Kunstfehler monatelang delektieren und Tote und Verletze im Straßenverkehr schulterzuckend auf sich nehmen...

Herr Altphilologe, könnten Sie - gemäß Erfüllung Ihrer staatliche (NICHT ÖVPbasierten) Funktion als Wissenschaftsminister und Teil des Regierungsmanagements - Ihre Beobachtungen analysieren (lassen) und einer Ursache zuführen (lassen).

Meinem Gefühl nach ist die Sensationslust für Kunstfehler damit verbunden, dass wir im Reich der Ungebildeten leben, die mehrheitlich ALLEN ernstes glauben, dass Ärzte, landläufig Doktoren, GÖTTER in weiß sind.

Und was ist nicht sensioneller als dem unfehlbaren Gott doch ein Fehler unterläuft.

Für Sie, für Gebildete eine klare Sache, für die Mehrheit nicht. TUN TUN TUN.

Cuchullain
010
"Ich glaube, die ÖVP ist der naheliegendste und natürliche Partner der Wissenschaft und der Forschung ..."

... und die Erde ist eine Scheibe!

Die ÖVerbrecherpartei ist der naheliegendste und natürliche Partner der Banken und Steuerhinterzieher!

frustrierte frankfurter depressive debreziner
07

wieso jemand der seine karriere einem parteibuch verdankt von der objektivierbarkeit des zugangs zur bildung faselt bleibt rätselhaft. als philologe ohnehin ein lebenslanger nettotransferempfänger verhöhnt er das fleisch von dem er sich nährt

flotter denker
132
Ein vernünftiger Politiker

Bitte mehr von dieser Sorte.

Und an all die, die sich ständig als Wutbürger outen:
Ist ja gut, mir passt auch Vieles nicht. Aber dann macht konkrete, realistische Vorschläge und bemüht Euch um die Umsetzung! Aber hört mit der ständigen Raunzerei auf!

ehschowissen1
14
Depp

flotter denker
50
Angenehm, Denker

Der Chronist
02

Naja, wie wird das werden, wenn Leute, die gerade ihre Diplomarbeit schreiben, gesagt bekommen: "Du hast vor 5 Jahren einen Matura-Notendurchschnitt von 1,6 geliefert, allerdings haben wir inzwischen beschlossen, dass Dein Studium 1,5 voraussetzt. Also, pack Dein Zeug und schleich Dich!"

Kann es sich dieses Land wirklich leisten, TAUSENDE erfolgreich Studierende vor die Tür zu setzen, weil die ÖVP nur mehr die Kinder der Bonzen und Freunderl mit dem Titel gesegnet sehen will?

Es geht beim Studium um Bildung und nicht um Privileg.

ama2deus
03
amüsiert

österreich wird bei div. internationalen benchmarks - zb von transparency international, thema korruption - mittlerweile als quasi-bananenrepublik betrachtet, aber lt. herrn minister, immerhin ein mann, von dem man ob seines hohen bildungsgrades ein gewisses maß an intelligenz erwarten könnte, geht es uns doch eh so gut, immerhin sei es woanders schlimmer.

es stimmt schon: es gibt länder, in denen die zustände schlimmer sind, aber ich denke wir werden übereinstimmen, dass wir uns nicht mit oben erwähnten bananenrepubliken, oder auch nicht mit osteuropäischen staaten vergleichen möchten.

darüber hinaus: wenn wir jetzt nichts tun gehts uns bald auch so wie den PIGS-staaten!
in der politik haben wir ohnehin fast italienische verhältnisse!

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