Staatsholding

Grüne: ÖIAG visionslos, Fekter gibt kein Ziel vor

30. Dezember 2011, 16:56

Infrastruktursprecherin Moser will von Finanzministerin Fekter wissen, ob Privatisierungen kommen und wie man mit Telekom-Investor Pecik verfährt

Wien - Die Grünen vermissen bei der Staatsholding ÖIAG Klarheit über deren Kurs und wollen daher von der zuständigen Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) wissen, wie es mit den Staatsbeteiligungen bei der Telekom Austria, der Post und der OMV weiter geht. Unmittelbarer Auslöser der parlamentarischen Anfrage der Grünen Infrastruktursprecherin Gabriela Moser ist der Einstieg des Investors Ronny Pecik bei der Telekom, der mit knapp 16 Prozent bereits zweitgrößter Aktionär am Ex-Monopolisten ist und dessen Ziele unklar sind.

Moser will nun von Fekter wissen, ob sie eine Unternehmensstrategie von der Telekom eingefordert hat. Außerdem soll Fekter dazu Stellung nehmen, wie es mit den beamteten Mitarbeitern bei Post und Telekom weiter gehen soll. Schlussendlich will Moser auch noch wissen, ob weitere Privatisierungen geplant sind. Einen Regierungsauftrag gibt es dafür nicht. 

"Üppige Beratergagen" unnotwendig

Die Grünen vermissen bei der ÖIAG, im besonderen bei Holding-Chef Markus Beyrer, die Visionen. Für eine Verwaltung des Status Quo bei der Staatsholding sei der Apparat aber überdimensioniert, kritisiert Moser und erinnert nicht nur an die Vorstandsgehälter, sondern auch an die "üppigen Beratergagen".

Der Vorgänger von Beyrer, Peter Michaelis, hatte im Vorjahr laut aktuellem Rechnungshofbericht noch 669.100 Euro verdient. Beyrer, der von der ÖVP-nahen Industriellenvereinigung in den Chefsessel der ÖIAG wechselte, soll es nach ÖIAG-Angaben deutlich günstiger machen.

Mitte November hatte allerdings ÖVP-Chef Vizekanzler Michael Spindelegger aufhorchen lassen, als er über einen Rückzug des Staates auf 25 Prozent plus eine Aktie (Sperrminorität) bei Telekom und OMV nachdachte. Über die ÖIAG ist der Staat derzeit an der OMV mit 31,5 Prozent und an der Telekom Austria Group mit 28,42 Prozent beteiligt. (APA)

V995
00
31.12.2011, 11:48
müsste wohl heißen

ÖIAG sinnlos

Fritz Meyer
00
31.12.2011, 02:44
Frau Fekter wird ihrer politischen "Mission" voll gerecht.

Nur keine möglicherweise unbequemen Entscheidungen für die Lobby fällen.

Maxengine
00
30.12.2011, 22:00
Auch 2012 noch mehr Boni abcashen ist doch net visionslos...

Andreas W
03
30.12.2011, 19:59
Wieso, Beyrers Vision ist fuer moeglichst wenig Aufwand so viele Millionen wie moeglich in die eigene Tasche zu transferieren!

Bei mehreren hunderttausend Euro jaehrlich muss er ja nur ein paar Jahre durchstehen.

Althase
00
30.12.2011, 19:23

Wo kein Plan, da auch kein Ziel

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