Umfrage: In Deutschland jeder 4. während der Arbeitszeit bei Facebook

30. Dezember 2011, 15:13

Kölner Kreativagentur youCom: Jährlich geht Arbeitszeit im Wert von 26,8 Mrd. Euro verloren

Rund jeder vierte Beschäftigte in Deutschland ist laut einer Umfrage auch während der Arbeitszeit privat beim Online-Netzwerk Facebook aktiv. Dabei geht es im Schnitt um etwa zweieinhalb Stunden pro Woche, wie eine Umfrage im Auftrag der Kölner Kreativagentur youCom ergab.

Im Jahr gehe in Deutschland so Arbeitszeit im Wert von 26,8 Mrd. Euro verloren, rechnete youCom hoch. Die Agentur bezog sich dabei auf die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland und den durchschnittlichen Stundenlohn.

Bei der Zeit, die auf der Arbeit bei Facebook verbracht wird, gibt es erhebliche Schwankungen. Zehn Prozent sind sogar länger als fünf Stunden ihrer Arbeitszeit pro Woche bei dem Online-Netzwerk. Ein Drittel kommt auf eine bis zwei Stunden.

135 Minuten pro Woche

Obwohl Soziale Netzwerke eher als etwas für Jugendliche gelten, verbringen der Umfrage zufolge die 16- bis 24-jährigen Beschäftigten nicht die meiste Arbeitszeit bei Facebook. Ihre durchschnittlichen 135 Minuten pro Woche werden von den 25- bis 34-Jährigen mit 205 Minuten deutlich übertroffen.

Die Nutzung von Facebook während der Arbeitszeit fördere im Gegensatz zu üblichen Gesprächen etwa am Kaffeeautomaten nicht den Austausch über Berufliches oder konkrete Arbeitsabläufe, kritisierte youCom-Chef Manuel Mattern. In einigen Firmen eingeführte Sperren könnten auch keine Abhilfe schaffen, da "in Zeiten von Smartphones mit permanenter Internet-Verfügbarkeit solche Restriktionen ins Leere laufen", betonte der Internet-Experte.

Für die repräsentative Erhebung, die der dpa vorlag, befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Dezember 1013 Menschen. (APA/dpa)

Ignaz Hronek
01
30.12.2011, 16:18
Hochrechnen

Diese _hochgerechneten_ Milliarden sind doch Quatsch. Solche Facebook-Minuten sind doch eine Art Entspannung und Selbstvergewisserung. (Natürlich gibts dafür Besseres.)
Fürs Brav-sein-Müssen und sklavische Unterordnung ist ein viel höherer Milliardenverlust hochzurechnen.

justsmile2
02
30.12.2011, 16:43

Stimmt!

Genauso könnte man den Verlust durch Nasebohren, Tratschen, Rauchen, WC-Gänge, Stiegensteigen, Liftfahren, Papier-für-Drucker-Holen, etc. "hochrechnen"

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