Bestand hat sich innerhalb eines Jahrzehnts halbiert
Hanoi - In Vietnam hat sich die Zahl wildlebender Tiger in den vergangenen zehn Jahren auf nur noch 50 halbiert. Das berichtete Le Xuan Canh, Direktor des Ökologieinstituts in Hano. "Wilderer sind der Hauptgrund", sagte er. "Zudem wird der Lebensraum der Tiger durch Abholzungen reduziert."
Das Amt schätzt, dass noch Tiger in einem 9.300 Quadratkilometer großen Gebiet in sechs Provinzen leben; sie gehören der Unterart des Indochinesischen Tigers (Panthera tigris corbetti) an. Zudem gibt es 76 Tiger in Reservaten.
Vietnam hatte sich im November 2010 in St. Petersburg wie andere Länder mit Tigerpopulationen verpflichtet, den Lebensraum und die Beutetiere der Großkatzen zu schützen. Damit soll die Gesamtzahl der weltweit in freier Wildbahn lebenden Tiger in den nächsten Jahren von 3.200 auf 7.000 erhöht werden. Die Forstbehörde will versuchen, wilde Tiger mit Mikrochips auszustatten, um ihren Lebensraum zu ergründen und Schutzzonen einzurichten, berichtete die staatliche Zeitung "Viet Nam News". (APA/red)