Neuer Steuersatz ab Anfang 2012 in Kraft - Handelskette muss erneut auch "Krisensteuer" in Höhe von rund 25 Millionen Euro abliefern
Wien - Um die Löcher im Budget zu stopfen, erhöhte Ungarn ab
Anfang 2012 die Mehrwertsteuer von 25 auf 27 Prozent. Die
österreichische Handelskette Spar ist mit rund 400 Filialen Filialen
in Ungarn vertreten und von der Erhöhung stark betroffen. "Ungarn ist
ein schwieriges Pflaster. Die Kaufkraft ist bereits geschwächt",
sagte die Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Die ständigen
Änderungen im Steuerrecht würden auf die Konsumlaune drücken.
Wie im vergangenen Jahr muss Spar außerdem erneut eine
Sondersteuer von rund 25 Mio. Euro abliefern. Das ungarische
Parlament hatte im Oktober 2010 eine befristeten "Krisensteuer" für
die kommenden drei Jahre bis 2012 beschlossen. Durch die Steuer wird
der Umsatz von Energie, Telekom und Einzelhandel gestaffelt besteuert
- im Handel bis zu 2,5 Prozent. Spar-Chef Gerhard Drexel hatte damals
die Sondersteuer als "unfassbar und rechtswidrig" kritisiert. Der
Umsatz von Spar Ungarn ging 2010 um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Euro
zurück. (APA)