Spar stark betroffen

Ungarn erhöht Mehrwertsteuer auf 27 Prozent

30. Dezember 2011, 13:59

Neuer Steuersatz ab Anfang 2012 in Kraft - Handelskette muss erneut auch "Krisensteuer" in Höhe von rund 25 Millionen Euro abliefern

Wien - Um die Löcher im Budget zu stopfen, erhöhte Ungarn ab Anfang 2012 die Mehrwertsteuer von 25 auf 27 Prozent. Die österreichische Handelskette Spar ist mit rund 400 Filialen Filialen in Ungarn vertreten und von der Erhöhung stark betroffen. "Ungarn ist ein schwieriges Pflaster. Die Kaufkraft ist bereits geschwächt", sagte die Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Die ständigen Änderungen im Steuerrecht würden auf die Konsumlaune drücken.

Wie im vergangenen Jahr muss Spar außerdem erneut eine Sondersteuer von rund 25 Mio. Euro abliefern. Das ungarische Parlament hatte im Oktober 2010 eine befristeten "Krisensteuer" für die kommenden drei Jahre bis 2012 beschlossen. Durch die Steuer wird der Umsatz von Energie, Telekom und Einzelhandel gestaffelt besteuert - im Handel bis zu 2,5 Prozent. Spar-Chef Gerhard Drexel hatte damals die Sondersteuer als "unfassbar und rechtswidrig" kritisiert. Der Umsatz von Spar Ungarn ging 2010 um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zurück. (APA)

Alexander Patjomkin
01
Die österreichischen Firmen haben in Ungarn jahrzehntelang fürstliche Gewinne gemacht,

viel bessere als anderswo. Jetz als die Lage vorübergehend etwas schwieriger geworden ist,
tritt die Weltuntergangszenario für diese Firmen ein.

rosenkavalier71
21
31.12.2011, 07:37
Was für eine Heuchelei!

Während hier in Standard über die ach sooooo arme Spar geschrieben wird, sparen die Ungarn an ihren Essen, um überleben zu müssen. Liebe Redaktion der Standard, ich geb Ihnen mal eine Seite, wie ein Artikel über Ungarn geschrieben werden sollte, ohne sich kleinlichpeinlich mit einem leichten Hang zum Egoismus auf die eigene Wirtschaft zu schauen!

http://www.pesterlloyd.net/2011_51/5... 2news.html

globetrottel
03
31.12.2011, 13:05

So gut der Artikel im Pester LLoyd auch ist (so wie viele andere Artikel dort) - ich sehe keinen Grund, deshalb diesen Artikel hier im Standard zu verdammen.

Es gibt derzeit in Ungarn leider jede Menge Themen, über die seriöse Journalisten berichten müssen.

Die Armutssituation in Ungarn ist eines davon, der finanzielle,juridische und Steuer-Amoklauf der Regierung ein(vielschichtges) anderes.

Im Standard gibt es seit Wochen viele Artikel über Ungarn, die unterschiedlichste Aspekte des Geschehens beleuchten - AUCH etwa die grassierende Armut.

Wo ist also das Problem ?

ichbinsofrei.net
00
31.12.2011, 11:32

danke.

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