Verabschiedung von Johannes Heesters in München

    30. Dezember 2011, 13:57
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    Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle offizieller Redner bei der Beerdigung

    München - Familie und Freunde haben am Freitag in einer Trauerfeier auf dem Münchner Nordfriedhof Abschied von dem Sänger und Schauspieler Johannes Heesters genommen. Unter wolkenverhangenem Himmel kamen neben den Angehörigen auch zahlreiche Fans zu den Feierlichkeiten für den Operettenstar, der zu Weihnachten im Alter von 108 Jahren am Starnberger See gestorben war.

    In der Aussegnungshalle wurde der weiße, geschlossene Sarg mit Heesters Leichnam aufgestellt. Weiße Rosenblätter, Kränze und Kerzen bedeckten den Boden. Auf einem Klavier begleiteten die Pianisten Florian Fries und Uli Kofler, die mit Heesters aufgetreten waren, die Trauerfeier musikalisch.

    Die Öffentlichkeit wurde auf Wunsch der Familie von der Trauerfeier ausgeschlossen. Mehr als 1.500 Fans warteten bei eisigem Wind dicht gedrängt in einem langen Spalier vor der Aussegnungshalle. Bei der anschließenden Beisetzung konnten dann auch sie von "Jopie" Abschied nehmen. Viele hatten Schallplatten, Autogrammkarten und Fotos ihres Idols mitgebracht. Hunderte Anhänger des Stars haben sich davor in Kondolenzbücher eingetragen, die seit Donnerstag neben einem Foto von  Heesters am Friedhof ausliegen.

    Heesters 46 Jahre jüngere Frau Simone Rethel kam schwarz gekleidet mit einem weißen Schal zu der Trauerfeier. Auch viele Weggefährten und Schauspieler kamen nach München, um von Heesters Abschied zu nehmen, darunter der Schauspieler Thomas Fritsch und die Regisseurin Cordula Trantow. Schlagersänger Heino sandte mit seiner Frau Hannelore einen Kranz als letzten Gruß. Geleitet wurden die Trauerfeierlichkeiten mit rund 200 Gästen von dem früheren Starnberger Pfarrer Konrad Schreiegg.

    Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle  hat Heesters bei der Trauerfeier als außergewöhnlichen Menschen gewürdigt. "Wir alle schätzen uns glücklich, dass er uns so lange an seiner Kunst teilhaben ließ. Seine Paraderollen, seine Melodien, seine Stimme und sein Lächeln: All dies werden wir nicht vergessen".  Wie kein Zweiter habe Heesters ein ganzes Jahrhundert geprägt und sei umgekehrt auch von ihm geprägt worden: "Er kam zur Welt in einer Zeit ohne Radio und Fernsehen. Und er feierte jüngst seinen 108. Geburtstag mitten in einer Zeit der medialen Revolution."

    Auf seiner ganz persönlichen Lebensbühne habe Heesters die Menschen neun Jahrzehnte lang fasziniert und aufs Beste unterhalten, sagte Spaenle: "Ich bin überzeugt: Die Erinnerung an Johannes Heesters wird fest wie ein Denkmal stehen - in den Herzen seiner Familie und in den Millionen Herzen all derer, die ihn als Künstler und Mensch bewundert und verehrt haben."  (APA)

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      Kondolenzbuch neben einem Foto von Johanns  Heesters

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