Microsoft kommt in den USA nicht vom Fleck und Blackberry-Hersteller RIM verliert massiv
Nokia und Microsoft stehen vor der schwierigen Aufgabe, das mobile Betriebssystem Windows Phone populärer zu machen. Das vor allem auch in den USA gelingen, einem Kernmarkt für beide Unternehmen. Die Analysten von comScore haben aktuelle US-Marktzahlen veröffentlicht, die jedoch alles anderes als rosig für die Redmonder ausfallen. Demnach konnten nur Android und iOS im Zeitraum von August bis November zulegen. Windows Phone hingegen stagniert. Noch düsterer sieht es jedoch für Blackberry-Hersteller RIM aus, der Anteile einbüßen muss.
RIM verliert massiv
Android wies in den USA Ende November einen Marktanteil von 46,9 Prozent auf, ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber August. Apple ist hinter Googles System mit 28,7 Prozent zwar weit abgeschlagen, konnte im Vergleich zu August aber dennoch 1,4 Prozent zulegen. Hinter den beiden Platzhirschen folgen RIMs Blackberry OS, Microsofts Windows Phone (wobei hier Windows Mobile auch noch dazugerechnet werden dürfte) und Symbian. Alle drei Systeme müssen einen Verlust in Kauf nehmen. RIM verlor mit 3,1 Prozent am meisten und kommt nun auf einen Anteil von 16,6 Prozent. Microsofts Anteile gingen um 0,5 Prozent auf 5,2 Prozent zurück, Symbian sank um 0,3 Prozent auf 1,5 Prozent.
Hoffnung Lumia
Symbian, das nur mehr auf Nokias Smartphones läuft, hat in den USA traditionell kein starkes Standbein - mit ein Grund für den Wechsel der Finnen auf Windows Phone. Für RIM dürfte der Verlust von über drei Prozent innerhalb weniger Monate da schon schmerzlicher sein. Nokia und Microsofts Allianz konnte in den USA außerdem noch keine Früchte tragen, da Lumia 800 und Lumia 710 in den Vereinigten Staaten noch nicht erhältlich sind. Hier wird sich wohl erst im ersten oder zweiten Quartal 2012 zeigen, ob die Strategie beider Konzerne aufgeht.
Samsung vor LG
Die beliebtesten Smartphones kamen in den USA im November von Samsung, mit einem Anteil von 25,6 Prozent und LG mit 20,5 Prozent. Danach folgen Motorola (13,7 Prozent), Apple (11,2 Prozent) und RIM (6,5 Prozent). (br)