Schritt hin zu Anerkennung

Polnisches Gericht erlaubte erstmals Schlesier-Verband

30. Dezember 2011, 13:25

Minderheit in Polen: Vereinigung wende sich an jene, die sich "weder als Deutsche noch als Polen fühlen"

Warschau/Oppeln - Die Oberschlesier in Polen sind in ihrem Kampf um Anerkennung als nationale Minderheit ein wesentliches Stück vorwärtsgekommen: Das Bezirksgericht Opole (Oppeln) erlaubte die Registrierung des Verbands der Menschen schlesischer Nationalität. Wie die "Gazeta Wyborcza" am Freitag berichtete, entschied das Gericht bereits am 21. Dezember, stellte die Erlaubnis dem Verband aber erst am gestrigen Donnerstag zu.

"Das ist mehr als ein Präzedenzfall", sagte der polnische Regisseur Kazimierz Kutz in einer ersten Stellungnahme. "Die Schlesier werden als eigene ethnische Gruppe anerkannt und werden endlich das Minderheitengesetz für staatliche Unterstützung zur Pflege ihrer Kultur und ihrer Traditionen nutzen können." Kutz, der Senator in der zweiten Kammer des polnischen Parlaments ist, engagiert sich seit Jahren für die Anerkennung der Schlesier. Erst im März hatte ein Gericht den Antrag auf Anerkennung als ethnische Gruppe abgelehnt.

In Oberschlesien vermischten sich Jahrhunderte lang deutsche und polnische Kultur. Auch im örtlichen Dialekt mischen sich deutsche und polnische Ausdrücke. Im 20. Jahrhundert fanden sich die Oberschlesier immer wieder im Konflikt zwischen eigener Identität und dem Anpassungsdruck von deutscher oder polnischer Seite. Der neue Verband will sich nach Angaben seiner Gründer an alle in Polen und im Ausland wenden, die sich "weder als Deutsche noch als Polen, sondern nur als Schlesier fühlen". (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2
Herr Wenzel
01

auch in tschechien gibt es "schlesier", bei der volkszählung 2011 bekannten sich 12.231 menschen (0,1%) zu dieser nationalität.

Jürgen Rembremerding
00
13.1.2012, 20:38
Das alte Österreichisch-Schlesien

Das, was Friedrich II. Maria Theresie von Schlesien gelassen hat.

Urquell
10
Tja, nach der Anerkennung kommt der nächste logische Schritt: die eingliederung in die "Länder der Böhmischen Krone"

Es sei den, es würde wieder jemanden nicht passen. Dann müsste wieder das übliche Szenario eingesetzt werden. Eine Militärbasis auf dem Stück Land zu erbauen, einheimischen Aufstand unterstüzen, eine hinkende UN Resolution bestätigen oder gar ein Veto lauten lassen, das internationale Recht so zu biegen dass es dem Machtvorhaben passt und als einen "suveränen" Staat bei seinen Vasalen durchsetzen. Koste die Demokratie was es wolle.

Joseph EU
00
30.12.2011, 18:09
Spannend.........

ich mag das irgendwie - solange sie sich nicht von Polen abspalten wollen....so ein Mix des Besten aus beiden Welten...

Mostbluzza
00
polen ist zu 97% homogen

also da gibts nix mehr zum ... abspalten oder zum minderheitenaufwiegeln.

Joseph EU
00
Der Polenexperte im Mostrausch.....

gibts auch keine Kaschuben mehr, keine Goralen, keine Belarusen und keine Ukrainer...97% wie herrlich sauber....vielleicht 107% ???

Wladimir Burdajewicz
 
00
gibts auch keine Kaschuben mehr, keine Goralen, keine Belarusen und keine Ukrainer...97%

Die gibt es. Genauso wie Ungarn, Kroaten, Slowenen, Sinti und Roma in Österreich. Genauso wie Russen, Polen und und und.... in der Ukraine. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit. Sie anerkennen die Gesetze jeweiligen Landes und nutzen nicht nur Rechte sondern stellen sich der Pflichten.
Eins von diesem Recht, ist gerade eingetretene Weihnachten. Allen 600 000 Orthodoxen Glaubensbekenner- lebenden verschiedener Wurzeln Polen, alles Gute und guten Rutsch ins Neujahr.

Andrei Tchoubrikov
00
30.12.2011, 23:01
a gee...

"solange sie sich nicht von Polen abspalten wollen"
Hab' schon gedacht, Sie haetten Gefallen an historisch Gewachsenem gefunden. Aber nein, ihr grosspolnischer Komplex blueht und gedeiht.
Die Szliachta ist Polens Untergang...

Joseph EU
00
Na Tchoubi....

gewachsene Strukturen....was hat Russland mit gewachsenen Strukturen zu tun - oder ist Raub etwas gewachsenes ??? Na gut Schlesien wurde geraubt vom Preussenkönig - und mit rauben scheinen sie s zu haben....na ja, wie wär das Baltikum, Sibirien, Moldawien, Krim, Südrussland,Kaukasus, die finnischen Lande, Saporisshe (Sich) aka Ostukraine jemals zu RU gekommen wären....bezüglich rauben und anschliessend zerstören autochtoner Kulturen kann ja vergleichsweise kein europäisches Land mithalten...aber glücklicherweise schlägt überall die Bevölkerung gegenüber dem ru. Imperialismus zurück...Gestern Tschetschenien, heute Dagestan - morgen Tatarstan, oder Sibirien, oder, oder ??? ROFLMAO !

Wladimir Burdajewicz
 
00
31.12.2011, 18:39
Die Szliachta ist Polens Untergang...

Wo im Artikel ist die Rede von der Schlachta (nicht Schliachta). Sie leben noch im 16 Jahrhundert. Nicht Polen ist im Untergang, sondern eher Schlachta die keine Spur nach sich hinterlassen hat. Wie man sieht nicht Polen hat ein Glaubwürdigkeitsproblem, sondern Russland und GUS Staaten. Also vor eigener Türe kehren Hr Andrei.

Standard Leser4
 
40
Schlachta = Szlachta= auch Szliachta oder slachta

Und wo redet Andrei von "Schliachta" ? Was Sie immer erfinden um doch noch recht zu haben ist unglaublich.
Sie meinen Polens Adel und er meint eben mit seiner durchaus ueblichen Schreibweise Szliachta Polens Eliten oder "Kriegerkaste"
Anscheinend kommen Sie nicht einmal sprachlich mit, von verstehen wollen wir erst gar nicht reden.....

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
Und wo redet Andrei von "Schliachta" ?

Blind Sie auch noch. Hoffnungslose Fall.

Standard Leser4
 
10

Sie sollten sich neue Brillen kaufen. Bitte, ganz genau die Zeile sagen wo bei Andrei das Wort "Schliachta" steht.

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
Sie sollten sich neue Brillen kaufen

Und jetzt schreiben Sie mir auf russisch Szlachta, Sie Witzbold. "Er kann daher d Wort Szliachta auch fuer Polen benuetzen". Nein kann er nicht, weil polnische schrebweise ist Szlachta und nicht Schliachta. Also nicht nur Brille sondern schalten Sie Ihr Gehirn ein.

Standard Leser4
 
20

Sie sind etwas verwirrt, weil Sie erkennen d Sie wieder Bloedsinn gepostet haben. Nun kann ich die Russen und Weissrussen verstehen wenn Sie Ihre Nachbarn die Polen "Pscheki" nennen. Die Oesterr nennen ja auch ihre Besserwissenden deutschen Nachbarn "Piefke". Auch kann ich dem Poster Andrei verstehen, obwohl ich nicht seine politische Meinung teile, wenn er Sie zu den "Szliachta" zaehlt also zu den Polnischen Kriegsstichlern.

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
Nichts zum Thema

Und jetzt schreiben Sie mir auf russisch Szlachta. Wo bleibt die Antwort?. Sie Sprachengenie.....

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
Anscheinend kommen Sie nicht einmal sprachlich mit, von verstehen wollen wir erst gar nicht reden.....

kapieren Sie endlich, dass Schliachta kommt aus dem Russischen und weil er von polnischen (Pospolite Ruszenie- Allgemeine Bewegung) spricht, redet man von Schlachta. Polnische Schlachta war nicht nur Wohlhabende polnische Geselschaft, aber vor allem Soldaten im Dienst der Könige. lernen Sie polnische Geschichte bevor Sie wieder Ihr Rüssel wohin stecken. Also entweder polnisch oder deutsch, aber nicht über Polen mit russisch.

Standard Leser4
 
10

Keine Angst ich kenne mich in der Polnischen Gechichte gut aus ohne Wiki zu zitieren, so wie Sie es immer tun. Nur geehrter W B dieses Wort kommt im russischen nicht vor, sondern im Weissrussischen und da meine ich doch d Polen eine grosse Weissrussische Minderheit hat. Er kann daher d Wort Szliachta auch fuer Polen benuetzen.
Ihr Wort sind in Weissrussland, prima Nudeln, die jede Hausfrau gerne kocht.

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
Wen zum Teufel interessiert Weißrussland?.

Mich nicht. Also reden Sie nicht von russischen oder weißrussischen Schliachta. Es ist sowieso interessant, wie umgekipptes Fahrad in China.

Joseph EU
01
Also Standardleser 4 ....

wirklich so schlimm mit Herrn WB ???
Ich finde Sie sind manchmal auf einem Auge blind....
Ich bin ja generell mehr pro Ukraine als pro Polen (historisch) - und die Szlachta hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert - aber das heutige Polen kann einem beim A**** lieber sein als Belarus beim Gsicht....
Polen ist ein Leuchtturm an Demokratie in dieser Gegend
und hat wirklich seine Lektion gelernt (trotz der Kerzlschlucker/Radio Marija(Wollhaubenfraktion) ...

Standard Leser4
 
10

Von Ihnen habe ich gar nichts anders erwartet, alles was russisch spricht ist automatisch "boehse" und schlecht, alle anderen sind super.

Joseph EU
00
is das alles........

was sie zu sagen haben ???...übrigens ich hab nix gegen die Sprache an sich - nur gegen "russkie mir" und gegen russifizierung ...übrigens ich entsinne mich das man in Belarus eigentlich nicht zu den "Russen" gehörte und eine eigene Sprache hatte - oder ? Aber nebstbei finde ich natürlich alle andren slawischen Sprachen - und speziell polnisch, slowakisch und ukrainisch 1000x schöner als russisch ....aber wie schon die alten Lateiner sagten : Gustibus non est disputandum ....und ganz zum Schluss - ich finde die ehemaligen Versuche zu "polonisieren" genauso schlimm und besch***en wie das russifizieren - der Unterschied ist, die Polen haben dafür bezahlt - (unter andrem mit Lwiw) und was daraus gelernt - aber Russland ???

Standard Leser4
 
10

Sie entsinnen sich ? Waren Sie schon mal in der Weissrussischen Provinz? Ihren Geschreibsel nach eher nicht.
Natuerlich, hat Weissrussland eine eigene Sprache, Russisch ist halt seit jeher ebenbuerdig, oder rund um Grodna und Brest eben Polnisch. Dies wollen Natis wie Sie und WB nicht wahrhaben. Es ist aber ein Fakt.
Ausserdem haben weder die Weissrussen noch die Russen die ersten Tage des II WK vergessen, damals wurden fast 30 % der Bevoelkerung ermordet. Was ich damit meine koennen Sie selbst deuten. Aber scharf nachdenken!

Wladimir Burdajewicz
 
00
damals wurden fast 30 % der Bevoelkerung ermordet.

Was zum Teufel hat das mit dem Verbreiten der Muttersprache zu tun. Polen war 120 Jahre unter der russischer, deutscher und österreichischer Teilung (Okkupation) und trotzdem die Sprache und damit die Kultur wurde bewahrt. Wie schon der Kochanowski (glaube) sagte. " Die Polen sind keine Gänse und eigene Sprache haben". Wenn für Sie ganz normal (obwohl die Sprache ist vorhanden) in russisch unterrichtet wird (und das ist von Lukaschenka unterstützt und gefördert) dann ist das ein Verbrechen gegen eigene Kultur und eigene Sprache, die unzertrennbar für jedes Volk ist. Außer man in ein Vasall der RF ist.

Standard Leser4
 
30
10.1.2012, 16:00
Sie ziehen falsche Rueckschluesse, in Belarus wurde nach dem Krieg niemand vertrieben.....

In der Schweiz wird auch "Hochdeutsch" in der Schule gefoerdert, warum sollte daher "Russisch" in der Schule ein aufgeben der Weissrussischen Indentitaet sein ?
Es ist nunmal ein Fakt d Russland mit 140 Mill Menschen ein riesiger Wirtschaftsraum ist und Weissrussland fast 50 % seiner Importe / Exporte mit Russland und darueberhinaus mit anderen Post Sowjetischen Laendern taetigt. Von Sofa aus ist leicht Ratschlaege zu erteilen, die vor Ort ganz anders aussehen. Uebrigens warum verkauft sich Polen an Deutschland ? Mehr als 25 % der Auslaendischen Direktinvestitionen, mehr als 32 Mrd Euro kommen aus Deutschland. Diese Abhaenigkeit ist groesser wie die von Belarus zu Russland. Na was sagen Sie dazu ?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.