Facebook Timeline vs. Altes Design - Wo schauen User hin?

30. Dezember 2011, 13:30
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Studie misst Augen-Bewegungen und zeigt Einfluss des Profil-Designs

In den letzten Jahren waren Social Media Profile den steten Veränderungen der sozialen Netzwerke optischen "Umstylings" ausgesetzt. Meist mit positiven Auswirkungen für die Nutzer. Genauso hat sich auch die Art und Weise, wie User die Seiten betrachten, gewandelt. Welche Bereiche man auf Webseiten wie lange anschaut, ist zweifellos eine Frage des (geschickten) Layouts. 

Eye Tracking

Um einen besseren Einblick zu bekommen, wie das Profil-Design die Betrachter beeinflusst, hat der Tech-Blog Mashable das auf Eye-Tracking spezialisierte US-Startup EyeTrackShop hinzugezogen, um visuelle Statistiken für Twitter, Facebook und MySpace zu erstellen. Und zwar davon, wie unterschiedlich Profilseiten vor und nach dem Seiten-Redesign betrachtet werden. Im folgenden wird MySpace aus Relevanz-Gründen ausgespart.

Im Zuge des Tests wurden die Augen-Bewegungen von 30 Versuchspersonen beim Ansehen bereitgestellter Profile gemessen. Die Ergebnisse zeigen einige interessante Beobachtungen. 

Facebook - Mehr Übersicht und Aufmerksamkeit für Werbung

Wenig überraschend werden die Facebook Timeline Titelfotos zuerst bemerkt. Trotzdem blieb der Blick der Studienteilnehmer länger auf dem Profilfoto haften als auf dem Timeline-Titelbild. 

Im Timeline-Design bekommt Facebook-Werbung außerdem mehr Aufmerksamkeit: Während im alten Format 43 Prozent der Testpersonen die "sponsored stories" bemerken, sind es in der Timeline 63 Prozent. Bei der Betrachtungsdauer der Werbeschaltungen gibt es im Durchschnitt keine Unterschiede. 

Persönliche Informationen wie Arbeitgeber und Ortsangabe fallen ebenfalls in der Timeline mehr auf. Durchschnittlich 2,2 Sekunden schauten die Teilnehmer auf diesen Teil im neuen Design - nur 1,6 Sekunden widmen sie diesem Bereich im alten Format.

Twitter

Auch das neue Twitter-Design liefert einen besseren Überblick und Profil-Informationen werden leichter gefunden. Beim Betrachten der alten Profile bemerken die Studienteilnehmer die Tweets vor den Profilen. In der neuen Darstellung war es umgekehrt. (ez, derStandard.at, 30.12.2011) 

  • Hier sieht man, wo der Blick der Studien-Teilnehmer am längsten haften blieb (dunkelrot = lange Verweildauer). Links die Timeline, rechts das alte Format.
    foto: eyetrackshop

    Hier sieht man, wo der Blick der Studien-Teilnehmer am längsten haften blieb (dunkelrot = lange Verweildauer). Links die Timeline, rechts das alte Format.

  • Eintauchen in die Timeline heißt auch die Betrachtungsweise ändern.
    foto: screenshot, facebook.com

    Eintauchen in die Timeline heißt auch die Betrachtungsweise ändern.

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