Mehrwert im Süden

Maik Novotny, 3. Jänner 2012, 17:00
  • Artikelbild
    vergrößern 800x629
    foto: kurt kuball

    Beton zum Durchgucken: der Bürotrakt der Baufirma Sallinger in Liebenfels von Spado-Architekten.

Baukultur in Kärnten: Die Spado-Architekten aus Klagenfurt verbinden mit ihren offenen Räumen Funktion und Ästhetik

Klagenfurt - Was tut man, wenn die Konkurrenz zwar nicht riesig ist, aber die Nachfrage begrenzt? Man kann kooperieren, sich spezialisieren oder informieren. Harald Weber und Hannes Schienegger von Spado- Architekten aus Klagenfurt haben sich für alle drei Varianten entschieden. "Kärnten ist für junge Büros ein guter Standort zum Starten, aber die Kaufkraft ist hier begrenzt. Wir kämpfen täglich darum, dass es weitergeht - aber es geht", sagt Hannes Schienegger.

Bei der Planung des Blumenhotels in St. Veit / Glan kooperierte das 1999 gegründete Büro mit den lokalen Architektenkollegen von Ogris&Wanek. Landschaftsarchitekt Hannes Schienegger brachte die Spezialisierung auf Freiraum gleich mit ins Projekt. "Diese enge Verknüpfung ergibt einen Mehrwert", sagt Schienegger. "Die Zukunft geht immer mehr in Richtung Verdichtung, und dadurch werden die Außenräume wichtiger."

Um Öffentlichkeit und Bauherren davon zu überzeugen, engagieren sich Spado beim Haus der Architektur Kärnten und bringen Baukultur-Diskussionen in Gang. Probleme mit Bauherrn gibt es jedoch selten. Als Paradebeispiel gilt der 2011 fertiggestellte Erweiterungsbau für die Baufirma Bau Sallinger in Liebenfels, der dem bestehenden Satteldachhaus vor die Nase gesetzt wurde. Die perforierte und aufgeschnittene Betonhülle steht als Sicht- und Sonnenschutz frei vor der Glasfassade. "Heutzutage sieht man vor lauter Wärmedämmung oft die Konstruktion nicht mehr. Wir haben sie nach außen gestellt und ihr zusätzliche Funktionen gegeben."

Mehr Schichten Fassade, Mehrwert im Raum: Programm bei den pragmatischen Poeten von Spado. "Bei jeder Aufgabe geht es uns darum, die Welt etwas besser zu verstehen, dazuzulernen." (Maik Novotny, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.12.2011)

  • Geschenk namens Arbeit [6]

    TitelbildDas Wiener Architekturbüro gaupenraub zeichnet sich nicht nur durch Projektgeschenke an Obdachlose aus

  • Die Struktur der Arbeit [2]

    TitelbildMöbelrutschen und Snowboarden. Das Innsbrucker Architektenbüro Bad Architects würde gerne ein Bürohaus bauen

  • Sichtschutz und Fenster [8]

    TitelbildOb für Stadtrandbewohner oder Schubhäftlinge: Für die Wiener SUE Architekten zählt das Maß von Privatheit und Öffentlichkeit

  • Erst reden, dann bauen

    TitelbildRaus aus dem Elfenbeinturm: Katharina Bayer und Markus Zilker vom Büro einszueins entwickeln Häuser aus der Kommunikation

  • Hobby mit 120 Prozent [8]

    TitelbildDie Salzburger Architekten hobby a. haben Spaß an der Arbeit. Ob Krokodilgrün oder modular zerlegbar - man sieht es an den frechen Projekten der letzten Jahre

  • Mehrwert im Süden [6]

  • Ein Kreuz mit fünf Ecken [2]

    TitelbildDie x-Architekten aus Linz schälen Räume aus der Landschaft und verstecken helle Kerne in dunklen Schalen. Ganz neu: eine Seelsorgestelle

  • Denn die Farbe hat keinen Maßstab

    TitelbildDie Purpur-Architekten träumten davon, Wohnungen eigenständig zu errichten. Heute entwickeln sie ihre Projekte selbst

  • Frau der Schwerelosigkeit [5]

    TitelbildIm Gegensatz zu anderen Architekten muss sich Barbara Imhof nicht mit der Schwerkraft herumplagen: Sie plant für Astronauten

  • Gute Laune ohne Lederhose [8]

    TitelbildUlrich Stöckl und Michael Egger machen Baukultur am Rande Tirols und haben viel Spaß dabei

  • Stromlinien in Form

    TitelbildRames und Karim Najjar lassen sich für ihre Architektur vom Design von Yachten inspirieren. Und die Brüder planen diese gleich mit

  • Ideen in Bewegung

    TitelbildFreiraum im Gefängnishof, Freiheit für den Donaukanal: Gabu Heindl forscht theoretisch und plant praktisch, wie man Räume benützt

  • Von der Mur bis Manhattan [5]

    TitelbildBüros in drei Städten, Bauten von S bis XL: Die Architektinnen mit dem affirmativen Namen "yes" lassen sich in keine Schublade stecken

  • Räume voller "Rosen" [1]

    TitelbildHeike Schlauch und Robert Fabach vom Bregenzer Büro raumhochrosen bauen für eine spezielle Kundschaft: Kinder und Singvögel

  • Pragmatik auf Rezept [1]

    Das Büro tp3 aus Linz liefert Architektur und Grafik aus einer Hand

  • Kanten für das Land [8]

    TitelbildBodenständiger Name, innovativer Inhalt: Das 2009 gegründete Wiener Büro Franz erfindet neue Räume aus einfachen Formen

  • Abschreckende Fassaden [13]

    TitelbildFür das Wiener Büro t-hoch-n spielen km/h eine wichtige Rolle. Da werden Busse geplant und Geschäfte aus der Perspektive einer Straßenbahn

  • Auf jeder Feuermauer ein Paradiesgarten [1]

    TitelbildArchitekt Michael Wallraff plant vertikale Erholungsgärten. Hört sich utopisch an, ist es aber nicht. Das erste Projekt ist in Bau

  • Kiemen auf Knopfdruck

    TitelbildDas Büro soma architecture liebt das Experiment. Der Pavillon auf der Expo 2012 in Yeosu besticht durch eine bionische Fassade

  • Turmbau mit Hüftschwung [61]

    TitelbildDas Architekturbüro Klaura+Kaden ist ein Anhänger des Holzbaus. Das neueste Projekt ist ein 100 Meter hoher Aussichtsturm

  • Schanzwerk aus Tirol [31]

    TitelbildGeschwindigkeit und Eleganz: Die Baukünstler von LAAC Architekten aus Innsbruck lieben die Dynamik von Ski und Bob

  • Bauidee und Badehose [11]

    TitelbildDer Architekt Clemens Kirsch ist nicht nur ein begeisterter Pausenschwimmer, vielmehr auch ein wahrer Profi in Sachen Bildungsbau

  • Hawelka in Neon [1]

    TitelbildDas Architekturtrio Ten.Two macht sich mit Restaurant-Interieurs einen Namen

  • Salat aus der Zukunftsbox [14]

    TitelbildDas Wiener Büro Span entwirft und plant mithilfe digitaler Medien. Das nächste Projekt ist einfuturistischer Biomarkt in Amstetten

Esstbakterienjoghurt Damitdanonewasverdient
21

Sehr schön. Und wie schaut´s tatsächlich mit den Energiekennzahlen dieses Zubaus aus?

Franz Rieser der Phaeton von 1987
53
Das nennt man Fortschritt:

Früher hieß es: "Wenn der Architekt nicht weiter weiß, macht er einen Kreis!"

Heute: "Weiss der Architekt an Dreck, macht er ein Dreieck!"

Kayjay _
01

mit verlauben, sie sind ein de**.

Franz Rieser der Phaeton von 1987
00
10.1.2012, 11:44
warum?

QUANTUM
11

wunderschön

hätt ma nicht das alte satteldachhaus dafür enfernen können? würde den blick nicht so trüben ;)

gaisbock
12
Sehr modern!

und die kleinen Dreieggaln sitz´n oba scho wiaklich guad - Kompliment.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.