Anfragebeantwortung

Hohe Unterschiede bei Kosten und Kostenentwicklung für Uni-Rektorate

30. Dezember 2011, 13:03

TU Wien mit meisten Ausgaben - Uni Innsbruck mit höchster Steigerung

Wien - Die Personalkosten für die Rektorate an den Universitäten sind sehr unterschiedlich - und hängen nicht unbedingt von der Größe der Einrichtung ab. Seit Inkrafttreten des Universitätsgesetzes und damit der Autonomie der Unis 2004 haben sich zudem diese Kosten völlig unterschiedlich entwickelt. Es gibt Unis, wo die Aufwendungen für die Rektorate zwischen 2004 und 2010 praktisch unverändert geblieben sind. An anderen haben sich die Kosten dagegen fast verdreifacht, wie aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle hervorgeht.

Das Rektorat einer Uni besteht aus dem Rektor und bis zu vier Vizerektoren. Der Arbeitsvertrag mit dem Rektor und damit die Höhe des Gehalts wird vom Universitätsrat abgeschlossen. Der Rektor bestimmt dann Zahl und Beschäftigungsausmaß der maximal vier Vizerektoren. Unterschiede in den Personalkosten der Rektorate können sich nicht nur aus der Höhe der Gehälter, sondern auch aus der Zahl der Vizerektoren ergeben. Die in der Anfragebeantwortung genannten Summen für die Personalkosten der Rektorate bestehen u.a. aus Gehältern, Aufwandsentschädigungen, Provisionen und Nebenleistungen.

TU Wien: 1,121 Millionen Euro

2004 lag die größte Hochschule des Landes, die Uni Wien, mit Aufwendungen für das Rektorat in Höhe von 660.000 Euro noch an erster Stelle. 2010 hat die Technische Universität (TU) Wien mit 1,121 Millionen Euro die Spitze übernommen - und das bei nicht einmal einem Drittel der Studentenzahl der Uni Wien. Dort betrugen 2010 die Personalkosten für das Rektorat 945.000 Euro. Auch die Medizin-Uni Wien (935.000 Euro) und die Wirtschaftsuni (WU) Wien (912.000) liegen nun in diesem Bereich.

Am anderen Ende der Skala rangieren die Universität für Angewandte Kunst Wien mit Personalkosten für das Rektorat in Höhe von 276.000 Euro im Jahr 2010 und die Musik-Universität Graz (302.000). Einmal mehr zeigt sich dabei, dass nicht die Größe der Institution entscheidend ist: So hat etwa die Kunst-Uni Linz deutlich weniger Studenten als die Angewandte, die Personalkosten für das Rektorat sind aber mit 552.000 Euro doppelt so hoch.

Verdreifachung in Innsbruck

An der Montanuniversität Leoben (2010: 470.000 Euro) und der Universität Klagenfurt (495.000) haben sich die Personalkosten seit 2004 nicht einmal um einen Prozent erhöht. Mehr als bzw. fast verdoppelt haben sie sich dagegen an der Universität Salzburg (plus 118 Prozent auf 592.000 Euro), der Medizin-Uni Innsbruck (plus 113 Prozent auf 612.000 Euro) und der TU Wien (plus 96 Prozent auf 1,121 Mio. Euro). Am stärksten sind die Personalausgaben für das Rektorat an der Uni Innsbruck gestiegen, und zwar von 312.000 Euro auf 828.000 Euro - nahezu eine Verdreifachung. (APA)

smea_gol
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Brisant ist das mit der TU vor allem auch in Anbetracht der momentanen finanziellen Situation der TU.

Die Fakultäten werden gezwungen, den Gürtel enger zu schnallen, notwendige Lehraufträge werden nicht mehr erteilt, da keine Kröten mehr da sind.

2010 wurde mit einem Minus von fast 15 Millionen bilanziert.
(http://diepresse.com/home/bild... denfalle).
Da fragt man sich halt schon, warum jährlich 1 / 15 des Schuldenstands (vermutlich inzwischen höher) in die 5köpfige Führungsriege fließen? Die Leute sollen ja gut bezahlt werden, keine Frage, aber...

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