Nabucco-Konkurrent

Putin will Baustart von South-Stream auf 2012 vorziehen

30. Dezember 2011, 12:56

Moskau - Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin will den für 2013 geplanten Baubeginn für die Erdgas-Pipeline South Stream vorziehen. "Es wäre gut, wenn die Arbeiten schon Ende nächsten Jahres beginnen", sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit dem Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller. Am Mittwoch hatte die Türkei die Verlegung der Pipeline durch ihre Hoheitsgebiete im Schwarzen Meer genehmigt.

South-Stream soll Erdgas von Russland über das Schwarze Meer nach Bulgarien und von dort in zwei Leitungen bis nach Österreich und Italien bringen. Indem die Leitung rund 900 Kilometer durch das Schwarze Meer führt, wird die Ukraine umgangen, mit der sich Russland in einem Dauerstreit um den Gastransit befindet. An South Stream sind neben Gazprom auch Wintershall aus Deutschland, Eni aus Italien und EDF aus Frankreich beteiligt.

Eine schnelle Errichtung von South Stream könnte nicht nur der Konkurrenz-Pipeline Nabucco die Luft aus der Röhre nehmen, sondern auch als schnelle Maßnahme gesehen werden, um sich das durch Schiefergas bedrohte Absatzvolumen zu sichern. (red/APA)

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