Feiertag der Orangen Revolution abgeschafft

30. Dezember 2011, 12:12

Stattdessen wird "Tag der orthodoxen Einheit und Freiheit" eingeführt

Kiew - Sieben Jahre nach der prowestlichen Orangenen Revolution hat der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch den Feiertag zu Ehren des demokratischen Protests abgeschafft. Statt am 22. November den "Tag der Freiheit" zu feiern, begeht die Ex-Sowjetrepublik künftig am 22. Jänner den "Tag der orthodoxen Einigkeit und Freiheit", wie das Präsidentenamt am Freitag mitteilte.

Mit der Orangenen Revolution hatte das Volk 2004 gegen Fälschungen bei der Präsidentenwahl demonstriert, nachdem der damalige Regierungschef Janukowitsch zum Sieger erklärt worden war. Sein damalige Hauptrivale, der später Präsident Viktor Juschtschenko, sowie die heute wegen angeblichen Amtsmissbrauchs inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko hatten damals die Proteste angeführt.

"Nur eine orthodoxe, unabhängige und freie Ukraine kann der Gemeinschaft wohlhabender Staaten als gleichberechtigter Partner und möglicher Führer der mittel-osteuropäischen Region beitreten", hieß es nach Medienberichten in dem Erlass. Die orthodoxe Kirche gewinnt 20 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion immer mehr an Bedeutung in der Ukraine.

Der neue Feiertag erinnert an den 22. Jänner 1919, als sich die Ukrainische Volksrepublik und die West-Ukrainische Volksrepublik zu einem Nationalstaat zusammenschlossen, der allerdings nur knapp vier Jahre Bestand hatte. (APA)

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17 Postings
karl radek1
02
30.12.2011, 17:13
"Revolution"

war für diese Machtübernhame ohnehin immer stets mit Anführungszeichen zu schreiben.

binGeladen
17
30.12.2011, 15:45

armer soros ... so viel gel und dann nicht mal ein feiertag

Diversion
02
30.12.2011, 15:43
"tag der einheit"

eine echte demokratie benötigt keinen "tag der einheit" da in einer demokratie per se mehrere unterschiedliche meinungen zugelassen werden!

sed s/./_242_/g
00
30.12.2011, 15:33

Das ist aber ein sehr unorthodoxes Vorgehen.

der schwitzbär der schwitzt sehr
01
30.12.2011, 14:57
dann verdient der Sohn vom Janokowitsch nix mehr an den Markenrechten ?

Der 20-jährige Burli des "demokratischen" westlichen Präsidentschaftskandidaten hat an jeder orangen Flagge, an jedem orangen Schal mitverdient, weil er sich vorher die Markenrechte gesichert hatte

Er war der ersten 7er-BMW Fahrer in Kiew und stets mit einem Trupp Haute-Volé mit Schampus und Minirock-Mädchen unterwegs

ja, wenn der Herr Soros Revolutionen macht, dann lohnt es sich

Verwunderlich, daß nur die Gasprinzessin einsitzt.

Walter Bimini
02
30.12.2011, 22:00
der sohn von juschtschenko

damit keine verwirrungen entstehen.

byron sully
31
30.12.2011, 13:13

die ukraine entwickelt sich unter janukowitsch in eine sehr unerfreuliche richtung. da sollte die EU ein auge drauf werfen.

Walter Bimini
00
30.12.2011, 22:02
und wie sollte die eu

das machen?

sie ist selbst pleite.

. Diogenes
00
11.1.2012, 09:55
byron sully sprach von Auge drauf werfen

nicht von Geld.

byron sully
00
31.12.2011, 18:25

was hat die finanzsituation der EU mit dem einsatz für menschenrechte zu tun?

Kronen Zeitung Verbrennungsmobil
 
00
30.12.2011, 14:43

sollte sie das?

menlo
03
30.12.2011, 12:43
Welche orthodoxe Kirche meint er denn?

Russisch-Orthodoxe Kirche, Ukrainisch-Orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats, Ukrainisch-orthodoxe Kirche Kiewer Patriarchats oder die Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche?
Die sind alle untereinander zerstritten, von Einheit kann da kaum die Rede sein.
Erinnert mich an Monty Python und die Volksfront zur Befreiung Judäas..

Jedenfalls genauso überflüssig wie der orangene Feiertag...

A K3
00

Es gibt in der UA keine "Russisch-Orthodoxe Kirche" als solche, sondern die zur Russischen Orthodoxen Kirche - Moskauer Patriarchat (ROK MP) gehörende autonome und selbstständige Ukrainische Orthodoxe Kirche (UOK), die immerhin die größte Kirche der Ukraine darstellt und von der Weltorthodoxie anerkannt wird. Alle anderen orthodoxen Gruppen gelten vom Standpunkt der Weltorthodoxie, darunter auch das Ökumenische Patriarchat, als schismatisch (was nicht abwertend gemeint ist). Ansonsten gibt es auch Gemeinden der Russischen Auslandskirche, die die Vereinigung mit dem MP ablehnten. Wenn schon , denn schon: engstens zusammengearbeitet mit dem KGB hat übrigens gerade der Kiewer "Patriarch" Filaret.

Joseph EU
20
30.12.2011, 18:07
Na was wohl kann ein Verräter wie Janu schon meinen ???

Natürlich die Okkupantenkirche Orthodoxe Moskauer Patriachat ....und das ist auch gut so....das bedeutet weiterhin die Spaltung transparent halten und den Widerstand gegen die Russifizierung der Ukraine am Kochen zu halten....die KGB-Kirche MP mit ihren grossrussischen Attitüden/Plattitüden kommt echten Ukrainern "grad" recht....Nun dieser peinliche Feiertag wird verschwinden, so wie Janukowitsch auch - früher oder später....da kann papsterl noch so rumschleimen, Ukrainer sind Europäer - und werden es bleiben - vor allem sind sie keine Russen...und unterwerfen sich nie....Janukowitsch verliert monatlich mehr an Zustimmung - die nächsten Wahlen werden sicher spannend - entweder Fälschung oder Bürgerkrieg...arme Ukraine...

Superschlau
01
30.12.2011, 14:02

sollte jemand an Details interessiert sein, sei die Dissertation "Soziolinguistische Aspekte der aktuellen Sprachenfrage in den ukrainischen Kirchen des byzantinischen Ritus" von Dr. Manuela Miklas ans Herz gelegt:

http://othes.univie.ac.at/1153/1/20... 402157.pdf

Voll in die Kaldaunen!
11
30.12.2011, 13:11
Welche orthodoxen Kirchen er meint?

Sie können davon ausgehen, dass er alle orthodoxen Länder meint, die dem Warschauer Pakt nachtrauern ... mit Betonung auf "Tag der orthodoxen Einigkeit ..."!

Goran Markovic
00

westeuropäische arroganz und saudumm noch dazu. die kommunisten war nicht gerade religiös, nur wenn es um ihre eigene religion ging, dem kommunismus

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