Bis Ende 2012

Hypo Kärnten bekommt für Risikopuffer mehr Zeit

30. Dezember 2011, 10:49

Finanzmarktaufsicht erstreckte Frist um neun Monate. Die Bank sieht die Eigenkapitallücke derzeit bei 500 Millionen Euro

Klagenfurt - Die Kärntner Hypo Alpe Adria Bank hat zur Aufbringung eines millionenschweren Eigenkapitalpuffers bis Ende 2012 Zeit. Ursprünglich war der Bank von der Finanzmarktaufsicht der 31. März 2012 vorgeschrieben worden. Der Zeitraum wurde nun allerdings erstreckt, teilte das Unternehmen am Freitag in einer Ad-hoc-Meldung mit. Der zusätzliche Eigenkapitalbedarf der Bank war Mitte 2011 noch mit 1,5 Milliarden Euro beziffert worden, zuletzt hatte AR-Vorsitzender Johannes Ditz von "unter 500 Millionen Euro" gesprochen.

Die Eigenmittelquote soll nun bis 31.12. 2012 auf 12,04 Prozent klettern, derzeit liegt die regulatorische Eigenmittelquote der Hypo bei 10,54 Prozent (Stichtag: 31.10.2011). Mit der Fristverlängerung zur Erfüllung des Kapitalerfordernisses würden die Aufsichtsorgane das strategische Konzept der Bank würdigen, hieß es in der Aussendung. Das Konzept sei auf Risikoreduzierung durch Abbau und Reprivatisierung ausgelegt.

Die Bank begrüßte den nunmehrigen Entscheidungsentwurf der FMA. Die Verlängerung bedeute eine Berücksichtigung der erfolgreichen Reorganisation der Risikosysteme. Die "Konsolidierungsstrategie" soll im Jahr 2012 fortsetzen werden. Die Tochterbanken in Österreich und Italien würden derzeit für den Verkauf vorbereitet, hieß es in einer Aussendung. Der Zeitpunkt der Verkäufe hänge allerdings von den Marktgegebenheiten ab.

"Wir betrachten diesen Bescheid als Auftrag, unseren eingeschlagenen Kurs weiter konsequent und zielstrebig zu verfolgen", sagte Hypo-Chef Gottwald Kranebitter. Man setze alles daran, bis Ende 2012 die Kapitallücke schließen und erwarte eine entsprechende Würdigung der weiteren Fortschritte durch die Aufsicht, so Kranebitter. (APA)

BBSS
10
30.12.2011, 22:10
"Risikopuffer ???

.

Spart euch dieses dümmliche, neurolinguistische Programmieren; diese Schönrederei.

Diese Gelder sind eine reine Verlustabdeckung der bereits eingetretenen Verluste, die jetzt nur scheibchenweise bekanntgegebenen werden.

Diese Verluste betragen wahrscheinlich mehr als 20 Milliarden Euro, da von den insgesamt aushaftenden 41 Milliarden Euro wahrscheinlich fast 50% ausfallen werden.

parmigiano
00
30.12.2011, 17:31

da der artikel von "hypo kärnten" und "hypo alpe adria bank" schreibt, aber auch von ihren tochterbanken, auch in Ö:

es geht dann offenbar nicht um die hypo alpe adria bank (bzw hypo kärnten), sondern um die konzernmutter "hypo alpe adria bank international".

ein bisschen sorgfältiger kann auch die APA sein.

Meklon von Andromeda
 
02
30.12.2011, 12:59

Gutes strategisches Konzept find ich nett. Die Manager müssen natürlich diese Bank noch möglichst lang auf Steuerzahlerkosten am Leben halten, bei den Bezügen... Bis man eines Tages dann doch traurig resümiert, dass leider wegen der besonders schlechten Wirtschaftslage ein geordneter Rückzug erforderlich sei. Anderes Szenario: "das böse Sparpaket ist Schuld am Tod der HAA!" Wäre auch eine lustige Schlagzeile in Kärnten.

Wie lange kann man diese Pleitebank noch als funktionstüchtig und sanierbar dem Volk verkaufen?

a number only
03
30.12.2011, 16:25

Das große Finale hat sowieso vor einer Woche der Peschorn eingeleitet, der angekündigt hat, jetzt quasi permanent ins Lenkrad greifen zu wollen (sprich das operative Geschäft mitzubestimmen). Mit der neuesten Idee des CSI Hypo Supermans und der Schottermizzi im Hintergrund (ist die Frau wirklich so naiv oder nur auf ÖVP/Kreml Linie?) ist es nur mehr ein Frage der Zeit, wann das Duo Kranebitter/Ditz das Totenglöcklein aktivieren müssen.
Die Zeit bis dahin wird für den Steuerzahler sündteuer, aber "mir hamms ja"...

Kontrahent1
00
30.12.2011, 11:55
Wie wäre es, wenn die Bezüge

der Direktoren einmal etwas zurückgenommen würden? Mehr als der Bundeskanzler brauchen sie nun wirklich nicht zu verdienen, obwohl sie wahrscheinlich fähiger sind, als der;-)

prometheus7888
01
30.12.2011, 15:37

na ich weiß nicht, der Kranebitter hat ja auch bei Libro eine Unternehmensbewertung vorgenommen und angenommen, dass diese Gesellschaft ewig existiert, kurz darauf ist Libro in Konkurs gegangen.
Jetzt gibt es wieder eine gute "Strategie" für die Hypo Alpe Adria... Ich glaube, der Kranebitter will nur seine hohen Bezüge weiter lukrieren, spätestens in 1 - 2 Jahren folgt dann das endgültige Aus (was selbstverständlich nicht vorhersehbar war).

a number only
00
30.12.2011, 11:27

ad hoc Meldung diesbezüglich finde ich lustig, wenn es schon vorweg im Standard gestanden ist: Entweder ist der Standard zu schnell beim Recherchieren oder die IR/PR Abteilung der Hypo zu lax?
Spricht jedenfalls für die guten Kontakte des Standard!

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