342 Millionen Euro

Raiffeisenbanken legen bei RZB zu, geben Ost-Teile ab

30. Dezember 2011, 10:25

Raiffeisenlandesbanken zeichnen RZB-Partizipationskapital, die RZB übernimmt im Gegenzug von Landesbanken deren Anteile an Ostbanken

Wien - Die Raiffeisenlandesbanken haben als Aktionäre der Raiffeisen Zentralbank (RZB) 342 Millionen Euro Partizipationskapital gezeichnet. Das frisch emittierte Partizipationskapital wird fast ausschließlich dafür genutzt, bisher von den Raiffeisenlandesbanken gehaltene Anteile an Netzwerkbanken in Zentral- und Osteuropa zu erwerben, teilte die RZB am Freitag mit.

Konkret werden von der RZB - vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung - 24 Prozent an der Raiffeisenbank a.s. in der Tschechischen Republik und rund 13 Prozent an der Tatra banka a.s. in der Slowakei übernommen. Für diese Transaktionen wird ein Kaufpreis von insgesamt rund 342 Millionen Euro bezahlt.

Damit werde die Konzernstruktur der RZB-Gruppe optimiert und gleichzeitig die Kapitalposition unter Basel III verbessert, weil in den neuen Eigenkapitalvorschriften Minderheitsanteile anderer Aktionäre nur begrenzt als Eigenmittel anerkannt werden. Dies bereits ab 2013, da die österreichischen Bankenaufsichtsbehörden das Einführungsdatum von Basel III vorgezogen haben.

Die Möglichkeit zur Ausgabe von bis zu 600 Millionen Euro PS-Kapital wurde vorgestern auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der RZB beschlossen. Diese neuen PS der Landesbanken sollen wie berichtet im ersten Halbjahr 2012 mit den schon früher gezeichneten (nichtstaatlichen) PS-Scheinen in Stammaktien bzw. Kernkapitalbestandteile umgewandelt werden. Mit der Wandlung der privat gezeichneten PS will die RZB einen Teil der neuen von der europäischen Aufsicht EBA vorgegebenen Kapitalzielquote von 9 Prozent bis Juni 2012 bewerkstelligen. (APA)

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