"Face to Unlock"

Apple-Patent für ausgefeilte Gesichtserkennungs-Technik

30. Dezember 2011, 10:14

"Austricksen" mit Fotografie soll nicht möglich sein

"Swipe to Unlock" könnte in der nächsten iOS-Generation der Vergangenheit angehören. Wie derzeit bereits das Galaxy Nexus könnten bald auch Apple-Geräte "Face to Unlock" - eine Funktion zum Entsperren des Geräts mit dem eigenen Gesicht - bieten. Ein neuer Patentantrag von Apple zeigt, dass der Konzern an einer neuen Technologie für Gesichtserkennung arbeitet, die auf einer "High Information Portion"-Analyse des Gesichts basiert anstatt das gesamte Antlitz zu erfassen. 

Fehlerquote

Indem einzelne Teile wie Augen, Mund oder Nase analysiert werden, sollen Nicht- und auch Fehlerkennungen verhindert werden. Ein weiteres Novum bei der patentierten Technologie betrifft den Energieverbrauch, der stark reduziert werden soll. So kann das Feature im Hintergrund immer aktiviert sein. Die Technologie mit einem Foto der Geräte-Besitzer zu überlisten, soll nicht möglich sein. Auf einem Galaxy Nexus wurde "Face to Unlock" mittels einer Fotografie hinters Licht geführt, berichtete Wired und zeigt auch ein Video dazu.

"Gag-Feature"

Im Jahr 2010 hatte Apple das auf Gesichtserkennung spezialisierte Software-Unternehmen Polar Rose übernommen. Der Konzern-Philosophie entsprechend handelt man auch hier nicht allzu hastig und will wohl erst eine ausgereifte Technologie auf den Markt bringen. Hier scheint es nämlich beim Samsung-Pionier, dem Galaxy Nexus, zu hapern. Die Funktion wird von vielen eher als "Gag-Feature" bezeichnet und liefert eine hohe Nichterkennungsquote. 

Mehrere Benutzerkonten

Sollte nun Apple eine sichere und verlässliche Gesichtserkennungs-Technologie liefern, ist die Anwendungsvielfalt groß. Denkbar wäre beispielsweise - wie bei OS X - mehrere Benutzerkonten einzurichten, die mit dem Gesicht der jeweiligen Person aufrufbar wären. Auch einzelne Funktionen ließen sich so für einige Nutzer limitieren. Ein Vorteil bei iPads, die häufig von der ganzen Familie genutzt werden. 

Massenmarkt

Zwar ist Apple dafür bekannt noch nicht ausgereifte Technologien massentauglich zu machen, die Gesichtserkennungssoftware aber stellt eine große Herausforderung dar. Bleibt abzuwarten, ob es Apple schafft bei "Face to Unlock" eine genauso hohe Sicherheit zu gewährleisten wie bei der PIN-Eingabe, um es in naher Zukunft in iPhone und Co einzubauen. (ez, derStandard.at, 30.12.2011)

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ZM
00

das hätte George Orwell nicht in den wüstesten Träumen geglaubt.

Smartlatin
01
Was man nicht alles über sich ergehen lassen muss

Folgendes Szenario:

"Bin gerade überfallen und zusammengeschlagen worden. Augen zugeschwollen, Nase gebrochen und blutend."

Face to unlock nicht erfolgreich => Siri spricht zu mir: Dieses iPhone gehört Hr. ..., bitte geben Sie dies bei der nächsten Polizeidienststelle ab.

Me: Ich bin der Hr. ..., ruf bitte die Polizei an.

Siri: Das Telefon wurde gesperrt, wir haben Ihre GPS Koordinaten an die nächste Polizeidienststelle weitergeleitet und Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

Me: Heast, I bin übavolln wurn.

Siri: Bitte sprechen Sie nochmals laut und deutlich.

Me: Du orschkroibl.

Siri rastet aus: Halt dein verdammtes Maul, du hässlicher Trottel. Schau in den Spiegel.

Tja, des woas mit dem Eierphone.

Smartlatin
00
Alter Hut

Habe das mit dem Face to unlock von meinem Laptop ausprobiert.

Zugriff verweigert, bitte geben Sie Ihren Benutzernamen und Passwort ein.

Irgenwie auch ganz logisch. Nach einer durchzechten Nacht und dem anschließenden schlimmsten Hangover meines Lebens konnte er mich mit dem angeschwollenen Auge und der mit Taschentüchern vollgestopften blutenden Nase nicht wiedererkennen.

Wie will Apple das lösen?

12345 ... weiter weiss ich nicht!
00
DAS KILLERFEATURE!!!

Oh mein Gott! Ich hatte schon Angst ich würde eine Sehnenscheidenentzündung bekommen vom entsperren des Smartphones!

Sir Harry....
01
Ich beobachte diese Patentschlachten mit wachsender Genugtuung.

Dieses Beispiel demonstriert sehr gut, warum.

Denn es zeigt mit aller Deutlichkeit, wo das größte Problem des aktuellen Patentwesens ist: es eignet sich nicht mehr, um den Erfindern ihre berechtigten Ansprüchen zu sichern. Dafür ist es zu einem exzellenten Mittel zur Bekämpfung des Wettbewerbs geworden.

Je öfter derartige Patente eingereicht, erteilt und dann für ungültig erklärt werden, umso schneller werden die Gesetzgeber dazu gezwungen, die Kriterien der Patentierbarkeit zu revidieren.

Bravo Apple! Nur weiter so! Ihr seid im Kampf für eine gute Sache meine größte Hoffnung.

Österreicher_im_Kriesengebiet
20
31.12.2011, 22:03
tja...

...schade nur dass Google nicht auf Schlammschlacht steht... sonst würde es hier ganz arg nach Patentstreit riechen... schliesslich ist face to unlock seit Android ICS "standard"...
Aber klar... man nennt's bald iFace4iunlock und schon hat es Apple "erfunden" :) und klar... verklagt dann Google weil sie ein Patent verletzen dass nicht existierte als diese schon erfolgreich damit arbeiteten ;)

Analytische Tänzchen
00

Nur hat Apple das Patent schon vor 2 Jahren eingereicht..

Freebird
01
31.12.2011, 23:45

Schlicht und ergreifend: Blödsinn. Die Lösung von Google ist so schlecht, die kannst du in der Pfeife rauchen. Außerdem gab's, um der Wahrheit die Ehre zu geben, dies schon lange vor Google. Ein krampfhafter Versuch, ein Feature zu bringen, das Apple nicht bietet, um sich irgendwie zu differenzieren, und sei es auf Kosten einer halbwegs tauglichen Lösung der "Lady of perpetual Beta"...

CouchDB
00
"prior art"

Ganz klar "Prior Art" wie es eigentlich im JEDEM Patentgesetz beschrieben ist. Dabei ist es NICHT relevant wie gut die Lösung funktioniert sondern das das Wissen darüber vorhanden ist - siehe Wankelmotor.
Daher wäre eigentlich die verschiedene Implementierung des ein und selben Verfahrens NICHT patentierbar. Solange aber die Nicht-Pateninhaber nachweisen müssen das es sich hier um "Prior Art" handelt und solange man zu Unrecht kassiert Lizenzzahlungen nicht zurückzahlen muss wird das Spiel weiter laufen...
Auf zum nächsten "Patentkrieg" den sowohl Android (Google) wie auch das kommende W8 (MS) werden diese Technologie beinhalten.

Freebird
00

Richtig. Aber es ging mir in erster Linie um die provokative Behauptung, dass Google hier etwas ganz Neues innovatives geliefert hätte... ;)

Android1337
32
31.12.2011, 06:42
Hoffentlich darf man in Zukunft noch lizenzkostenfrei ein abgerundetes Gesicht haben...

Fritz Meyer
03
31.12.2011, 02:51
So "ausgefeilt" wie bei Android?

http://www.youtube.com/watch?fea... wfYSR7HttA

Waldorf and Statler
 
32
30.12.2011, 23:14

*Gähn*

Was soll daran neu sein? Partielle Erkennung ist eigentlich der Standard, da es viel schneller berechnet werden kann. Wir machen damit halt mechanische Türen auf.

Bin ja mal gespannt wann Apple das Licht erfindet.

Freebird
00
31.12.2011, 13:23

Wenn diese Art und Weise der Erkennung nicht neu ist, wie kann sie dann patentiert werden???

Waldorf and Statler
 
00

Weil man Bspw. nur eine andere Herangehensweise im Code braucht, um ein Patent beantragen zu können.

Der reinste Schwachsinn.

Freebird
00

Warum eigentlich? Wenn diese Herangehensweise gravierende Fehler vermeidet (Verwechslung mit Foto) oder gravierend weniger Ressourcen verbraucht (Batterielaufzeit)? Das ist doch auch innovativ und schützenswert, oder?

Waldorf and Statler
 
00

Wie man es nimmt.

Die fehlerhaften Ansätze welche sie gerade Ansprechen, haben nichts mit einer Gesichtserkennung zu tun. Das ist nichts anderes als ein Zweidimensionaler Pixelvergleich. Siehe Überlistung via Foto.

Im Artikel steht leider nichts davon was Appel nun wirklich machen will, aber nur Teilbereiche des Gesichtes heranzuziehen, ist keine Neuerung, sondern seit jeher Standard.

Eine unserer Erkennungen ist mittlerweile so weit, auf einem Flughafen unter tausenden Menschen eine Person mittels Blacklist zu indentifizieren.

"Leider" braucht es zur Zeit noch enorme Hardware dahinter, was das Ganze für den normalen Einsatz doch etwas teuer macht.

Fuzzface
00

Ein Hersteller lässt sich ein sicheres und energiesparendes Verfahren zur Gesichtserkennung auf mobilen Geräten patentieren, und Sie vergleichen das mit Software, die auf Workstations läuft?

Bitte überlegen Sie sich das nochmal in Ruhe durch...

Waldorf and Statler
 
00

Laut Artikel ist die geplante Neuerung, dass nur Teilbereiche herangezogen werden. Sry, aber das ist keine Neuerung und keines Patentes würdig. Es ist furzegal auf welcher Plattform die Software läuft, das hat mit einem Patent nichts zu tun.

Bob Kelzo
11
31.12.2011, 14:20

Weil das Patentsystem schlecht ist. Ständig werden auch Patente wieder aberkannt. Gerade diese Woche wurden Oracle einige Patente aberkannt.

Leider wird zu viel als Patent zugelassen. Im Softwarebereich haben Patente zum Beispiel gar keinen Sinn.

Peter W1
 
72
30.12.2011, 19:19

Aha, ich verstehe. Google bringt also Innovationen auf den Markt. Und was macht Apple? Kopiert sie blind und versucht wiedermal ein Patent zu bekommen, dass vor Gericht nicht hält, weil es die Konkurrenz längst im Einsatz.

Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Soviel zu "Apple ist ja sooo innovativ und kopiert eigentlich rein gar nichts von Google" :) . Aber keine Sorge ... hat sich beim MacOS genauso abgespielt. Erst hat Apple gejammert wie böse Microsoft doch alles vom MacOS kopiert und dann haben sie den Taskbar 1:1 ins MacOD integriert :) .

Fuzzface
00

Nein, du verstehst nicht :-)

'nuff said.

Jet Fuzzi
00
31.12.2011, 20:53

Seit wann hat Mac OS eine Taskbar?

Hohoho

Biko77
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... er schreibt ja "den Taskbar" ...

Vielleicht meint er einen Tanzbären.

Otto Motor
13
31.12.2011, 14:40
du bist wirklich nur ein troll....

....auf der suche nach jemanden, der noch blöder ist und dein geschreibsel glaubt.
das patent lautet nicht auf 'gesichtserkennung' sondern beschreibt eine technik dahinter, die das ziel 'gesichtserkennung' ermöglicht, du narr.
und gerade die miese umsetzung der gesichtserkennung bei android zeigt ja, dass hier noch jede menge platz für innovationen ist.
kapiert?

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