Kaufkraftanstieg

Weniger arbeiten fürs Schnitzel

Hermann Sussitz, 30. Dezember 2011, 09:22
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    40 Minuten arbeiten für ein - mit einem Kilogramm zugegebenermaßen großes - Schweinsschnitzel.

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Um sich Lebensmittel oder Konsumgüter leisten zu können, muss immer weniger gearbeitet werden. Anders sieht das beim Mechaniker oder Sprit aus

Ja, das Neujahrsschnitzel. Für ein Kilogramm des begehrten Fleisches hat ein Industriearbeiter 1980 über eine Stunde arbeiten müssen, heute sind es nur mehr 40 Minuten. Will heißen, sein Verdienst ist proportional zum Preis des heimischen Nationalgerichts stark angestiegen. Anders sieht das schon beim Treibstoff aus. So verringerte sich der Arbeitsaufwand für einen Liter Superbenzin zwar von 7,6 auf 5,8 Minuten. Seit 1986 geht da aber nichts mehr. Sprich, seit 25 Jahren steigt der Wert des Sprits mit unserem Verdienst, wie aus Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) hervorgeht.

Schlimmer sieht es bei den Installateur- und Mechanikerleistungen aus. Für einen Monteur und Helfer, der einem die Gasleitung überprüft oder das Auto repariert, muss man heute um die Hälfte länger arbeiten wie 1980. Die dafür notwendige Arbeitszeit ist von 4,5 Stunden auf 6,5 bzw. 7,5 Stunden gestiegen.

Dieser Anstieg sei in erster Linie auf den Anstieg der Belastung mit Lohnsteuern und Sozialabgaben von Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie der Gewinnaufschläge zurückzuführen, die in den Nettolöhnen der Industriearbeiter definitionsgemäß nicht enthalten seien, so die Erklärung der Wifo-Ökonomen.

Lebensmittel und Kameras günstiger

Lebensmittel, von der Butter über die Milch bis hin zum Spinat, haben sich in diesen drei Jahrzehnten stark verbilligt. Allerdings haben die Verbraucherpreise vor allem 2011 stark angezogen. Dennoch verbringt man, um sich ein Packerl Milch leisten zu können, nur mehr halb so lange im Job wie 1980. Ähnlich sieht es bei Kaffee und Zucker aus.

Interessanterweise sind aber Semmel und Brot teurer geworden. Allerdings arbeiten die Österreicher für eine Semmel gerade mal eine Minute 24 Sekunden, für einen Wecken Brot zwölf Minuten.

Viel mehr leisten können sich Herr und Frau Österreicher aber bei der Konsumgüterelektronik. Musste man 1980 noch 150 Stunden, ein knappes Monat, für eine Spiegelreflexkamera arbeiten, so reichen heute 17 Stunden aus, um beim Händler ein Einstiegsmodell zu erstehen.

Zigaretten brauchen übrigens geringfügig mehr Arbeitszeit. Sie haben sich vor allem in den letzten zehn Jahren verteuert. Raucht man eine Schachtel pro Tag, arbeitet man knapp zwanzig Minuten dafür. (sos, derStandard.at, 30.12.2011)

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auchnemeinung
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15.1.2012, 10:08
bitte verarscht mich nicht

Die Reallohnentwicklung ist negativ seit Jahren. Die Preise in allen Bereichen gehen steil nach oben - vor allem Wohnen und Essen. Wo soll da die Kaufkraft gewachsen sein ? Der Standard als Propaganda-Frontblatt.....

Salz Burger
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28.1.2012, 22:07

In allen Bereichen?
Beispiele? Viele Dinge sind nach wie vor recht billig. Lebensmittel zum Beispiel oder Treibstoffe.

Phoenixx
 
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Beim wöchentlichen Einkauf geht mir(uns) dié Grausbirn auf!

Wie heißt das Lied von STS?
... die Rechnung geht sowieso nicht auf...

Phoenixx
 
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Ich seh das anders:
Bezogen auf z.B.

Selbst gekochtes Kalbschnitzel: mind. € 20.- /KG + Energiekosten
Preis in ATS= 274,40 + Energiekosten !!

Im Wirtshaus? - In Sbg Land: über € 12.- / Schnitzel (wohlgemerkt vom Schwein, denn vom Kalb bietet keiner mehr an) + Beilage
Preis in ATS = 164,64 !!

Eine Tasse Kaffee im Kaffeehaus/Hotel, Schihütte:
mind. € 2,50
Preis in ATS = 34,3 !!

0,5 Bier:
€ 3,90
Preis in ATS = 53,51 !!
Hier ist noch die moderateste Teuerung.

Das sind in 10 Jahren + 30% EURO Bonus nach Einführung + weit über 100% Teuerung wer sich an ATS erinnert

Bei diesen Preisen hätte jeder vor 10 Jahren gesagt:
- Die Spinnen, die Römer und währe wieder gegangen...

Wenn die Löhne im gleichen Masse gestiegen währen, na ja...

Phoenixx
 
00

Anmerkung: Dagegen sind mir die billigen Elektronikgüterpreise ziemlich egal - denn diesen Ramsch braucht man nicht täglich und vorallem nicht wirklich!

Geld, Computer und Autos kann man NICHT ESSEN!

Salz Burger
00
28.1.2012, 22:11

Bier um 3,90 muss man aber auch nicht trinken. Das ist nicht wirklich wichtig.
Die wesentlichen Lebensmittel wie Fleisch, Käse, Milch, Eier, die sind recht billig geblieben. Dank der Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft.

Chukche
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So, genug gehackelt. Ich hol mir jetzt ein Schnitzel ;)

LGM
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Bei dem Nick sollt aber was Feineres drin sein!

Chukche
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Roher, gefrorener Fisch?

LGM
00

Wenn schon rohen Fisch, dann frischen, und keinen gefrorenen.
Aber da man ein Schnitzerl ja normalerweise nicht kalt isst, eher sowas in Richtung Solsot Bibimbap oder Bulkogi.

Chukche
00

Tschuktschen bevorzugen den rohen (gefangenen) Fisch durchaus im leicht gefrorenen Stadium. Ist ja auch sehr kalt dort. Koreaner gibts auf der Tschukotka eher weniger...

LGM
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Oh Schande, ich hatte das als koreanisches Wort im Ohr...
Aber nachdem es nicht einmal mein Wörterbuch kennt, ist das wohl beginnender Senilität geschuldet.
Also leicht gefrorenen rohen Fisch. Gewürzt oder natur?

Chukche
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Hm, da fragen S' mich was. Würde schätzen, dass es dort nicht sonderlich viele Gewürze gibt. Der Fisch wird meines Wissens ungewürzt und durchaus auch leicht gefroren verspeist. Ansonsten gehen Sie dort dem örtlichen Wild (und den Meeresbewohnern generell) an den Kragen. Bei bis zu 10 Monaten Winter darf man nicht zimperlich sein :)

LGM
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In der "Kochkunst der sowjedischen Völker" von Pochljobkin stehen bei der "Küche des hohen Nordens", wo auch die Tschuktschen genannt werden, 3 Zubereitungsarten:
* Bei Fleisch (auch Robben oder Walen) direkt nach der Tötung, noch warm.
* Bei Fleisch und Fisch: im Frost abgehangen, aber noch nicht gefroren. Wird in dünne Streifen geschnitten und eventuell mit Kräutern und/oder Salz gewürzt.
* Bei Fleisch und Fisch: Trocknen in Frost und Wind
Fisch wird roh, gesalzen, gesäuert, getrocknet, gefroren oder in Asche gebacken gegessen.
Rezepte dafür gibt's leider keine.

Chukche
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Oh, da haben Sie sich ja ins Zeug gelegt - Danke!

LGM
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Das Kochbuch steht seit über 20 Jahren in meiner Küche, so schwer war das nicht. Selbst wenn man "sowjedisch" schreibt :-)

Chukche
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Eine kulinarische Hommage an Hoffmansthal quasi - Jederrat! :-)

nik.2008
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wir wissen jetzt, dass e-geräte wie waschmaschinen und hifi-anlagen deutlich billiger sind. da werden aber äpfel mit birnen verglichen. billiger mag zwar sein, aber auf kosten der qualität. die e-geräte die beim einzug meiner eltern anfang der 70er gekauft wurden, haben im schnitt 20-25 jahre gehalten (kühlschrank, waschmaschine, gefrierschrank). wir haben seit 1994 bereits die 3. waschmaschine und den zweiten tiefkühlschrank (trotz nicht den günstigsten markengeräten). und nicht, weil sie nicht geallen hätten, sondern weil die reparatur teurer wie ein neugerät gewesen wäre..

Phoenixx
 
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Aber nur sofern die Produktion in den Osten bzw. Fern-Ost verlagert wurde.

Kaufen Sie eine MIELE Waschmaschiene welche in Europa produziert wird sieht der Preis, Qualität und Lebensdauer beim 3-4 fachen anderns aus.

Leider: Wer kann sich das leisten?

Salz Burger
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28.1.2012, 22:15

Jeder kann sich das leisten.
Ich habe gerade ein Miele Waschmaschine nach 22 Jahren und zwei Reparaturen ersetzen müssen. Natürlich haben wir wieder eine von dieser Marke gekauft. Fangen bei etwa 800 Euro an, das ist für eine Maschine, die täglich im Einsatz ist und das vermutlich wieder viele Jahre, wirklich nicht viel.

jumpingjack flash
10

wer hindert sie die geräte zu verwenden bis sie kaputt sind - oder gar gebrauchte?
bei haushaltsgeräten gibts halt das problem dar wirtschaftlichkeit bzg. stromverbrauch und wasserverbrauch.
eigentlich lassen sich bei vielen geräten die teile leicht tauschen bzw. wären auch billigst zu haben - wenn nicht die hohen stundensätze wären - die aber sind eine ursache dass wir uns die geräte leisten können....

nik.2008
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@jumpingjack flash.
genau das meine ich, es ist einfach der technische fortschritt der heute so rasant ist, dass man in der unterhaltungselektronik die geräte nicht mehr solange nützt bist sie kaputt sind. bei der weißware ist das anders, da sind die geräte meist ohnehin nur auf 10 jahre ausgelegt - reparieren ist eben aufgrund der hohen stundensätze unwirtschaftlich. und genau das ist das problem, früher kostete eine waschmaschine 1-2 monatsgehälter und hielt 20-25 jahre - heute sind die preise viel billiger, dafür sind nach 7 jahren die lager kaputt und nach 10 jahren die elektronik defekt.

Poldi Fesch
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also ich habe

bei der Eletrohansapleite eine Denonanlage "abgestaubt". Der CD- Player ist eingegangen, der Rest laeuft u. laeuft. Vergleichbares ist, wenn schon nicht unbezahlbar, so doch recht teuer

nik.2008
01

..(fortsetzung). dann gibts noch den technischen fortschritt. farbfernseher meiner eltern mitte der 70er gekauft war 15 jahre im einsatz - dazwischen wurde nur der teletext erfunden. radio das selbe - gerade die digitalanzeige kam hinzu. seit 25 jahren gehts schlag auf schlag. nur bei den tv/videogeräten: zuerst hyperband im kabel (10 programme mehr), die leute bekamen (analog-sat), dann kam der digitale sat-receiver, der festplattenrecorder löste den vcr ab, dann kamen die ersten lcd. ein paar jahre später wollte jeder einen größeren lcd, dann der receivertausch von einem sd auf einen hdtv-receiver. da können die geräte noch so billig werden - in summe ist es eben augrund des technischen fortschrittes teurer..

Poldi Fesch
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ich hab in Wien

eine Sonyglotze die ist aus Anf. der 80er und tuts immer noch. Habe mir die neuen Flachglotzen angesehen, wenn ich das richtig verstanden hab, musz ich den Ton ueber die Anlage laufen lassen, von wegen Verbesserungen

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