Zweistelliges Minus

Asiatische Aktienmärkte schlossen 2011 im Minus

30. Dezember 2011, 08:43

Zweistellige prozentuelle Verluste bei den wichtigsten Indizes

Tokio - Die asiatischen Aktienmärkte haben das Krisenjahr 2011 mit kräftigen Verlusten abgeschlossen. Wenngleich positive US-Konjunkturdaten im Freitagshandel für eine kleine Erholung sorgten, blieb in der Jahresbilanz zumeist ein dickes Minus. Tsunami und Erdbebenkatastrophe in Japan, Fluten in Thailand sowie die Schuldenkrisen in den USA und in Europa sorgten für ein mieses Börsenjahr. Der Tenor war: Flucht in sichere Anlagen wie Gold. "Wenn man sich bei den Anlageklassen umsieht, es war wirklich ein Jahr der sicheren Anlagen, es ging darum, das Kapital zu retten und ein bisschen Rendite zu machen", sagte Chris Weston von IG Markets in Melbourne. Der Euro verharrte am Jahresende bei Kursen von rund 1,2935 Dollar.

Bei den wichtigen Indizes in Asien standen in der Jahresbilanz sogar zweistellige prozentuale Verluste: Beim japanischen Nikkei-Index belief sich das Minus auf 17 Prozent, der breiter gefasste Topix verlor fast 20 Prozent. Für den Nikkei war es der zweite Jahresverlust in Folge. Auch bei australischen und taiwanesischen Aktien fiel das Minus zweistellig aus.

Den letzten Handelstag 2011 beendete der Nikkei 0,67 Prozent fester bei 8.455,35 Zählern. Das ist der tiefste Jahresschluss seit 29 Jahren. Der Topix legte 0,9 Prozent zu auf 728 Punkte. Bei dünnen Umsätzen waren Händlern zufolge vor allem Stahl- und Schifffahrtsunternehmen gefragt. Der Rohstoffhändler Marubeni legte dank eines milliardenschweren Vertrags mit einer Ölraffinerie in Kasachstan knapp zwei Prozent zu.

Auch die chinesischen Aktienmärkte in Hongkong und Shanghai beendeten den Handel am Freitag fester.

Die Vorzeichen für 2012 sind nicht die besten - die Händler gehen ohne viel Vorfreude in das neue Jahr: "Das Erdbeben, die Flutkatastrophe in Thailand und die europäische Schuldenkrise - es schwer zu sagen, ob die Investoren nächstes Jahr in Scharen auf den Aktienmarkt zurückkehren", sagte Toshiyuki Kanayama von Monex. "Und so wie die Dinge stehen, ist für den Markt kaum ein Motiv für eine Rally auszumachen." (APA)

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