Erste politische Direktiven

Nordkorea will sich weiterhin abschotten

30. Dezember 2011, 06:14

Nationaler Verteidigungsrat richtet "törichten Politikern auf der ganzen Welt" aus, keine Veränderungen zu erwarten

Seoul/Wien - Nordkorea hat nach dem Führungswechsel eine Fortsetzung seines bisherigen Kurses angekündigt. Südkorea und seine Verbündeten sollten auf keine Veränderungen hoffen, hieß es in der ersten Botschaft des Landes an die Außenwelt seit der Machtübernahme durch Kim Jong-un, den Sohn des verstorbenen langjährigen Staatsführers Kim Jong-il. Die Erklärung wurde am Freitag vom Nationalen Verteidigungsrat abgegeben und von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet.

"Wir erklären in aller Form und mit Nachdruck, dass die törichten Politiker auf der ganzen Welt, einschließlich der Marionetten in Südkorea, keinerlei Veränderungen von unserer Seite erwarten sollten", heißt es in der Botschaft des Rats, der unter Kim Jong-il die entscheidende politische Institution im Land war. Kim Jong-un hat sich seit dem Tod seines Vaters noch nicht öffentlich geäußert.

Atomrakete

Nordkorea nimmt im Konflikt um sein Atomprogramm seit Jahren eine harte Haltung ein. Experten gehen davon aus, dass das weitgehend von der Außenwelt abgeschottete und völlig verarmte Land bis in zwei Jahren eine Atomrakete entwickeln kann. Zudem verschlechterte sich das Verhältnis zu Südkorea, seit dort die konservative Regierung von Präsident Lee Myung-bak im Amt ist. Es werde keinerlei Beziehungen zu dem "Verräter Lee Myung-bak und seiner Gruppe" geben, erklärte die Nationale Verteidigungskommission mit Bezug auf den südkoreanischen Präsidenten.

Nordkorea kündigte zudem ohne weitere Erklärung Vergeltung für die "unverzeihlichen Sünden" der südkoreanischen Regierung während der Beisetzung des verstorbenen Machthabers an. Kim Jong-il war am Mittwoch feierlich in Pjöngjang an der Seite seines 1994 verstorbenen Vaters Kim Il-sung beigesetzt worden. Am Donnerstag dann war sein Sohn Kim Jong-un bei einer riesigen Kundgebung offiziell zum neuen "obersten Führer der Partei, der Armee und des Volkes" ausgerufen worden.

Die USA berieten am Donnerstag mit ihren südkoreanischen Verbündeten über die Entwicklung der Lage. US-Verteidigungsminister Leon Panetta habe etwa 20 Minuten lang mit seinem Kollegen Kim Kwan-jin gesprochen, teilte ein Ministeriumssprecher in Washington mit. Oberste Priorität der beiden Staaten blieben Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel. (APA)

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Heinz Anderle
 
00
11 atomare Argumente, die auch Kim-Jung-Ungustl überzeugen würden:

USS Enterprise (CVN-65)
USS Nimitz (CVN-68)
USS Dwight D. Eisenhower (CVN-69)
USS Carl Vinson (CVN-70)
USS Theodore Roosevelt (CVN-71)
USS Abraham Lincoln (CVN-72)
USS George Washington (CVN-73)
USS John C. Stennis (CVN-74)
USS Harry S. Truman (CVN-75)
USS Ronald Reagan (CVN-76)
USS George H. W. Bush (CVN-77)
(more to come...)

Der Freiheit ihr Schwert!

Dr. Heinz Anderle, abendländischer Freigeist

rari
04
30.12.2011, 19:24
Naivität oder saure Gurke ?

Hat wirklich wer geglaubt, daß nach einer Woche Trauer in Nordkorea die "Große Wende" verkündet wird ? Mir schauert, daß politische Unerfahrenheit in Österreich so stimmgewaltig sein kann !

anders and
 
10
31.12.2011, 06:38
apropos Naivität:

nur weil die Nordkoreaner laut brüllen "wir behalten unseren Weg bei" heißt das noch lange nicht, dass sich nichts geändert hat oder ändern wird.

Auch die Chinesen und Vietnamesen beteuern bis heute sich ihren großen Führern verpflichtet zu fühlen und ganz in deren Sinn zu handeln - glauben Sie denen vielleicht auch?

Peter_23
12
30.12.2011, 18:14
"gewünschten Wiedervereinigung"

Wer wünscht sich diese Wiedervereinigung? Südkorea?

Die wissen doch wohl, dass es dann kräftig ans zahlen geht und damit Südkorea auf Jahrzehnte nach unten gezogen wird. Dagegen war BRD-DDR Wiedervereinigung nichts.

Foxxx
00
30.12.2011, 17:33

Schade. Dann wird also nichts aus einem Staatsbesuch von unserem BP.

supersaubär II.
 
103
30.12.2011, 16:38
gääähhhn

das problem der nordkoreaner ist nicht, dass es dort armut und hunger gibt, sondern sie sind dem westen nicht so zu diensten wie andere diktatoren, zb saudiarabien (ach so, das ist ja ein königshaus!). so kommen sie in den westlichen zeitungen schlecht weg.
wieviele sind eigentlich in den kriegen umgekommen, die die usa gestartet haben? sorry, aber das westliche system hat es geschafft, dass ich ihre medienartikel nur noch für halbwahrheiten halte, die immer eine seite ausblenden und nur die seite zeigen, die sie zeigen wollen.

(trotzdem halte ich nordkorea für eine grausame diktatur)

planet error
01
30.12.2011, 16:30

uii, die knackwurscht bellt schon!

Gerhardo1
312
30.12.2011, 15:37
Grösstes Irrenhaus

Bei Nordkorea dürfte es sich um das grösste Irrenhaus der Welt handeln.

Nur daß in diesem Fall die Irren das Haus leiten, mit Millionen malträtierter Einwohner als Zwangsinsassen.

Hochgerüstet bis zum Geht-nicht-mehr, weshalb die Welt nur mit Schrecken zusehen kann.

Wer die Verhältnisse ändern will löst einen Atomkrieg aus. Je länger man zuwartet, desto vernichtender wird dieser werden.

Bustardo
03
30.12.2011, 17:43

Wäre nicht China, könnte die Welt Nordkorea schneller einkassieren als Sie schauen können. Die Nordkoreanische Armee wäre nicht mal gefechtsbereit, während der Kim-Jong-Un schon längst im Meer versenkt wurde.

Objektiv_Subjektiv
30
30.12.2011, 17:35

Geh red kein gebrainwasheden Bullshit daher

Josef Mayer4
13
30.12.2011, 16:51
"Hochgerüstet bis zum Geht-nicht-mehr, weshalb die Welt nur mit Schrecken zusehen kann..."Offensichtlich trägt "unsere" tendetiöse Darstellung hinsichtlich der dortigen Situation bei vielen Leuten die gewünschten Früchte.

Tatsache ist, dass NK (abgesehen von ein paar "hightech Rosinen") über ausgesprochen veraltertes Kriegsmaterial verfügt.

"Die Guten" verändern von sich aus in NK mitunter deshalb nichts, weil das vorprogrammierter Weise zu äußerst unpopulären Opferzahlen führen würde.

Man ist aber ganz sicher nicht deswegen inaktiv, weil "wir Guten" uns technisch nicht zutrauen würden, dieses "bis zum Geht-nicht-mehr" hochgerüstete Land innerhalb kürzester Zeit in die Steinzeit zurück zu beamen.
Sollte der Dicke dort tatsächlich einen atomaren F*rz Richtung "gute Welt" lassen, wird er nur sehr wenig Zeit haben seine "strahlenden Aussichten" zu genießen...... sein Irrenhaus wird zur Leichenhalle. Wie´s aussieht - früher oder später - so oder so :-(

Dragonerfliege
00
30.12.2011, 15:27

Hat Un das in der Schweiz gelernt?

bfae
00
30.12.2011, 15:09

Off-Topic, an Korea-Kenner: gibt es einen bestimmten Grund, warum die koreanischen Namen "I" und "Noh" (nach südkoreanischer Aussprache und Schreibung in Hangul) in Lateinschrift oft als "Lee" und "Roh" wiedergegeben werden? Hat das historische Gründe und falls ja, könnte man das nicht für jetzt lebende Menschen in Richtung richtiger anpassen?

uriminzokkiri
00
30.12.2011, 18:41
Teil 2

Bestes Beispiel dafür ist die Rodong Sinmun (Arbeiterzeitung) Nordkoreas. In südkoreanischen Medienberichten wird diese zur Nodong Sinmun.

Vor diesem linguistischen Hintergrund erscheint es also nicht mehr so weit hergeholt warum der Südkoreaner namens "I" sich Lee oder Rhee nennt.

Andere Gründe:
1.) Abweichung von Standardromanisierung um eine bessere Lesbarkeit für englische Muttersprachler zu erzielen
Lee und Rhee statt Ri, I, Yi. Roh statt Ro
2.) individuelle Gründe (Präsident Noh wurde zu Präsident Roh auch wegen der generellen negativen Assoziation bzw. der Assoziation zu Dr. No, kein Scherz)
3.) Im Fall von Lee z.B. ist die Aussenwelt bereits mit dem chinesischen Namen "Li" (dem das gleiche Zeichen wie zugrundeliegt) vertraut.

bfae
00
30.12.2011, 21:18

Vielen Dank.

Das meiste war mir schon bewusst, auch der Unterschied zu Nordkorea. Das mit Dr. No war mir neu, echt witzig.

Nur was mich eben verwundert ist, dass sich Millionen Koreaner freiwillig falsch aussprechen lassen.

Auf Japanisch (Katakana) ist's dann wieder "I" und "No", ungeachtet der eigentlichen Lesung der Hanja/Kanji; die versuchen aber auch prinzipiell, die Hangul-Schreibung möglichst genau zu transkribieren. In Stein gemeißelt ist das also nicht; Presseagenturen könnten das durchaus anpassen und Nachhrichtensprecher richtig aussprechen, wie ja auch russische Namen "eingedeutscht" werden, anstatt eine englische Standardtranskription zu verwenden. Dürfte wohl wirklich Gewohnheit sein, wie Sie sagen.

uriminzokkiri
00
30.12.2011, 18:34
Teil 1

Hinter Lee und Roh steckt jeweils ein chinesisches Schriftzeichen mit der deutschen
Standardaussprache "ri" bzw. "ro"

Jedoch gibt es im Südkoreanischen die Regel, dass bei Woertern die dem Chinesischen entlehnt sind,
am Wortanfang kein "r" stehen darf. Dieses "r" fällt je nach nachfolgendem Vokal entweder weg oder wird in ein "n" umgewandelt. Ri wird zu I, und Ro wird zu No.

Das Zeichen mit der Lesung "ri" in Südkorea
nur dann als "ri" ausgeprochen wenn es als zweite, dritte oder vierte etc.. Silbe eines Wortes vorkommt.

In Nordkorea wird übrigens das initiale "r" bei Wörtern bzw. Silben chinesischen Ursprungs beibehalten. In Nordkorea ist Herr I also tatsächlich
ein Herr Ri, und Herr No ein Herr Roh.

uriminzokkiri
00
30.12.2011, 18:15

Eine sehr gute Frage!

Hinter Lee und Roh steckt jeweils ein chinesisches Schriftzeichen mit der deutschen
Standardaussprache "ri" bzw. "ro"

Jedoch gibt es im Südkoreanischen die Regel, dass bei Woertern die dem Chinesischen entlehnt sind,
am Wortanfang kein "r" stehen darf. Dieses "r" fällt je nach nachfolgendem Vokal
entweder weg oder wird in ein "n" umgewandelt. Ri wird zu I, und Ro wird zu No
Das Zeichen mit der Lesung "ri" in Südkorea
nur dann als "ri" ausgeprochen wenn es als zweite, dritte oder vierte etc.. Silbe eines Wortes vorkommt.

In Nordkorea wird übrigens das initiale "r" bei Wörtern bzw. Silben
chinesischen Ursprungs beibehalten. In Nordkorea ist Herr I tatsächlich
ein Herr Ri, und Herr No ein Herr Roh.

Vor diesem lin

Laugenbrezel
04
30.12.2011, 14:17
keine Überraschung.

Wenn die Bevölkerung nicht darunter leiden müsste, wär's mir wurscht. Ich hoffe, dass ich den Aufstand noch erleben werde.

Kubaner
92
30.12.2011, 13:52
komisch

Brauchen wir irgend etwas von Nordkorea?
Ich glaube nicht!
Also einfach ignorieren!
Aber der rote Heinzi denkt ein wenig anders!

dark passenger
07
30.12.2011, 15:33

Auch die Nordkoreaner verdienen ein menschenwürdiges Dasein.

Und irre Diktatoren mit Atomwaffen machen auch für uns die Welt nicht wirklich lebenswerter.

Nr.3645
00
30.12.2011, 22:00
wer irre ist und wer nicht ist nur eine frage des standpunktes...

mir fielen da einige aus den usa ein, die man ebenso als irre bezeichnen könnte. auch genügend aus europa.

-> als erstes mal vor der eigenen tür kehren bis nordkorea sich öffnet sollten wir es doch schaffen unsere scheindemokratie aufrecht zu erhalten.

Träume sind Schäume.....
12
30.12.2011, 15:17
Imerhin steht Kuba noch stramm

Will hoffen sie haben die offizielle Staatstrauer am 21,22 und 23 ebenfalls befolgt.
Mit der kubanischen Flagge auf Halbmast.

Ob der Fidel viel geweihnt hat, erst Gaddafi und jetzt das ;)

Renegade Hardware Ltd.
01
30.12.2011, 14:35

Die nordkoreanische Bevölkerung braucht aber Hilfe.!

Der keynesianische Endpunkt ist erreicht.
04
30.12.2011, 16:01

Was haben Sie? Nk wird "geholfen", es rattern funkelnagelneue Traktoren mit EU-Flagge über die Felder von nk. Dass diese ganz offensichtlich nur dann und zu Propagandauwecken aus dem Hangar geholt werden (weil Sprit eben auch teuer ist), wenn irgendwelche lustig aufgelegten "Reporter" mit Kamera aus dem Westen vor Ort sind, bezeugt die Effizienz und Zielgenauigkeit dieser - sicherlich gut gemeinten - Hilfen an nk.
Es ist völlig egal, wieviel "Hilfe" man in eine Sozialistische Sklavendiktatur wie nk pumpt, weil dieseit Sicherheit nicht bei denen ankommt, die sie dringend brauchen würden.

Für nk besteht der gesamte "Westen" aus nichts anderem als "useful idiots". Jede Hilfe nach dort dient nur dem Abzapfen v. an sich nützlicher Energie.

Bodypainter
23
30.12.2011, 14:30

gut, dass die menschen rund um österreich damals im 2. weltkrieg anders gedacht haben. denn sonst wär der herr adolf noch am ruder und wir vermutlich ziemlich arm.

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