Einserkastl rau

Autoritätsverfall

Einserkastl | Hans Rauscher, 29. Dezember 2011, 19:43
  • Artikelbild
    foto: apa/roland schlager

    Nikolaus Pelinka

Die Causa Pelinka wird ein großangelegter Test in Sachen Zivilcourage und innerer Unabhängigkeit der ORF-Mitarbeiter

Der Punkt wird ja sein, ob sich im ORF irgendjemand etwas von Nikolaus Pelinka sagen lassen wird. Das wird ein großangelegter Test in Sachen Zivilcourage und innerer Unabhängigkeit der ORF-Mitarbeiter - ob Widerstand gegen die Maschinerie eines Kanzlers und einer SPÖ noch möglich ist, die unter Politik nahezu ausschließlich Medienmanipulation verstehen.

Pelinka, der rein optisch als Wiedergänger eines spanischen Habsburgers daherkommt (bitte googeln: Velasquez, Porträt Philipp IV. im Harnisch), soll "Büroleiter" werden. Das bedeutet im Management oft Vorbereitung von Entscheidungen und Kanalisierung des Informationsflusses zum Chef.

Im byzantinischen Machtlabyrinth der allermeisten Großorganisationen und schon gar des ORF ist das nicht Nichts. Die Journalisten des ORF wissen das natürlich und reagieren (großteils) deswegen so allergisch. Einige davon haben seinerzeit den guten Kampf gegen den schwarz-blauen Zugriff auf den ORF geführt und fragen sich, was jetzt so sehr anders ist.

Vielleicht das: Politischen Einfluss hat es immer gegeben, aber einen solchen Autoritätsverfall wohl nicht. Pelinka hat keine natürliche Autorität, kann (noch?) keine haben, und Wrabetz, der ihn sich aufs Aug‘ drücken ließ, hat dadurch immens an Autorität verloren.

Und ein Kanzler, der den Mangel an politischer Substanz mit reiner Medienpolitik wettmachen will, kann damit keine wirkliche Autorität aufbauen. (DER STANDARD, Printausgabe, 30.12.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 255
1 2 3 4 5 6
baneck08
00
13.1.2012, 11:51
macht sich dieser mann über ausehen lustig?

http://images.derstandard.at/20060831/... 285%29.jpg

rudio
03
aussehen als argument? das ist sub-standard!

unabhängig von der sauerei der wrabetz-günstlingswirtschaft: das "aussehen" eines der beteiligten als argument zu verwenden ist substandard und hat im standard nichts zu suchen.

edurkheim
01
31.12.2011, 15:56
Geh die ORF-Journalisten sind doch zu 80 % selber in der Wolle gefärbte Linke

Weil sonst würde die gar so emanzipierte SOS-ORF Liste jetzt aufschreien und nciht noch die Wrabetzt ORF-Übernahme als großen Fortschritt feiern (interessant sind übrigens die damals unterstüztenden aber jetzt so leise (wohl lächelnden) Namen: http://www.sos-orf.at/ (am seiten-ende)

Ein aufgeklärter Bürger schaut diesen Propaganda-Schmutzsender überhaupt nicht an - zumindst was den (Des-)-Info teil betrifft.

Bruno Weipl
01
Ein aufgeklärter Bürger..

Sie lassen sich sicher lieber von Puls4 und ATV aufklären..

gary_flash
36
30.12.2011, 21:42
Lol.

"Pelinka, der rein optisch als Wiedergänger eines spanischen Habsburgers daherkommt (bitte googeln: Velasquez, Porträt Philipp IV. im Harnisch), soll "Büroleiter" werden."

... das nennt man dann wohl "Qualitätsjournalismus", wenn man Personen des öffentlichen Interesses mit ihrem Aussehen zu beleidigen versucht, gell? Hätt ich eher der Krone zugeordnet, diesen Satz.

ira2
 
10
31.12.2011, 13:07

Das Aussehen ist wurscht. Die Gesinnung ist aber ident mit der von protektionistischen Jungbuberlpartien anderer Parteien.

Mirabeau
11
30.12.2011, 23:42

Wenn ich ihnen sagte, sie würden dem spanischen König ähnlich sehen, dann fühlen sie sich beleidigt?

Karlgaard
11
30.12.2011, 20:34

Was hätte wohl Gerd Bacher gemacht mit so einem Schulbuben?

Toby Dammit
 
10
30.12.2011, 20:47
Lebendig

gefressen... *g*

ursonate
 
00
30.12.2011, 18:15
oama bua

dem papa wird scho was einfalln, arme familie pelinka, der neid is so a hund.

MacOs 6
46
30.12.2011, 18:15
absolut unterste Schublade

bei aller berechtigter Kritik über die Bestellung von Herrn Pelinka, aber wie tief muss man bashen um Stimmung zu machen.

Die Optik einer Person in einem Kommentar heranzuziehen um diese zu punzieren ist absolut unterste Schublade und eigentlich Stürmerstil.

Herr Rauscher ich bin von Ihnen eigentlich etwas anderes gewohnt und ich denke eine Entschuldigung für diese Entgleisung wäre mehr als angebracht.

Sachliche Kritik, hart, offen und ehrlich ja, aber das geht wirklich zu weit.

Mycroft Holmes
10

"Stürmerstil"? Gehts noch?? Also entweder Sie wissen nicht, was der Stürmer wirklich war, oder Sie findens nicht soooo schlimm.
Also in diesem Sinne danke für die prägnante Demonstration, warum Indifferenz und Ignoranz gleich übel sind, und warum Österreich dringend in ein besseres Bildungssystem investieren sollte.

Mirabeau
10
30.12.2011, 23:48

Worin besteht die Punze, wenn ich sage, eine Person sieht einer anderen Person ähnlich?
Welche Eigenschaften waren denn für Philip IV typisch und "punziern" Nikolaus Pelinka?

Toby Dammit
 
43
30.12.2011, 20:52
Rauscher ist einer der besten Journalisten

nicht nur des Standard, sondern des ganzen Landes. (Okay, die Latte liegt in beiden Fällen nicht sehr hoch...)

Ja, die Sache mit der Physiognomie ist schlechter Stil und seiner eigentlich unwürdig - aber die Art, in der Sie ihn kritisieren, ist um übrhaupt nichts besser:

http://de.wikipedia.org/wiki/Godw... 80%99s_law

MfG

gary_flash
23
30.12.2011, 21:46

Das rechtfertigt noch immer nicht, dass man Menschen im Krone-Stil wegen ihrem Aussehen runtermacht.

don miguel1
01
31.12.2011, 03:31
frisur

naja, die elegante frisur hat er sich wohl selber ausgesucht, der fesche herr pelinka. und um die - so dachte ich - geht es hier.
an helmut werners (lugner-schwiegerirgendwas) zeitlos schöner blondmähne erfreut sich ja auch das ganze land.

Foxxx
11
30.12.2011, 17:58
Es kann nicht anders sein:

Philipp IV. muss ein Urahn von Niko Pelinka sein.

waunsinn
01
30.12.2011, 17:36

Der Niko mag ja vielleicht auf dem hohen Roß sitzen, aber das ist wohl dann der einzige zulässige Vergleich mit spanischen Habsburgern.

It is so hot in here...
14
30.12.2011, 15:50
@RAU

auch wenn Pelinka "natürliche Autorität" hätte, kann dieses Vorgehen nicht geduldet wedern.

Aber grundsätzlich ist natürliche Autorität die Führung des Kleingeistes.

Dramaqueen
12
30.12.2011, 15:35
GRÜN für den Vergleich mit Phillip IV

Hängeaugen und ebensolche Lippe!

sociovation
25
30.12.2011, 16:32
Ich ziehe hiermit den Vergleich der Rauscherschen

Argumentation mit dem "Völkischen Beobachter" mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück.
Nichts soll den Eindruck erwecken als würde ich den Nationasozialismus verharmlosen, auch wenn die Absicht die war, die Rauscherschen Argumentationen als geschmacklos zu outen.
Menschen aufgrund ihrer Physiognomie eine bestimmte Charaktereigenschaft zuzuordnen, halte ich allerdings weiterhin für geschmacklos.
Damit jetzt kein Applaus von der falschen Seite kommt: Die politische Unterminierung von Medien halte ich auch weiterhin für demokratiepolitisch höchst prekär, ebenso wie die Abhängigkeit von Medien von privatwirtschaftlichen Interessen.

Mirabeau
20
30.12.2011, 23:49

Wo bitte ordnet er einer Physiognomie eine bestimmte Charaktereigenschaft zu? Wo genau?
Zitieren sie es, behaupten sie es nicht nur!

Alles was da steht ist, daß er Philipp IV unglaublich ähnlich sieht. Damit hat Rauscher zweifellos recht.
Und mehr hat er dazu nicht geschrieben.

Bruno Weipl
00
Und mehr hat er dazu nicht geschrieben...

Da Hr.Rauscher zu den Leistungen des Hr.Niko noch nichts schreiben kann, (da noch nicht vorhanden) hat er es sich leicht gemacht und die unterste Schublade seines Wissens geöffnet.(Schade)

Der Querdenker
01
30.12.2011, 18:04

Kennen sie die Physiognomie von Herrn Rauscher?

Bruno Weipl
00
Physiognomie

Schöner ist der Niko allemal oder....??

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 255
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.