Opfer sind laut Augenzeugenbericht Ausländer
Mogadischu - In der somalischen Hauptstadt Mogadischu
sind zwei Entwicklungshelfer getötet worden. Sie seien in ihren Büros
in Mogadischu erschossen worden, sagte der für Sicherheitsfragen
zuständige somalische Regierungsvertreter Mohamed Ali am Donnerstag.
Es gebe Berichte, wonach der Angreifer ein Wachmann auf dem Gelände
der Büros gewesen sei. Nach Angaben eines Augenzeugen handelte es
sich bei den Opfern um Ausländer. Eines der beiden Opfer sei sofort
tot gewesen, das andere sei kurz nach dem Angriff seinen schweren
Verletzungen erlegen. Was mit dem Angreifer geschah, war zunächst
unklar.
Erst vergangene Woche waren in Somalia drei einheimische
Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, darunter zwei Mitarbeiter des
Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP,) erschossen
worden. Der Vorfall ereignete sich in der zentralen Region Hiran. In
Somalia herrscht eine schwere Hungersnot. Drei südliche Provinzen des
bitterarmen Landes am Horn von Afrika sind besonders stark betroffen.
Hier droht nach UNO-Angaben 250.000 Menschen der Hungertod.
Der Zugang von Hilfe für die Hungernden wird durch die Gewalt in
dem Bürgerkriegsland erschwert. Die islamistische Shebab-Miliz, die
weite Teile des Südens und Zentrums des Landes kontrolliert, wies
zudem Ende November 16 internationale Hilfsorganisationen aus den von
ihr kontrollierten Gebieten aus. (APA)