Schienenkartell

voestalpine enthebt sechs Manager ihrer Agenden

29. Dezember 2011, 17:11

Wien - Das unter Kartellverdacht stehende Linzer Stahlunternehmen voestalpine kooperiere mit den deutschen Behörden und habe auch "entsprechende personelle Konsequenzen" gezogen, teilte das Unternehmen als Reaktion auf Medienberichte am Donnerstag per Aussendung mit. Unter Vorlage umfassender Sachverhaltsdarstellungen wurde ein Kronzeugenantrag gestellt. "Sämtliche, in den vergangenen Monaten in den Medien als 'neu' oder 'zusätzlich' kolportierte Verdachtsmomente waren bereits Gegenstand von früheren Sachverhaltsdarstellungen seitens der voestalpine gegenüber den Behörden", heißt es weiter.

Wie berichtet wurden sechs Leitende Angestellte in der Division Bahnsysteme ihrer Funktionen enthoben. Außerdem seien auch tiefgreifende organisatorische Maßnahmen implementiert worden, um Wiederholungsfälle zu verhindern - so würden die Compliance-Strukturen und -Prozesse seit Herbst im Konzern weltweit erweitert. Außerdem betont das Stahlunternehmen weiters, dass man auch von der Deutschen Bahn (DB) erlassene neue Compliance-Richtlinien erfüllt, bei neuen Schienenaufträgen mitgeboten und auch einen Zuschlag erhalten habe.

Der voestalpine wird gemeinsam mit dem deutschen Stahlriesen ThyssenKrupp und anderen Herstellern jahrelange Absprachen über Mengen und Preise auf dem deutschen Schienenmarkt vorgeworfen. Das Kartell soll mindestens seit 1998 bestanden haben. Die Ermittlungen des deutschen Kartellamts und der Staatsanwaltschaft Bochum laufen seit April auf Hochtouren.

fromrussiawithlove
03
30.12.2011, 00:33

Ach ja und ganz oben hat das naatürlich keiner gewusst .. selten so gelacht ,,

Keyser
01
29.12.2011, 23:33
Und mit wie viel Geld ...

müssen sich die armen Manager abfinden? Man kann sie ja schließlich nicht einfach auf die Straße setzen, ohne finanzielle Absicherung in 3 oder 4-stelliger höhe.

Sonst müssten selbige ja noch auf die Straße, und um ihr täglich Brot betteln, das darf also nicht sein. Aber, die Gerechtigkeit wird siegen, und die Manager einen neuen tollen Posten bekommen.

Und alle lebten glücklich und zufrieden, bis Sie von einem Wutbürger mit dem Klappfahhrad überrollt wurden. Das bittere Ende einer schönen Geschichte, von Verbrechen, Liebe, und Schienenkartellen. :)

sysiphos
 
00
20.2.2012, 20:16
seins nicht so neidig.

die, die da den kopf hinhalten müssen, sind mit hoher wahrscheinlichkeit nicht schuld an der sache. sowas entscheidet der vorstand, gefeuert werden aber manager der zweiten, dritten reihe. die verdienen sicher auch nicht ganz schlecht, aber wirklich reich wird man davon auch nicht. und es ist, gerade in so einer branche, harte arbeit, was glauben sie denn? jedes unternehmen braucht führungskräfte, und ob man die jetzt manager nennt oder anders, ändert nichts dran. generell gegen jegliche verantwortungsübernahme durch leiterInnen zu sein, ist feiges, keppelndes duckmäusertum, die maulende kehrseite der österreichischen untertanenmentalität.

Business99
01
29.12.2011, 23:17
passende ÖBB Werbung

Gut dass die ÖBB gerade bei dem Vöest Artikel mit 9.- Werbung vertreten ist - schöner wäre mehr Elan der ÖBB analog DB um sich vor der VÖEST zu schützen - oder doch nein - ist ja Steuerzahlergeld dass die ÖBB vertritt - wer wird denn so kleinlich sein?!

minderleister
00
29.12.2011, 20:52
und wer ist dafür verantwortlich

diie sechs sicher nicht

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