Laut ÖGB

Über 300.000 Mobbing-Opfer unter Österreichs Arbeitnehmern

29. Dezember 2011, 14:21

Auch Fälle von Suizidgedanken - Österreichweit rund 310.000 Betroffene

Innsbruck - Rund 30.000 Arbeitnehmer sind alleine in Tirol Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz - Tendenz steigend. Man gehe von einer wesentlich höheren Dunkelziffer aus, erklärte der geschäftsführende Vorsitzende des ÖGB Tirol, Otto Leist. Österreichweit seien es rund 310.000 Betroffene. Während Mobbing früher innerhalb eines Betriebes "von oben nach unten" stattgefunden habe, sei es mittlerweile "auf allen Ebenen" zu finden, fügte er hinzu.

Nicht selten würde Mobbing auch zu Suizidgedanken führen. "Ich hatte im letzten Quartal zwei Fälle", berichtete ÖGB-Mobbingberaterin Sieglinde Auer. Betroffenen würde das Gefühl gegeben, einen "Auftrag" zu haben, sich aufzulösen. Dies könne mitunter als "Auftrag zum Suizid" empfunden werden. Von Mobbing Betroffene würden gekündigt oder durch lange Quälereien am Arbeitsplatz arbeitsunfähig. "Viele von ihnen werden dauerhaft krank, seelisch wie körperlich", erläuterte Auer.

Unterschied zu Konflikten

Von normalen Konflikten würde sich Mobbing dadurch unterscheiden, dass es gezielt und über einen längeren Zeitraum mit der Absicht "Ausgrenzen und Vertreiben vom Arbeitsplatz" betrieben werde, erläuterte die Expertin. Gründe dafür würden vor allem personenbezogene beziehungsweise zwischenmenschliche Ursachen wie ein autoritärer Führungsstil, Konkurrenzkampf, Neid der Kollegenschaft oder persönliche Antipathie sein. Die Verantwortung liege bei leitenden Führungspersönlichkeiten, die oft "nicht konfliktbereit" wären und denen es an der "persönlichen Reflexion" mangle. Zudem lasse die interne Kommunikation häufig zu wünschen übrig.

Auffällig sei, dass mindestens 80 Prozent der Beratungssuchenden schon sehr lange in den jeweiligen Betrieben arbeiten würden, erklärte die Psychotherapeutin. Mobbing sei in sämtlichen Berufsgruppen und soziale Schichten zu finden. Im kommenden Jahr will der ÖGB Tirol eine anonyme und kostenlose Mobbingberatungsoffensive starten. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 56
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Benno Berghammer1
11
Die Mobbying-Zahlen wundern mich nicht...

Die Österreicher sind leider ein verweichlichtes und übersozialisiertes Volk. Ich gehöre auch dazu.

Als ehemailger Personalchef kann ich sagen, dass ca. 5 % der Mitarbeiter echt gemobbt werden. Da gibt es eindeutige Belege dafür.

Es liegt in der Verantwortung der Führungskräfte Mobbying unter den Mitarbeitern zu unterbinden und selbst nicht zu mobben.

Generell wird dort mehr gemobbt wo es um gut bezahlte Top-Jobs geht. Da versucht jeder die Konkurrenz schlecht aussehen zu lassen. Das hat eher mit mangelnden Führungsqualitäten oder Angst vor Konkurrenz zu tun.

Oder es wird gemobbt in Teams wo sich die Leute untereinander nicht riechen können. Auch hier haben "sogenannte" Manager Handlungsbedarf die Teams zu ändern.

Salcete
03
30.12.2011, 14:39
300.000 Mobbingopfer + 500.000 Burnout#

frage mich nur wer arbeitet in diesem Land noch, wenn man noch Politiker und Politfunktionäre abzieht, bleiben nur noch die Asylanten - die dafür schwarz !

Erwin Wolfram
00
30.12.2011, 14:27
uebersetzung

ueber 600.000 betrugsopfer unter den konsumten oesterreichs...

Post(er)
01
30.12.2011, 13:40

In der Krise wird der durchschnittliche Dienstnehmer mit seinem reduzierten Gehalt zur bestialischen Nadsipropaganda-Maschinerie mit jeder Menge Firepower aus dem Maulwerk.

Post(er)
00
30.12.2011, 13:35

Aufgrund des schlechten Betriebsklimas bin ich dafür alle Firmen zu schließen und mit neuem Management zu öffnen, das geringere Gehälter bekommt.

RS69
 
21
30.12.2011, 13:40

Sie können das für alle ihre Unternehmen so machen.

Für die anderen Unternehmen steht es den Mitarbeitern frei zu wechseln.

Post(er)
02
30.12.2011, 13:49

"steht es den Mitarbeitern frei zu wechseln"

das ist witzig. Durch Jobhopping sinken die Gehälter noch weiter und man tut den blinden Herrschern einen weiteren Gefallen. Genau aus diesem Dilemma entsteht ja die enorme "in die Ecke gedrängt werden" Belastung, die die Leute in den Blödsinn treibt.

RS69
 
11
30.12.2011, 14:53

Nicht zwangsläufig.

Jobwechsel führen dann zu weniger Einkommen, wenn Ihre Leistung nicht mehr Wert geworden ist, und Sie nur durch die automatischen Steigerungen mehr verdienen.

Wenn SIe darauf geachtet haben besser zu werden, ist bei Wechsel auch eine Steigerung drinnen.

Man darf natürlich nicht warten, bis die Situation verfahren ist, dass man schnell wechseln sollte, und man drauf kommt dass man die letzten 10 oder mehr Jahre nichts für die eigene Weiterentwicklung getan hat. Ab und zu wechseln hilft auch da, am Puls zu bleiben.

Mein Verteidiger gehört psychiatriert
02
30.12.2011, 13:15
Kein Zweifel, echtes Mobbing ist eine widerliche, extrem belastende Sache.

Thematisch zum Themenkreis Opfer passend, empfehle ich Jan Fleischhauers "Unter Linken". Er beschreibt da recht schön die innere Logik und den unbändigen Selbsterhaltungs/Ausweitungstrieb der über die Jahre ob des sichtbaren Erfolges anderer Opfergruppen angewachsenen Opferschar.

Aus dem Kapitel "Die Erfindung des Opfers - Die Linke bringt sich in Stellung":
"Nichts ist ja an einer Niederlage deprimierender als die Einsicht, dass man sich sein Versagen selber zuzuschreiben hat." und "Frauen sind die mit Abstand erfolgreichste Opfergruppe der Welt."

Herzerzog Johann
12
30.12.2011, 09:10
Hype

Jeder, der einen Wickel mit dem Boss oder mit Kollegen hat, ist heute schon ein Mobbingopfer. In der Opferrolle lebt es sich ganz gut.

Nixe
04
30.12.2011, 00:55
Betroffenen würde das Gefühl gegeben, einen "Auftrag" zu haben, sich aufzulösen. Dies könne mitunter als "Auftrag zum Suizid" empfunden werden. Von Mobbing Betroffene würden gekündigt oder durch lange Quälereien am Arbeitsplatz arbeitsunfähig. "Viele

Das ist richtig und wichtig zu sagen.
Nur hört es damit in den Medienberichten immer auf, für die Betroffenen aber nicht.
Was weiter geschieht, haben ÖGB und Medien noch nicht erkannt oder benannt.

Die Betroffenen und Kranken kommen ins AMS und in die PVA. Und dort geht das Mobbing noch brutaler weiter!

3ch0
55
29.12.2011, 21:16

Ich will die Sachverhalte nicht verharmlosen,
jedoch bin ich der Überzeugung, dass min. 50% dieser Mobbing-"Opfer" sich mittels asozialer Eigenschaften die negativen gesellschaftlichen Umwelteinflüsse auf sie entweder einbilden, oder dadurch generieren.
Wer möchte schon mit einem krankmachenden Dauergrantscherm arbeiten? Dass diesem dann die persönlichen Reaktionen als "Mobbing" vorkommen, mag sein.

Und: nur weil ich schon seit 7 Monaten keinen Urlaub mehr hatte, leide ich nicht an 'burnout'..
Kommt schon!
Vom sudern wird man immer noch kränker!
Lassts euch nix gefallen, und bleibt fair; dann wird euch niemand mobben!

eze eze
 
00
12.5.2012, 19:18

Derartige Theorien sind schon längst widerlegt. Konkurrenzkampf, Angst um den Arbeitsplatz, manchmal auch Organisationsmängel sowie immer Vorgesetzte, die sich raushalten bzw. wegschauen sind Faktoren, die dazu führen, dass bestimmte Unternehmen Brutstätten für Mobbing werden. Eine "Mobbingpersönlichkeit" konnte genausowenig gefunden werden wie eine "Krebspersönlichkeit", und oft waren Menschen betroffen, die zuvor noch nie mit derartigen Problemen konfrontiert waren.

aculus populus
 
01
11.1.2012, 09:28
So ist es nicht...

weil sie ja wahrscheinlich ein gutes Betriebsklima genießen könnten sie sogar auf Urlaub gänzlich verzichten. In einer vergifteten Umgebung wo sie nur niedergemacht werden, würden sie sich im Urlaub nicht erholen und entweder Burn-out oder Mobbing-Opfer (aus welchem Grund auch immer) werden.
Danken sie ihren Chef, er leistet anscheinend sehr gute Arbeit.

wizenstain
01
30.12.2011, 06:27

hoffentlich bilden Sie sich das alles nicht ein

Nixe
02
30.12.2011, 01:17

Sie verharmlosen aber!

gb12
00
29.12.2011, 23:39
Könnte es sein, das sie in ihrer Arbeit ein ignoranter Mobber sind ?

tierischer durchfall
32
29.12.2011, 23:02
VollE Zustimmung.

tierischer durchfall
52
29.12.2011, 19:29
Psychische Wracks

Diese übertriebene Sensibilisierung wird leider auf Kosten der wirklich betroffenen gehen..

Rene Stangeler
22
29.12.2011, 21:42
Mittlerweile

getraue ich mir auf Nachfrage gar nicht mehr zu sagen dass ich weder gemobbt werde , noch unter bore- oder burneout leide, nicht unter Stress leide, keine Haltungsschäden habe, nicht unter Impotenz und Lustlosigkeit leide, nicht depressiv bin und mit keinem Trauma aufwarten kann.
Irgendetwas kann mit mir nicht stimmen.Da wird sich doch irgendetwas finden lassen!

Post(er)
00
30.12.2011, 13:37

hmmm unter 25? Jaja das war damals bei uns allen auch so.

Daniel Dillinger
 
00
30.12.2011, 00:14

Ich fürchte Sie sind noch in der Phase der Verleugnung ihrer Probleme.

gb12
00
29.12.2011, 23:40
Ignoranzia normalis

Licht ins' Dunkel
311
29.12.2011, 18:51

300000? Das glaube ich nicht. Die Dunkelziffer ist mit Sicherheit wesentlich höher - bei Depressionen und Burnout ebenso! Das System macht krank und hetzt die Leute gegenseitig auf!

Kawummm !
10
30.12.2011, 09:46

vollkommener schwachsinn !

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