Parteispende

KP-Mandatare teilten Gehälter mit Armen

29. Dezember 2011, 13:38
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    foto: apa/schlager

    Den Betrag, der die selbst auferlegte 2000-Euro-Gehaltsgrenze übersteigt, spendet die steirische KPÖ-Frontfrau Claudia Klimt-Weithaler an Bedürftige

1.000 Menschen mit rund 116.000 Euro unterstützt - Kürzungen im Sozialbereich spürbar

Graz - Der Sparstift regiert auch bei den Unterstützungsleistungen durch die steirischen KPÖ-Spitzenfunktionäre: 2011 wurden von den eigenen Gehältern rund 116.000 Euro zugunsten von Hilfsbedürftigen umverteilt, ein knappes bzw. gutes Drittel weniger als in den Jahren davor. Der Rückgang erklärt sich aus der Halbierung der Landtagsfraktion nach der Wahl 2010 auf zwei Mandatare. Als Grenze hat man sich selbst 2.000 Euro netto verordnet, wie es am Donnerstag hieß.

"Der Boiler ist ein Klassiker", gab Stadträtin Elke Kahr am traditionellen "Tag der offenen Konten" Auskunft über die Verwendung der Hilfsgelder. 2011 seien die Akut-Unterstützungen etwa bei Lebensbedarf oder Strom- und Heizungszuschüssen angestiegen. Wie die Landtagskollegen Claudia Klimt-Weithaler und Werner Murgg sagten, machten sich auch schon die Kürzungen im Sozialbereich und der Angehörigen-Regress bei der Mindestsicherung bemerkbar: "Wir rechnen damit, dass wir die derzeitige Quote von zwölf Prozent armutsgefährdeten Personen überschreiten werden." Für eine immer breitere Gruppe auch Erwerbstätigen werde es immer enger, so das Resümee.

Wohnsituation immer prekärer

Weg vom Beihilfensystem und der Subjektförderung hin zu leistbarem Wohnen ist das Credo von Wohnbaustadträtin Elke Kahr in Sachen Wohnraumversorgung: Zwar würden in Graz nach Jahren der Flaute bis 2013 endlich wieder 500 neue Gemeindewohnungen gebaut, insgesamt werde aber die Situation gerade auch durch den starken Zuzug immer prekärer.

Laut KPÖ-Offenlegung wurden 2011 mit aus dem Titel des freiwilligen Gehaltsverzichts knapp 1.000 Personen individuell unterstützt sowie der Mieternotruf finanziert. Seit der Einführung 1998 durch Ernest Kaltenegger wurden von Mandatarinnen und Mandataren rund 1,23 Millionen Euro aus den eigenen Taschen transferiert. (APA)

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Ich_farschtej_nit
00
11.2.2012, 15:06

Da sind die Wurzelgemeinschaftlichen wirklich äußerst vorbildhaft!

Kann man aber von anderen 'Volksvertretern' nicht erwarten, da diese Almosengabe ihrem nichtwurzelgemeinschaftlichen Weltbilde widerspräche.

K1981
03
22.1.2012, 19:30
Tolle Sache!

Echt eine tolle Sache die die KPÖ-Graz hier macht. Da sollten sich viele Politiker etwas abschauen.

morgen war gestern
02
16.1.2012, 10:09

wohltuend, dass es politiker gibt, die anders sind als der korrupte und blinde mainsteam.

verteilerkreis
01
altruistische Hilfe unterscheidet sich wohltuend

von egoistisch motivierten Spenden, durch die man bloß seine Eintrittschancen ins ewige Himmelreich erhöhen will.

Vintageologist
 
07
Zwar finde ich den Kommunismus als Ideologie abscheulich...

...man muss aber zugeben, dass diese Leute das Ganze zumindest gewissermaßen ehrlich betreiben.

Fraho
11
23.1.2012, 06:17
der Name hat abschreckendes

...daher wäre es angebracht diesen einmal abzuändern - denn die Politik für den "Kleinen" stimmt.

morgen war gestern
00
16.1.2012, 10:12

ich denke mal, dass er mit -diesen- leuten recht gut funktionieren wuerde. gefaehrlich wird es nur, wenn dann jene leute kommen, die in jedem gesellschafts- und wirtschaftssystem wie die fettaugen oben schwimmen.

GhostInside
14
10.1.2012, 13:08

was genau finden Sie an der Ideologie abscheulich?

Hugh G. Rection
02
wenn's nur solche Leut

gäbe, würd er wahrscheinlich sogar (für ebendiese zufriedenstellend) funktionieren.

Stalo Ramón
13

So etwas sieht man leider nur in der Steiermark. Im Rest Österreichs ist die KPÖ ideologisch, organisatorisch und politisch am Boden und hat im Gegensatz zur Steiermark keinerlei Verbindung mit den Arbeitern.

rrrn
 
19
Mega-dank an KPOe

Ich wurde am Arbeitsplatz jahrelang gemobbt. Als die Situation eskalierte, stand mir ein KPOe-ler ohne zu zoegern bei ... waehrend die meisten anderen wegschauten, gelangweilt waren, davonliefen, hoehnisch grinsten ...

rrrn
 
10
Neuer Name fuer KPOe

ich schlage vor: "Kappoe" (hochdeutsch: Kappe): schuetzt vor zuviel schlechtem ...

Dagmar Rehak Wien
 
01
31.12.2011, 19:15
Gefällt mir.

Der Makel, dass es eine Gunsthandlung ist, wird dadurch ausgeglichen, dass das Geld sinnvoll eingesetzt wird, im Gegensatz zu Steuern.

plebs et principes
31
30.12.2011, 11:25
wie wäre es mit einem neuen Parteinamen

wenn sie nur nicht kPö heißen würden!
die masse, auch wenn sie das ganze geld spenden würden, würde nie kPö wählen. das K = Katastrophe

Dagmar Rehak Wien
 
24
31.12.2011, 19:23

Und Partei und Österreich schreckt nicht ab?

Foxxx
12
30.12.2011, 17:31

Stimmt. Nichts schadet der KPÖ mehr als ihr Name.

Prostetnik Vogon Jeltz
52
31.12.2011, 13:25
Falsch.

Nichts schadet der KPÖ mehr als die Handlungen des Josef Stalin und seiner Gefolgsleute.

Franz Parteder
02
Weder - noch

Um neues Ansehen zu schaffen und zu zeigen, dass man anders ist als das Zerrbild vom bösen Kummerl, muss man vor allem ganz konkret zeigen, dass man eine nützliche Partei für die Leute ist.
Dabei ist es nicht sinnvoll, in die Vergangenheit zu schauen, man muss die Gegenwart analysieren, nach vorne blicken und selbstverständlich die Lehren aus der Geschichte ziehen.

Der Name schreckt dann nicht mehr ab, wenn unsere konkrete Arbeit mit konkreten Personen verbunden ist.

Solange aber Menschen, die sich unserer Bewegung zurechnen, die Linienkämpfe des vergangenen Jahrhunderts noch einmal nachspielen wollen, werden sie die Bevölkerung nur verprellen.
Siehe oben.

Stalo Ramón
40

Stalin war ein ehrlicher Kommunist, im Gegensatz zu vielen KPÖlern außerhalb der Steiermark.
Im Grunde richtet der Name jetzt nicht wirklich Schaden an, aber er passt nicht mehr, da die KPÖ seit den 90ern einen Kurswechsel von Marxismus-Leninismus zu Sozialliberalismus gemacht hat, wobei die steirische KPÖ als einzige den alten Kurs bewahren konnte. Kurz: Linkspartei würde besser passen!

Franz Parteder
00
Auch hier

Auch hier gilt das oben Geschriebene

Hugh G. Rection
01
Heißt das

die Volksfront von Judäa und die judäische Volksfront sind nicht das Gleiche?

Standard deviation
02
30.12.2011, 13:13
Hatten wir schon!

VO = Volksopposition. Aber da alle wußten, dass sich
die Kommunisten dahinter verbergen, war der Erfolg
überschaubar.

Herr und Frau Österreicher
 
20
30.12.2011, 12:11

Sozialdemokratisch ist schon vergeben...

bratak
03
30.12.2011, 11:05

in der medialen wahrnehmung ist das größte problem der kpö das k für kommunistisch. selbst hier finden wir genug leute, die glauben, wenn die kpö an die macht kommt, werden wir wie nordkorea zum quadrat, was quatsch ist.
einfach wie die fpö 2005 machen: partei mit genau gleichen inhalten neugründen, unter anderem namen halt. dazu ein paar realo-grüne, zb pilz, kogler und co., und es könnte sich endlich eine wählbare partei in ö ergeben ... aber ja, wunschdenken ;)

Wulzendorfer
05
30.12.2011, 09:13
Zukunftsweisendes Konzept der Genossen - lasst sie an die Schaltstellen der Macht,

dann haben sie viel mehr Leute zum unterstützen.

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