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Wenn alle mitmachen, funktioniert die Rettungsgasse in der Praxis schon, wie dieses Beispiel vom Donnerstag auf der Semmering-Schnellstraße beweist.
vergrößern 500x566Wien - Am 1. Jänner tritt die Rettungsgasse in Kraft. Drei von vier Österreichern sind einer aktuellen Oekonsult-Umfrage zufolge ausreichend bis ausgezeichnet darüber informiert. Mit dem Detailwissen haperte es bei den 1.121 bundesweit Befragten noch ein wenig: So wissen die wenigsten, dass die Rettungsgasse nicht erst bei einem Unfall, sondern bereits bei Überlastungsstaus gebildet werden muss.
Lediglich 31,9 Prozent konnten die Frage, wann die Rettungsgasse gebildet werden muss, richtig beantworten - nämlich "generell bei stockendem Verkehr". Fast zwei Drittel der Interviewteilnehmer glauben, dass für eine Rettungsgasse erst bei einem Unfall Platz gemacht werden muss.
Drei Viertel (74,7 Prozent) der Befragten wissen, was eine Rettungsgasse ist: Eine freibleibende Fahrspur auf Autobahnen und Schnellstraßen. Mehr als die Hälfte der Befragten hat das Prinzip der Rettungsgasse verstanden. Dass die Lenker bei zweispurigen Fahrbahnen nach rechts oder links ausweichen und bei mehrspurigen Fahrbahnen zwischen dem ganz linken und den daneben liegenden rechten Fahrstreifen Platz machen müssen, konnte lediglich jeder fünfte Umfrageteilnehmer richtig beantworten. Zwei Drittel wussten, dass der Pannenstreifen dabei befahren werden darf.
Blaue Hinweistafeln
Fast ein Drittel der Befragten täuschte sich bei der Frage, auf welchen Straßen die Rettungsgasse gebildet werden müsse: Ausschließlich auf allen mit blauen Hinweistafeln gekennzeichneten Autobahnen und Schnellstraßen. Etwas mehr als 30 Prozent gaben an, es zu wissen und sagten voller Überzeugung "auf allen Straßen", obwohl es nicht stimmt, sagte Oekonsult-Chef Joshi M.A. Schillhab. Lediglich 27,3 Prozent wussten die korrekte Antwort.
Darauf verlassen, was andere tun
"Echte Sachkenntnis ist weniger gegeben, viele verlassen sich eher darauf, das zu tun, was die anderen machen", meinte Schillhab. Immerhin gaben fast 90 Prozent der Befragten an, dass sie einfach dem Beispiel anderer Autofahrer folgen wollen und somit völlig richtig die vorgeschriebene Rettungsgasse bilden werden.
"Erfahrungen von Experten und Rot-Kreuz-Organisationen aus dem benachbarten Ausland haben gezeigt, dass die Zufahrt von Rettungsfahrzeugen durch eine Rettungsgasse im Ernstfall bis zu vier Minuten Zeitgewinn bringt", informiert ein ASFINAG-Sprecher. Nach einem medizinischen Grundsatz aus der Erstversorgung gilt, dass die Überlebenschancen von Schwerverletzten mit jeder Minute um 10 Prozent steigen.
Keine Übergangsfrist
Obwohl ab 1. Jänner bei Nichtbeachtung des Gesetzes gestraft wird, glaubt fast jeder zweite Befragte (47,5 Prozent), dass es eine Übergangsfrist oder Toleranzzeiträume gibt. "Die Leute denken, es wird schon nicht so scharf geschossen werden", sagte Schillhab.
Die Infos über die Rettungsgasse bezogen 19,5 Prozent aus Tageszeitungen, 19,1 Prozent aus dem Fernsehen und 18,3 Prozent aus dem persönlichen Umfeld. Die Befragung wurde von 14. bis 26. Dezember 2011 durchgeführt. Die Probanden waren zwischen 17 und 77 Jahre alt. (APA/red, derStandard.at, 29.12.2011)
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Frühzeitig rechts blinken. Wenn du aufmerksame Fahrer neben dir hast, wird sich neben dir eine Lücke auftun. Falls nicht, hilft wahrscheinlich nichts anderes, als zu warten, dass sich die rechte Kolonne bewegt, nach rechts in die Rettungsgasse zu fahren und sich rechts "reinzudrängen". Wenn du da nicht reingelassen wirst, ist es nicht deine Schuld, dass die Rettungsgasse blockiert ist, sondern die deiner Nachbarn. Alle hinter dir sind deine Zeugen. :-)
Natürlich ist so ein Spurwechsel nicht möglich, wenn sich ein Einsatzfahrzeug nähert. Ansonsten denke ich, dass es trotz Rettungsgasse auch Spurwechsel geben wird. Erfordert von allen Beteiligten etwas mehr Vorsicht, wird aber meist klappen (ich weiß, nicht immer).
Man bleibt einfach auf der Spur stejem so lange stehen bis sich der Stau aufgelöst hat.
Nicht mal die ASFINAG hat die Rettungsgasse verstanden, wie soll man es dann von anderen erwarten, welche sich nicht hauptberuflich mit dem Thema beschäftigen :-(
Die Rettungsgasse ist eine gute Sache.
Der Pannenstreifen ist nicht durchgehend befahrbar (Auf-Abfahrten und meistens viel zu eng für große Einsatzfahrzeuge.
Jene Leute die meinen, von der Rettungsgasse noch nichts gehört zu haben oder nicht wissen wie sie funktioniert, sind wahrscheinlich genau jene Leute , die bis heute nicht den Unterschied zwischen Notarzt und Ärztfunkdienst bzw. zwischen Rettung und Krankentransport kennen, also Volldeppen .....tut mir leid, aber soviel Dummheit gibts auch nur bei uns.
ich denke gerade in österreich, in dem land wo sich jeder bemüßigt fühlt andere zu maßregeln, wird es nicht ganz einfach...
das problem sehe ich beim stockenden verkehr...ok stau ist klar, wenn die autos stehen = rettungsgasse...
aber ab wann genau gilt denn ein verkehr als stockend?
autobahn: wenn ich keine 140 fahren kann, dann ist es ja rein fachlich schon eine "behinderung" also der verkehr stockt...
ok polemik..aber im ernst: bei 80, 60, 40, 38, 36, 33, 30?
ich hoffe dass das nicht zu mehr unfällen führt weil ein paar "unerfahrerne" viel zu früh anfangen, ein paar rowdys agro gehen und riskant überholen, ....
mir fehlt die klare richtline....
Es geht doch nicht darum, schneller am Unfallort zu sein - es geht schlicht und einfach darum, Pannenstreifen in einen "normalen" Fahrstreifen umbauen zu können um damit Milliarden einzusparen.
"Leben retten" ist nur ein zynisches Argument um es den Bürgern schmackhaft zu machen.
auch für Ausländer? Wurden die auch befragt? Wir müssen sofort die Grenzen dicht machen und einen schriftlichen Test für jeden Einreisenden durchführen um eine Einfahrgenehmigung ausstellen zu können. In welchen Sprachen der Test verfasst wird, sollte noch bis Mitternacht ausdiskutiert sein. Fein, fein, morgen sind die Autobahnen dann so leer, dass eh eine Spur für die Rettungsgasse übrig bleibt.
ahja, die rettungsgasse ist ja die einzige vorschrift an welche man sich im verkehr auf österreichs strassen halten muss. sowas wie eine stvo gibts ja bei uns nicht. den führerschein macht der/die herr/frau österreicherIn ja bei humboldt. nette logik.
der punkt ist, dass die rettunsgasse bei weitem nicht die einzige vorschrift ist an welche man sich auf österreichs strassen halten muss. alle anderen vorschriften (stvo) gelten auch und achtung: natürlich auch für ausländer.
ihrer logik nach dürfte man in österreich nur auto fahren, wenn man einen österreichischen führerschein hat. umgekehrt gilt das natürlich auch.
ja, ich habe den artikel gelesen. und natürlich sollte man nur oder zumindest hauptsächlich österreicher zu einer sache befragen, welche in österreich neu / anders oder sonst was ist...
wenn ich nicht zufällig wüsste, dass die zugelassen höchstgeschwindigkeit auf schweizer autobahnen 120 kmh und nicht, wie bei uns, 130 kmh ist, dann dürfte ich in der schweiz ja auch nicht auto fahren...
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