Der Comebacksieg des Olympioniken

29. Dezember 2011, 13:13

Didier Defago gewinnt Abfahrt auf der "Stelvio" vor Teamkollegen Patrick Küng - Erster Schweizer Erfolg in Bormio - Kröll Dritter

Bormio - Seit 1997 ziert Österreichs Skifahrt bei jedem Abfahrtsrennen auf der Stelvio ob Bormio das Siegespodest. Zehn Siege wurden eingefahren, zuletzt gewann im Vorjahr der im Sommer zurückgetretene Michael Walchhofer, der neuerdings als Mentor die ÖSV-Abfahrer berät. Diese eindrucksvolle Serie beim traditionellen Abfahrtsklassiker hielt am Donnerstag Klaus Kröll aufrecht, der hinter den Schweizern Didier Defago und Patrick Küng den dritten Platz belegte.

Kröll war als Schnellster des Abschlusstrainings eigentlich auf Sieg eingestellt. Ein schwerer Fehler im Mittelteil, bei dem er einen Skistock aus der Hand verlor, machte den Plan des 31-jährigen Steirers aber zunichte. "Das Timing hat überhaupt nicht gepasst", wusste ein enttäuschter Kröll zu erzählen. "Es ist schön, wenn man trotz Fehlern vorn dabei ist. Aber ich will kein Platzfahrer mehr sein. Ich bin da, um Rennen zu gewinnen."

Das tat dann Olympiasieger Didier Defago (34). Der gelernte Technische Zeichner aus dem Kanton Wallis feierte seinen ersten Sieg seit seiner Gold-Fahrt am 15. Februar 2010 im kanadischen Whistler. Defago war um 0, 29 Sekunden schneller im Ziel als sein Landsmann Küng und feierte seinen vierten Weltcup-Erfolg. Dabei musste der Routinier wegen eines im September 2010 beim Training in Zermatt erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie die gesamte vergangene Saison pausieren.

"Ich habe mich Schritt für Schritt zurückgearbeitet", war der Schweizer hernach happy. "Ich danke dem medizinischen Team, den Trainern und meiner Familie. Solche Tage habe ich vermisst." Mit Hans Flatscher setzt Defago auch auf einen Salzburger als wichtigen Mann im Trainerteam. "Ich habe immer gewusst, dass ich in Bormio schnell fahren kann. Heute hatte ich einen guten Lauf ohne große Fehler."

Im Ziel fehlten Kröll 0,42 Sekunden auf den Sieger. Auch in Beaver Creek landete er auf Platz drei, womit er im Abfahrtsweltcup mit 165 Punkten erster Verfolger von Bode Miller (174) ist. Mit Hannes Reichelt, dem Dritten von Lake Louise, schaffte es ein weiterer ÖSV-Fahrer als Neunter unter die Top Ten. Romed Baumann landete auf Rang 16, und Mario Scheiber (22.) holte sich die ersten Abfahrtspunkte seit seinem vierten Platz im Vorjahr in Kitzbühel. "Das Gefühl war nicht so schlecht, aber es war zu schön und zu brav", sagte Scheiber.

Für die Herren geht es nach dem abgesagten Parallel-Bewerb am Neujahrstag in München am 5. Jänner mit dem Slalom in Zagreb weiter. Die nächste Abfahrt steht am 14. Jänner in Wengen auf dem Programm. Eine Woche später folgt Kitzbühel. (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 30. Dezember 2011, krud)

Ergebnis Abfahrt in Bormio

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Posting 1 bis 25 von 51
1 2
Die Weisheit
10
30.12.2011, 08:45

Der ÖSV wird gut daran tun, wieder ein paar Weltklassetalente an die Elite heran zu führen, um in ein paar Jahren endlich nicht mehr von Athleten wie Kröll abhängig zu sein. Nichts gegen Kröll, aber ein guter und braver Athlet ist eben nie ein Kaliber wie Strobl, Eberharter oder Herminator - um nur einige zu nennen.

Und da ist es nicht verwunderlich, wenn die furiosen Schweizer mit ihrer gewachsenen Tradition einer der beiden größten Skifahrtsnationen der Welt das Zepter in die Hand nehmen und den Österreichern den Fehdehandschuh vor die Füße werfen. Es liegt am ÖSV, eben diesen aufzuheben und entsprechend zu antworten.

sick boy
00
30.12.2011, 12:54

dir ist aber schon klar, dass defago bis gestern genau gleich viele weltcupsiege hatte wie klaus kröll (nämlich 3, gestern war sein vierter) und noch dazu drei jahre älter ist. bitte nicht falsch verstehen, defago sei jeder sieg gegönnt, aber ein blick auf die zeiten beim olympiarennen zeigt auch, wie knapp da alles war (von defago zu kröll rund 50 zehntelsek.) einen seriensieger wie cuche die letzten jahre war, haben die schweizer auch nicht in aussicht, janka zeigt das deutlich, feuz und küng haben einen guten lauf, den sie hoffentlich lange halten können.

Gustl Schimeck
00
29.12.2011, 22:45

heute hat die pace gefehlt....

derjungeroemer
02
29.12.2011, 16:42

lustig bzw. tragikomisch auch das orf interview mit defago.
über weite strecken wird knauss interviewt, der über defago spricht und defago steht daneben.
knauss macht dann am schluss noch eine kleine anspielung in richtung des österr. trainers von defago, das wär ja noch gegangen, der orf-frager (name?) wiederholt das ganze ernsthaft nochmal

derjungeroemer
04
29.12.2011, 16:08
eines sollten die kommentatoren endlich einmal lernen

da verliert z.b. ein läufer kontinuierlich von zwischenzeit zu zwischenzeit zeit.
wenn der nun z.b. bei der letzten zwz 1,3 sec. rückstand angesammelt hat,
schauen sie im endergebnis nach, wo er mit 1,3 sec. rückstand wäre ("könnte 10. werden") und sind dann enttäuscht, wenn der nicht 10. sondern 18. geworden ist,
weil er natürlich weiter zeit verloren hat.
wie kann man von einem platzfahrer plötzlich im letzten streckenabschnitt die bestzeit erwarten??
oder vielleicht checken sie es einfach mathematisch nicht, kann auch leicht sein.....

Kontrahent1
20
30.12.2011, 12:08
Sie ertragen die Kommentare von Knaus noch?

'Des gfallt ma', 'der verstehts die Ski laufen zu lassen', 'des is a Bröckerl', 'da brauchts Schmalz', jetzt brennan die Oberschenkel', 'I hab mi mit eam heut/gestern in der Sauna/beim Frühstück/am Lift unterhalten'. Diese Stereotypen können Sie noch anhören? Dazu die ständig falschen Prognosen - ich halt den Typen nicht aus!

derjungeroemer
00
30.12.2011, 17:20
der knauss ist schon ok

der ist einfach im ganzen fahrerlager durch seine offene unkomplizierte art derart beliebt, dass er jederzeit mit allen möglichen läufern ins gespräch kommt (beim frühstück, beim lift), im gegensatz etwa zu den orf-reportern, die nicht diese nähe zu den läufern haben.
was soll daran schlecht sein?;
bei licht ins dunkel wird jedes jahr ein skitag mit knauss versteigert, der erzielt jedes mal sensationelle preise,
das wird schon seinen grund haben.

also menschlich muss das ein ganz ein netter zeitgenosse sein, und fachlich ist er für mich ausreichend, in der abfahrt gibt's nicht so viel fachlich zu erkennen und zu kommentieren

systemfehler1
00
30.12.2011, 12:13
I mog eam.

Seine "Schahßlatt" is´unschlagbar.

pike bishop
00
30.12.2011, 09:04

NA ja, aber die anderen verlieren auch weiter Zeit auf den besten, d.h. wenn alle gleich weiter verlieren, bliebe er schon 10.

derjungeroemer
00
30.12.2011, 17:13
bingo

du bist auch einer von denen, die das nicht verstehen

Heinz Knapp
00
30.12.2011, 15:17
falsch

weil er eben bei der Zwischenzeit nicht 10. war, sondern von mir aus zwanzigster, mit dem gleichen Rückstand, den der im Ziel als 10. platzierte hatte. Und da müsste er eben unten genauso schnell wie der erste sein, was sich meistens (zumindest bei den weiter hinten liegenden) nicht ausgeht.

systemfehler1
00
30.12.2011, 12:16
Nja, wenn ein Norweger

im Biathlosn "Duftmarken" setzt, "an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbeißt"(netter Gedanke) dann finde ich, sind die Sorgen um entgangene Situationskomik unserer Kommentatoren unnötig.
Angescihts solcher "Duftmarken" sind die Abstände bei Langlaufbewerben eher Selbstschutz.

leo_nardo
01
29.12.2011, 16:28
stimmt,

aber unsere reporter scheitern oft schon an einfacheren dingen ...

ein ausweichen auf eurosport bringt nicht viel:
frank wörndl redet viel (unsinn) - durch seine eloquenz versucht er sich dann aus seinem schlamassel herauszureden, sodass sogar sein kollege schon lachen muss.
sein kommentar zu kostelic's lauf in alta badia war reif fürs kabarett.

Kontrahent1
00
30.12.2011, 12:12

Kommentare bei Eurosport während der WM(?) am Arlberg über die Lösung der Verkehrs-Infrastruktur: 'Na das haben die Österreicher ja recht gut hinbekommen, wahrscheinlich haben sie Schweizer oder Deutsche Fachleute engagiert'.- !

derjungeroemer
00
29.12.2011, 16:37

den kommentar zu kostelic hab ich nicht gehört,
aber für mich ist wörndl einer der wenigen lichtblicke, wie auch russi.
wenn wörndl kommentiert, schau ich eurosport.

leo_nardo
11
29.12.2011, 17:15
im grunde ist FW aber ein witziger typ,

aber auch ein dampfplauderer.

FW zum lauf kostelic:
- lauf eckig gesteckt (vater kostelic) - ich sag dir, die haben das trainiert - k. ist ein fuchs - der kann das - fährt gut - (bei zwischenzeit aber rel. weit zurück) - (nun beginnt das herausreden) - ich sag dir, die haben das zuviel trainiert - wenn du im training solch drehende kurse zu oft fährst (nicht im renntempo), dann kommt so was heraus - dann kannst du das auch im rennen nicht voll fahren ...

Mac McMack
02
29.12.2011, 15:29
bei den herren

haben wir einfach keine echten siegläufer. im prinzip sind da alle "nur" gute platzfahrer. von einem der in den nächsten zwei bis drei jahren wieder einmal um den gesamtweltcup mitfahren könnte ganz zu schweigen. da siehts bei den damen um eckhäuser besser aus.

Einsiedlerkrebs
11
29.12.2011, 15:18

jetzt rächt sich das die altstars zu lange am ruder waren und die jungen nicht genug erfahrung machen durften.
in 2-3 jahren sind wir wieder ganz vorne.

donnydarko
 
43
29.12.2011, 14:59

Jojo vor 5 Jahren haben wir den Schweizern noch mediale Seitenhiebe verpasst als das sie in 2-3 jahren gar nicht mehr im Skizirkus vertreten sind.

Und wer ist nun der geschmierte ?

zauberlehrling70
17
29.12.2011, 14:55
Im Zeitalter der Sparpakete, ist der SINNLOSE Job von Walchhofer die reinste Geldverbrennung !!

Mentor des Abfahrtteams???...was soll der Blödsinn?
Dafür gibt es Trainer...da braucht es niemand sonst !!

Solange sich im ÖSV oder im ORF die Posten zugeschoben werden, braucht man sich über Politische Netzwerke ned wundern.

Das wär so, als würde Schöttel Rapid eine Woche trainieren, und am Spieltag kommt Krankl in die Kabine, und erklärt wo das Tor steht, und der Ball da hineinfliegen muss...kassiert und geht wieder.

Der ÖSV verfügt offenbar über eine eigene Kreativabteilung, die Jobs erfindet....

PS...wenn Walcherhofer schon was sagt, dann bitte leiser....der Defago muss nicht unbedingt mithören! :-))

sepp schilehrer
00
30.12.2011, 08:38

Naja, wenigstens treibt der ÖSV das Geld selber dafür auf und liegt keinem auf der Tasche....

derjungeroemer
02
29.12.2011, 16:11

wenn du wüsstest, wieviele leute da wirklich vor ort sind, vom ösv, von den skifirmen, vom orf.....

Captain Smoker
00
29.12.2011, 16:00

Ich denke Walchhofer soll als zukünftiger Trainer "angelernt" werden ohne dass man das so sagen will.

zauberlehrling70
00
29.12.2011, 16:13
Nein....will er nicht!!

Er will nicht mehr herumreisen...der hat genug mit seinem 4****Hotel zu tun.

Dragomir
32
29.12.2011, 14:31

naja, Ruhmesblatt ist es keines für die Skination Nr. 1

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