VP-Klubchef will im Gesundheitsbereich 1,8 Milliarden einsparen

29. Dezember 2011, 12:21
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    foto: apa/jäger

    Bis 2016/17 will VP-Klubchef Kopf 1,8 Milliarden im Gesundheitsbereich einsparen, um das Budget von Finanzministerin Maria Fekter zu entlasten

Kopf: Mit Beschränkung der Ausgaben auf BIP-Wachstum erreichbar - Gesundheitsministerium will sich noch nicht auf 1,8 Milliarden festlegen

Wien - Die ÖVP will bis 2016/17 im Zuge des geplanten Sparpakets im Gesundheitsbereich 1,8 Milliarden Euro einsparen. Mit einer Beschränkung des Ausgaben-Anstiegs auf die Höhe des Wachstums der Wirtschaftsleistung wäre dieses Ziel laut ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf erreichbar. Diese Zahlen habe er in einer ersten Verhandlungsrunde mit Gesundheitsminister Alois Stöger vor Weihnachten außer Streit gestellt.

Man habe sich auf das Ziel verständigt, den Kostenanstieg auf das BIP-Wachstum zu begrenzen, erläuterte Kopf. In den vergangenen 20 Jahren seien die Einnahmen mit dem BIP um 3,75 Prozent gewachsen, die Ausgaben jedoch um 5,5 Prozent. Eine Senkung der Ausgaben auf das BIP-Wachstum würde bis 2016/17 Kostendämpfungen von 1,8 Milliarden Euro bedeuten, rechnete Kopf vor.

Reformen im Spitalsbereich

Den Vorschlag, den Kostenanstieg bei den Spitalsausgaben mit dem BIP-Wachstum zu begrenzen, reklamiert das Gesundheitsministerium für sich. Bei den Krankenkassen ist dies ja bereits gängige Praxis. Das Gesundheitsministerium bestätigt jedenfalls das mit Kopf vereinbarte Ziel für das geplante Sparpaket, den Anstieg der Gesundheitsausgaben mit der Höhe des Wachstums der Wirtschaftsleistung zu begrenzen. Aus Stögers Büro hieß es jedoch, es sei unklar, ob damit die von Kopf genannten 1,8 Milliarden Euro bis 2016/17 einzusparen sind, da es davon abhänge, was alles eingerechnet werde.

Während der ÖVP-Klubobmann die Krankenkassen "auf einem guten Weg" sieht, hält er vor allem im Spitalsbereich Reformen für notwendig. Im stationären Bereich seien die Kosten seit 2000 um 4,5 Prozent und im Ambulanzbereich um sechs Prozent gestiegen. Als eine Möglichkeit, die Kosten zu senken, ist Kopf mit Stöger einer Meinung, dass man wie bei den Krankenkassen die Verteilung von Finanzmitteln an die Erreichung von vorgegebenen Zielen knüpfen könnte. Mit der schon beschlossenen Novelle zum Kranken- und Kuranstaltengesetz (KAKuG), die den Spitalsträgern Effizienzsteigerungen durch Schwerpunktbildungen und Spezialisierungen ermöglicht, hält Kopf Einsparungen von 200 Millionen Euro für möglich. Das wäre mehr als ein Zehntel des insgesamt angepeilten Volumens. Auch aus Stögers Büro heißt es, die 200 Millionen Euro durch die schon beschlossenen Novelle zum Kranken- und Kuranstaltengesetz (KAKuG) sei realisierbar, "wenn die Länder ambitioniert genug sind".

Fortführen will der ÖVP-Klubobmann den Konsolidierungsweg der Krankenkassen, der zu einer deutlichen Entlastung beitrage. Mit dem Konsolidierungspfad, wonach Mittel aus dem Strukturfonds nur bei Erreichen der Finanzziele ausgeschüttet werden, habe man erreicht, dass die Kostensteigerung unter dem BIP-Wachstum geblieben sei. "Das geht in die richtige Richtung."

Zusammenlegung von Kassen kein Thema

Deshalb drängt Kopf darauf, dass dieser Pfad strikt weiter eingehalten wird. Einer Zusammenlegung von Krankenkassen kann der ÖVP-Klubobmann nicht viel abgewinnen, in der Verwaltung sei "nicht das große Geld zu holen". Eine schon weitgehend ausverhandelte Zusammenlegung der Kassen von Bauern und Selbstständigen ist vor einigen Jahren im letzten Moment gescheitert. Dass die ÖVP die Mehrwertsteuer auf Medikamente wieder von zehn auf 20 Prozent anheben wolle, wie der "Kurier" in seiner Donnerstag-Ausgabe berichtet, dementierte Kopf: "Das ist völlig aus der Luft gegriffen."

Ein Vorziehen der geplanten Spitalsreform für das jetzige Sparpaket hält der ÖVP-Klubobmann nicht für machbar. Einzelmaßnahmen seien in Verhandlung, damit müsse man nicht bis 2013 warten. Aber die angestrebte Konzentration der Finanzströme - die Finanzierung aus einer Hand - werde nicht so schnell gehen. Dafür müsse man "ein Partnerschaftsmodell" zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung erarbeiten. "Dafür muss man sich Zeit nehmen", bestätigte Kopf den Zeitplan, wonach man bis Sommer oder Herbst 2012 mit den Verhandlungen fertig sein will, um im Jahr 2013 mit der Umsetzung beginnen zu können. (APA)

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hubsi55
 
00
14.1.2012, 13:53
auch der völlig ungeeignete herr kopf

hat bereits ein ablaufdatum im kommenden jahr - wetten !!!

Österreichische Verbrecher Partei!
01
1986 - 2011 25 Jahre ÖVP = Lüge in der Regierung :`(

Die Österreichische Verbrecher Partei feiert Jubilliäum neue Lage 650 Tage ;-)) bis zur Abwahl

25 Jahre Mafia in der Regierung sind genug!

25 Jahre wurde ein Anti Korruptions- Gesetz verhindert

25 Jahre wurde Transparenz bei den Politikerzusatz- und Parteigünstlings Einkommen verhindert

25 Jahre wurde eine Offenlegung der Parteispenden verhindert

25 Jahre Schutzschirm für Korruption

25 Jahre " wos woa mei Leistung?"

25 Jahre Unschuldsvermutung

25 Jahre Wahlversprechen gebrochen !

Egal wo man bei diesen halbseidenen Typen der Verbrecher Partei hinein sticht, schon kurz nach dem Lack kommt die Korruptions- Jauche zum Vorschein.

DIESES GSINDL KANN NUR BEI SICHERHEIT, BILDUNG UND GESUNDHEIT SPAREN ! !

1116er
04
30.12.2011, 09:34
sparefroh kopf verarscht uns wieder mal!

die gesundheitsentwicklung hält sich nicht ans bip-wachstum.
die lebenserwartung auch nicht.
und der medizinische fortschritt schon gar nicht.

mit dieser bindung ans bip-wachstum kann maximal die personalkostenentwicklung abgefangen werden.

alles andere zahlt dann der patient.
und wer es sich nicht leisten kann, der muss eben leiden oder krepieren.

macht nichts, diese nicht-leisten-könner sind eh nicht das klientel der övp!

Perez Prado
02
30.12.2011, 09:45

Die Lebenserwartung der Bevölkerung hat nur sehr wenig mit der intramuralen Versorgungsdichte zu tun. Vielmehr sind die allgemeinen Lebens- und Arbeitsumstände für die Lebenserwartung von Bedeutung. Das wird die ÖVP aber nie checken.

Helmut Hromadnik21
 
02
30.12.2011, 08:36
Eh klar !

Die vermögenden trifft das ohnehin nicht.

denke
00
30.12.2011, 08:20

Bemerkenswert, dass die ÖVP dazulernen kann und nun versteht das populistische Gags wie Zusammenlegung die reale Arbeit nicht verringern.
Allerdings könnten gebührenpflichtige Nummern die Verwaltung von der Telefonseelsorge entlasten.
Der Ärztevertrag könnte bundesweit abgeschlossen werden und das Auftreten nach außen(Homepage/Briefpapier) vereinheitlicht werden. ITSV und SVC könnten zusammengelegt werden.

Canosso
01
30.12.2011, 07:51
Das wird Onkel Erwin gar nicht freuen,

wenn man die Spitäler von Baden und Mödling zusammenlegt, wo doch jeder Bezirkskaiser ein eigenes Spital benötigt.

Doc Steel
01
30.12.2011, 08:33
das wird auch nicht passieren

auch neunkirchen und wr. neustadt bekommen neue spitäler.

eine große frechheit, das ganze.

Franz Schwingenschrot
01
30.12.2011, 07:13

Im Gesundheitswesen wäre noch viel mehr machbar. Man könnte zum Beispiel die SV-Höchstbemessungsgrundlage streichen. Aber auf sowas kommt Kopf natürlich nicht. Das würde ja den VP-Mitelstand Richtung Armut treiben.
http://gedaunknsplitta.blog.de

Titus Petronius
11
30.12.2011, 07:04
Die Einsparungen sind ja gut..

aber das Mentalitätsproblem verschwindet dadurch nicht. Der Gesundheitsbereich versteht sich immer noch nicht als Dienstleister, sondern eher als anbetungswürdiges Orakel von Delphi.

Dass die Zeit eines Patienten auch ein wertvolles Gut ist, dafür fehlt unserem Gesundheitsbereich sowieso jegliches Verständnis.

Dabei ist die patientia der Patienten auch endenwollend. Es sind Kunden mit Bedürfnissen. Götter in weiss stundenlang zu erwarten um ein paar Minuten Aufmerksamkeit möglicherweise dabei zu erheischen ist keines dieser Bedürfnisse.

3ch0
14
29.12.2011, 21:52

Liebe Leute,

spätestens jetzt sollte wohl allen klar sein, wen die ÖVP vertritt.
Jedenfalls nicht EUCH, meine lieben Mitbürger, denn sonst würde ein solcher Vorschlag nicht einmal heimlich angedacht!

Bitte bitte bitte,
denkt bei der nächsten Wahl nach, wer euch in irgendeiner Weise vertritt, SP, FP, G, BZ, egal, aber die ÖVP vertritt NUR DIE OBEREN 10000.

Und es genügt wohl, wenn jene sie auch wählen, oder?

PS: bei der SP sollte man ebenfalls GENAU nachrechnen, inwieweit man sich von ihr noch vertreten fühlt..

Chris Quast
20
30.12.2011, 01:25

und wo genau siehst du da den großen vorteil wenn jetzt die ausgaben fürs gesundheitswesen um so viel schneller als die wirtschaftsleistung wachsen ?

Rhaegar Targaryen
07
29.12.2011, 21:40
Der Typ

ist doch eine der widerlichsten Kreaturen der österreichischen Politik.

War ja klar dass Zusammenlegungen kein Thema sind, könnten ja ein paar Parteigünstlige ihre gemütlichen Jobs verlieren.

mr.hyde
00
31.12.2011, 01:14
Der Typ ist doch eine der widerlichsten Kreaturen der österreichischen Politik.

Leider kann ich nur ein mal Grün vergeben!
Ich habe mir hier abgewöhnt zu Posten weil meine Postings permanent nicht erscheinen und so kann ich dir wirklich nur zustimmen in dm Wissen, dass mein Beitrag dazu 99% nicht erscheinen wird.

Tom_Bombadil
00
29.12.2011, 21:23
Wir haben wahrscheinlich den Punkt verpasst, an dem wir mit Investitionen Positives erreichen können.

Schade. Die Marionetten des heutigen Zeitalters können vielleicht nicht mehr anders. Sie wissen es nur nicht - in ihrer Reichweite des Horizonts, in dem sie geschaffen wurden.

Die Spirale bewegt sich nach oben? Hoffentlich. Sonst werden wir genauso untergehen wie die Zivilisationen vor uns. (galaktisch gesehen!!!)

LG an alle die mehr sehen!

Jambala Magdalena
00
29.12.2011, 20:20

Wichtig scheint mir , dass österreichweit die gleichen Bedingungen geboten werden. Warum stehen den Wienern teure Ambulanzen rund um die Uhr zur Verfügung, nur weil sie nicht in der regulären Öffnungszeit zum prakt. Arzt gehen wollen. In den Bundesländern hat mit Sicherheit kaum ein Arzt nach 18 oder 19 Uhr noch offen, die Menschern können trotzdem nicht einfach in die Unfallambulanz gehen.

emily_strange
00
30.12.2011, 08:39

by the way - eine Freundin, ihreszeichens gebürtige Bad Ischlerin, betonte einmal wie froh sie ist in Wien zu wohnen aufgrund der guten Infrastruktur (die ärztliche Versorgung eingeschlossen!) Ah ja, und: ich sehe meine Hausärztin oft noch gg. 21h mit ihrem Köfferchen in der Hand von einem Hausbesuch zum anderen laufen... passiert sowas in den Bundesländern nicht?
Und: muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn mich etwas plagt, von dem ich glaube dass die Behandlung keinen Aufschub duldet und ich aber beim Kassenarzt erst einen Termin in frühestens 2 Wochen bekomme?

Jambala Magdalena
00
30.12.2011, 12:49

Wenn die Hausärztin nur deshalb abends Hausbesuch macht, weil sie dann mehr bezahlt bekommt, ist das nicht in Ordnung. Und schon gar nicht ist es in Ordnung, wenn die besuchten Beitragszahler- oder auch Nichtzahler mit der Ärztin unter einer Decke stecken und sehr gut die Zeit hätten, selbst in die Praxis zu gehen. Wie auch immer, eine Unfallambulanz ist nur für ernste Fälle da. Und in staatl. Krankenhäusern und Kassenarztpraxen müssen österreichweit die gleichen Standards eingeführt werden.

emily_strange
00
31.12.2011, 21:18

kann nicht glauben , dass heute ein eingesessener Arzt es notwendig hat am Aben Geld zu scheffeln - zumindest war ich für meine alte Mam doch froh, dass unsere Hausärztin nach der Ordi noch bei ihr vorbeischaute und ihren Schwindelanfällen auf den Grund zu gehen... man meckert gerne, wenn es einen zu gut geht...!

emily_strange
00
30.12.2011, 07:57

sehr weitsichtig... demnach sollte das Ballungszentrum Wien seine Ambulanzen zusperren, weil die wartefaulen Wiener übervorteilt sind?

heri byrd
09
29.12.2011, 19:26

zuerst verbieten wir politikern private zusatzversicherungen ;) dann wird das schon

freiraumXi
06
29.12.2011, 18:04
auch nur 1 arzt weniger

und sie verbluten in der notaufnahme.. kein scherz.

</ lustig>
310
29.12.2011, 18:01
Für 8,5 Mio. Einwohner brauchen wir:

.) AUVA
.) PVA
.) SVB
.) SVA
.) VAEB
.) BVA
.) VAÖN

.) BGKK
.) KGKK
.) NoGKK
.) OöGKK
.) SGKK
.) StGKK
.) TGKK
.) VGKK
.) WGKK

.) Betriebskrankenkasse Austria Tabak
.) Betriebskrankenkasse Kapfenberg
.) Betriebskrankenkasse Mondi Business Paper
.) Betriebskrankenkasse Voestalpine Bahnsysteme
.) Betriebskrankenkasse der Wiener Verkehrsbetriebe
.) Betriebskrankenkasse Zeltweg

.) Hauptverband

... und da lässt sich nix sparen, Herr Kopf?

Darf man auch fragen, woran die Zusammenlegunf SVA / SVB scheiterte?

walter helfmann
01
30.12.2011, 00:11
vadoe - versicherung der eisenbahner

lkuf - oö lehrer- kranken- u unfallfürsorge
vadöb - versicherung des öst. bergbaues
mkf - linzer magistratkrankenfürsorge

und und und

ghoul g.
11
29.12.2011, 17:32
spitäler ok,

aber wer schaut für die omi, welche wirkung die medizin von arzt A u arzt B GEMEINSAM hat ? bei der fülle der verschrieben argumente find ich die "bedienung" durch einen akademiker absolut richtig...wie so oft in Ö und generell kratzt man immer nur an der oberfläche, warum nicht Vor medikamentenausgabe zb auf alternativmedizin überweisen

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