Lokal "Naschmarkt" bringt Kaliforniern Schnitzel & Co. näher

  • Es gibt Traditionsgerichte, an denen der Koch nie herumdoktern würde: das Schnitzel zum Beispiel.
    foto: apa/günter r. artinger

    Es gibt Traditionsgerichte, an denen der Koch nie herumdoktern würde: das Schnitzel zum Beispiel.

Matthias Fröschl eröffnete im Silicon Valley Restaurant mit Österreichischer Küche

Wien - Die Amerikaner lieben jetzt österreichische Esskultur: Matthias Fröschl (30), ehemals Chef de Cuisine der Blauen Gans von Kurt Gutenbrunner in New York, serviert in seinem Restaurant "Naschmarkt" im kalifornischen Campbell echt heimische Küche, von Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat über Gulasch bis zu Salzburger Nockerln. "Einer der großen Trends beim Auswärtsessen ist die Neue Österreichische Küche", urteilt die Zeitung "The Mercury News" begeistert.

Das vor rund einem halben Jahr in der 40.000-Einwohner-Stadt eröffnete Lokal hat Fröschl, der es mit seiner amerikanischen Frau Margaux und deren Eltern sowie zwei weiteren Partnern betreibt, nach dem Wiener Naschmarkt benannt. Geboten wird ein Mix aus kalifornischer Küche und modern interpretierten, österreichischen Gerichten.

Als Vorspeisen gibt es u.a. Topfennockerl und Bratwurst, als Hauptgang Schweinsbraten und Krautrouladen. Suppen, Salate und Vorspeisen kosten sieben bis 16 Dollar (5,35 bis 12,24 Euro), Hauptspeisen gibt es von 19 bis 32 Dollar (14,5 bis 24,5 Euro). Desserts wie Eispalatschinken und Scheiterhaufen kosten sieben bis neun Dollar (5,35 bis 6,88 Euro). Auf der Weinkarte finden sich auch Grüner Veltliner, Riesling und Blauer Zweigelt aus österreichischer Produktion.

"An einem Schnitzel ist nichts falsch"

Er liebe es, Rezepte neu zu interpretieren, sagte Matthias Fröschl US-Medien. Aber es gibt auch Traditionsgerichte, an denen er nie herumdoktern würde: "An einem Schnitzel ist nichts falsch, also wozu es verändern. Es ist perfekt so, wie es ist." Selbst wenn sich der Trend zur Neuen Österreichischen Küche, wie "The Mercury News" schreibt, nur als vorübergehende Erscheinung entpuppen sollte, sei das Naschmarkt "eines der besten Restaurants, die dieses Jahr im Silicon Valley eröffnet haben".

Der gelernte Koch hatte Mitte der 1990er Jahre seine Karriere in der Gastronomie als Lehrling im Hotel Ebelsberger Hof in Linz begonnen. Eine weitere Station war u.a. die Position des Sauciers im Wiener Steirereck, bevor Fröschl 2003 im New Yorker Lokal Wallse von Kurt Gutenbrunner anheuerte, ehe er 2005 Chef de Cuisine in dessen Blauer Gans und zwei Jahre später Sous Chef im Golf & Country Club Los Altos in Kalifornien wurde. (APA)

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